Pokorny ist der Name mehrerer im 19. Jahrhundert österreichisch nobilitierter Geschlechter aus dem Raum des Königreichs Böhmen, welche neben den Prädikatsnamen von Fürstenschild,Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der freiherrlichen Häuser, Justus Perthes, Gotha 1870, S. 661. von KornbergJohann Georg Megerle von Mühlfeld: Österreichisches Adels-Lexikon des achtzehnten u. neunzehnten Jahrhunderts, Band 2, Wien 1824, S. 243. und von Wienfried an den hierarchischen Adelstiteln Freiherr, RitterWiener genealogisches Taschenbuch, Band 2, 1927/28, S. 236–237. und EdlerGenealogisches Taschenbuch der Ritter- und Adelsgeschlechter, Band 1, Buschak & Irrgang, Brünn 1891. zu unterscheiden waren. Die österreichischen Familien tragen seit dem Adelsaufhebungsgesetz von 1919 ihren Familiennamen ohne von, bei Zusammensetzungen mit Bindestrich.

Personen Die einzelnen Geschlechter brachten mehrere hochrangige Militärs hervor: Alois Pokorny von Fürstenschild (1811–1876), k.k. Feldzeugmeister Alois Ritter von Pokorny (1826–1898), k.k. Vizeadmiral

Franz Pokorny Edler von Wienfried (1850–1925), k.k. Titular-Generalmajor Hermann Edler von Pokorny, k.k. General der Kavallerie

Karl Edler von Pokorny (1841–1904), k.k. Feldmarschalleutnant Viktor Ritter von Pokorny (1843–1908), k.k. Feldmarschalleutnant

Mailath-Pokorny Die Familie Mailath-Pokorny ist nicht mit den genannten drei Geschlechtern verwandt. Vielmehr handelt es sich um die Nachkommen der ehemals gräflichen österreich-ungarischen Familie Mailáth/Majláth. Diese Familie ist ab dem 17. Jahrhundert in den Komitaten Bars und Hont belegt und stammt vom Landrichter Miklós Mailáth Székhelyi ab. Joseph Graf Mailáth von Székhely (1737–1810) war főispán von Borsod und Pest und alispán von Hont; sein Sohn Johann Mailáth war Historiker und Schriftsteller.

1932 heiratete Ili Mailath de SzekelyJohann Christian von Hellbach, Adels-Lexikon (1826), S. 86 bzw. GHdA, Adelslexikon Band VIII, Limburg an der Lahn 1997, S. 174 f. Hans Pokorny, der anschließend von seinen Schwiegereltern adoptiert wurde.Andreas Mailath-Pokorny: Bergtouren im Internet, Ahnenforschung in Siebenbürgen. In: Trend, 10. Februar 2009, abgerufen am 8. November 2016. Hans Mailath-Pokorny war nach 1945 Verwalter des Palastes Hohenems im Besitz der Familie Waldburg-Zeil-Hohenems,Burghart Häfele: Die Kunstsammlung Lanckoronski im Palast Hohenems. In: emser Almanach, Nr. 14, 7. Jg. (=Schriftenreihe des Kulturkreises Hohenems, Beiträge zu Hohenemser Themen), Bucher-Druck, Hohenems 2006, S. 54–70, ISBN 3-902525-46-0. (Online unter: Burghart Häfele: Volltext online) auf der Website sagen.at, abgerufen am 20. Juni 2018. und 1964 auch Autor des Buches Briefe an meine Söhne: ein ewig gültiger Schriftwechsel für Jugend und Eltern auch unserer Zeit.Hans Mailath-Pokorny: Briefe an meine Söhne: ein ewig gültiger Schriftwechsel für Jugend und Eltern auch unserer Zeit. 1964 (Digitalisat).

Enkel aus der Verbindung von Hans und Ili Mailath-Pokorny sind Andreas Mailath-Pokorny (* 1959), österreichischer Politiker (SPÖ) und in Wien amtsführender Stadtrat für Kultur und Wissenschaft a. D. (bis 2018), verheiratet mit Sonja Kato-Mailath-Pokorny (* 1972), Abgeordnete zum Wiener Landtag a. D. (2001–2010); Georg Mailath-Pokorny, Professor an der Universität Wien für orale Chirurgie und Implantologie, Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Orale Chirurgie und Implantologie. Curriculum Vitae auf der Website der Österreichischen Gesellschaft für Orale Chirurgie und Implantologie. Abgerufen am 8. November 2016.

Literatur Genealogisches Handbuch des Adels, Adelslexikon Band X, Band 119 der Gesamtreihe, C. A. Starke Verlag, Limburg/Lahn 1999, S. 460–461 Johann Christian von Hellbach: Adels-Lexikon, Band 2, Ilmenau 1826, S. 247 Ernst Heinrich Kneschke: Neues allgemeines deutsches Adels-Lexicon Band 7, Leipzig 1867, S. 205

Weblinks Nobility.eu: Ritter von Pokorny Edle von Pokorny Pokorny von Fürstenschild

Einzelnachweise

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