mini|Yasuda Yukihiko Yasuda Yukihiko (; eigentlicher Vorname Shinsaburō (); geb. 16. Februar 1884 in Tōkyō; gest. 29. April 1978) war ein japanischer Maler der Nihonga-Richtung.
Leben und Wirken Yasuda Yukihiko begann 1898 ein Studium der Malerei unter Kobori Tomoto (1864–1931). Gleich im selben Jahr gründete er mit malenden Freunden die Vereinigung Shikō-kai (). Als im Jahr 1900 Imamura Shikō dazu kam, musste man wegen seines Vornamens natürlich den Namen der Vereinigung ändern. Sie hieß fortan Kōji-kai (). Die Mitglieder wollten sich vom Erlernten lösen und waren auf der Suche nach einer modernen Form des Nihonga.
Ab 1901 besuchte Yasuda die Kunstschule Tōkyō (, Tōkyō bijutsu gakkō; Vorgängerin der Universität der Künste Tokio), verließ sie aber schon nach einem halben Jahr. 1907 konnte er ein Bild eines Sumo-Ringers, der gerade zum Gewinner des Kampfes erklärt wird,Das Bild trägt den Titel „Hote“ (). Damit wurden früher die stärksten Ringer im Sumo bezeichnet. Heute entspricht dem der Yokozuna. auf der Ausstellung zur Wirtschaftsförderung in Tōkyō (, Tōkyō kangyō hakurankai)Damals wurde Malerei noch als Handwerk aufgefasst. zeigen und erhielt dafür den 2. Preis.
1907 beteiligte sich Yasuda an der ersten Ausstellung des Kultusministeriums, „Bunten“Bunten () ist die Abkürzung von Mombushō bijutsu tenrankai (). genannt. Er wurde mit einem 3. Preis für sein Bild „Hōkō“ ()Das bedeutet „Fürst Hō“, wobei Hō die sinojapanische Lesung des Zeichens Toyo ist, also des ersten Teils des Namens des dargestellten Toyotomi., ein fiktives Porträt Toyotomi Hideyoshis, ausgezeichnet. Auf der 6. Bunten im Jahr 1912 zeigte er das Bild Yumedono (), das den meditierenden Prinz Shōtoku inmitten von Begleitern darstellt.Yumedono, die „Halle der Träume“ ist der von Shōtoku angelegte achteckiger Bau im Ostteil des Hōryū-ji in der Präfektur Nara.
1913 löste sich die Kōji-kai im gegenseitigen Einverständnis auf. Yasuda und Imamura schlossen sich dem wieder erstandenen Nihon Bijutsuin an und stellten auf dessen Jahresausstellungen, kurz Inten () genannt, aus. Darunter war auch das im Stil der Yamato-e gehaltene Bild „Gebet bei der Geburt“ (; O-san no inori) von 1914.
Yasudas Arbeitsschwerpunkt blieb die Historien-Malerei. Er schuf aber auch schlicht gehaltene Naturbilder. 1934 wurde er Kunstberater des Kaiserlichen Haushalts (; Teishitsu gikei-in) und im folgenden Jahr Mitglied der Kaiserlichen Akademie der Künste (, Teikoku bijutsu-in). Von 1944 bis 1948 unterrichtete er an der Kunstschule Tōkyō. 1948 erhielt er den japanischen Kulturorden und wurde 1951 als Person mit besonderen kulturellen Verdiensten geehrt.Da mit dem kaiserlichen Kulturorden keine Geldzuweisungen verbunden werden dürfen, wurde 1951 die Auszeichnung „Person mit besonderen kulturellen Verdiensten“ auf normaler Haushaltsbasis eingeführt, sie ist mit einem Ehrensold verbunden. In der Regel wird zunächst diese niedere Auszeichnung verliehen, dann – nicht in jedem Fall – der Kulturorden. Vor 1951 mit dem Kulturorden Ausgezeichnete erhielten die Auszeichnung zur „Person mit besonderen kulturellen Verdiensten“ und den Ehrensold nachträglich. 1958 wurde er Präsident der Akademie der Künste, der Nachfolgerin der kaiserlichen Akademie. Yasuda starb in Ōiso, Präfektur Kanagawa.
Weitere bekannte Werke sind „Lager am Kisegawa“ (), 1941/42, ein Paar Stellschirme, für die er 1941 mit dem Asahi-Preis ausgezeichnet wurde. Dargestellt sind die streitenden Brüder Minamoto no Yoritomo und Yoshitsune. „Prinzessin Wang Zhaojun“ (), 1947. „Blick aus dem Fenster“ (, mado), 1951.Erschien auch als Briefmarke der japanischen Post. „Berg Fuji in der Morgendämmerung“ (; Reimei Fuji), 1962. „Prinzessin Nukada, Frühling in Asuka“ (; Asuka no haru no Nukada ōkimi), 1964. „Oda Nobunaga vor der Schlacht von Okehazama“, 1970. „Im Fushimi-Teehaus“ (, Fushimi no chatei), 1970, zeigt den prächtig gekleideten Toyotomi Hideyoshi als Gastgeber einer Tee-Zeremonie. „Königin Himiko“ (), 1968.
Weblinks (Bilder) Im Nationalmuseum für moderne Kunst Tokio u. a.: „Lager am Kisegawa“, rechter Stellschirm „Teeraum auf Fushimi“ (1956), der Burg von Toyotomi Hideyoshi
Anmerkungen und Hinweise
Literatur Suzuki, Toshihiko (Hrsg.): Yasuda Yukihiko. In: Nihon daihyakka zensho (Denshibukku-han), Shogakukan, 1996. S. Noma (Hrsg.): Yasuda Yukihiko. In: Japan. An Illustrated Encyclopedia. Kodansha, 1993. ISBN 4-06-205938-X, S. 1741. Iwanami Shoten (Hrsg.): Yasuda Yukihiko. In: Kōjien, 3. Auflage, Iwanami, 1986. Tazawa, Yutaka: Yasuda Yukihiko. In: Biographical Dictionary of Japanese Art. Kodansha International, 1981. ISBN 0-87011-488-3.
Kategorie:Maler (Japan) Kategorie:Japaner Kategorie:Person mit besonderen kulturellen Verdiensten Kategorie:Träger des japanischen Kulturordens Kategorie:Geboren 1884 Kategorie:Gestorben 1978 Kategorie:Mann Kategorie:Pseudonym