miniatur|Harald Laatsch, 2017 Harald Laatsch (* 23. Oktober 1956 in Hagen)Harald-Laatsch.de: Lebenslauf ist ein deutscher Politiker der Partei Alternative für Deutschland (AfD).
Leben Nach der Ausbildung als Speditionskaufmann (Abschluss 1974) lernte er noch Kfz-Mechaniker (Abschluss 1977). Gegenwärtig ist er als Unternehmensberater in Berlin tätig. Politik mini|Laatsch im Abgeordnetenhaus von Berlin (2024) Laatsch begann seine politische Karriere mit der Gründung der AfD in Berlin. Bis November 2013 war er der Gründungskoordinator des Bezirksverbandes Steglitz-Zehlendorf. Ab Juli 2014 bis Januar 2016 war er stellvertretender Landesvorsitzender.Harald Laatsch, AfD-Fraktion Berlin
Zur Wahl der Landesliste der AfD für die Abgeordnetenhauswahl 2016 wurde Laatsch im April 2016 zusammen mit Kristin Brinker auf Listenplatz 6 gewählt. Laatsch verzichtete auf eine Stichwahl und wurde als Kandidat auf Platz 7 geführt. Bei dem Wahlkampf war Laatsch nach Einschätzung von Karin Janker und Oliver Das Gupta in der Süddeutschen Zeitung „in sozialen Netzwerken unterwegs und trommelte für die AfD. Vor allem aber beschimpfte und schmähte er andere“.Sueddeutsche.de: AfD in Berlin, Diese AfD-Politiker sitzen künftig im Berliner Abgeordnetenhaus
Bei der Wahl zum Abgeordnetenhaus von Berlin 2016 zog er als Abgeordneter in das Abgeordnetenhaus von Berlin ein. Bei der Abgeordnetenhauswahl 2021 und der Wiederholungswahl 2023 konnte er seinen Sitz im Abgeordnetenhaus verteidigen.
Für die AfD-Fraktion ist Laatsch, der bereits Bauherr und Vermieter war, Sprecher für Bauen und Wohnen. Er gehört den Ausschüssen für Umwelt, Verkehr, Klimaschutz, für Verfassungsschutz sowie für Stadtentwicklung und Wohnen an.
Bei der Abgeordnetenhauswahl 2026 kandidiert er nicht erneut.
Kontroversen Im Oktober 2017 erlangte Laatsch öffentliche Wahrnehmung, als er die Berliner Staatssekretärin Sawsan Chebli als Islamistin beschimpfte, nachdem diese ein Massengebet von Katholiken an der polnischen Grenze als islamophob bezeichnet hatte.Olaf Wedekind: Berliner AfD-Abgeordneter beschimpft Sawsan Chebli im Internet. In: B.Z. 8. Oktober 2017.
Laatsch sagte, es genüge nicht Wahlen zu gewinnen, „wenn Justiz und Verwaltung, von der Vorgänger-Regierung implementiert, die neue Regierung torpedieren“ würden.Detlef Esslinger: Die Brandstifter von der AfD sueddeutsche.de, 28. August 2018
Eine Reise von Laatsch Anfang Februar 2018 mit einer Gruppe von AfD-Politikern auf die von Russland annektierte Halbinsel Krim sorgte für Kritik der Bundesregierung sowie die Androhung strafrechtlicher Konsequenzen durch die Ukraine.Krim-Reise von AfD-Abgeordneten sorgt für Empörung. In: Münchner Merkur. 5. Februar 2018.Bundesregierung kritisiert Krim-Besuch von AfD-Politikern. In: Zeit Online. 5. Februar 2018.
Nach dem rechtsterroristischen Anschlag auf zwei Moscheen in Christchurch im März 2019 sorgte Laatsch durch einen Tweet auf Twitter für einen Shitstorm, in dem er, so wörtlich, „Klimapanikverbreiter“ um Greta Thunberg als mitverantwortlich für das Attentat bezeichnete. Die „provokante Äußerung“ kommentierte die Berliner Zeitung als „einen bizarren Zusammenhang, der sich nur aus einem rechtsextremen Weltbild“ erschließe.Christchurch-Attentat: AfD-Politiker provoziert Shitstorm. In: Berliner Zeitung. 15. März 2019. Für DerWesten war der Tweet „nichts weiter als provokanter Unfug“,Peter Sieben: In: DerWesten. 16. März 2019. aus Sicht von Bento zeigte „die Reaktion von Laatsch […] exemplarisch, wie wenig es rechten Politikern um Mitgefühl und ehrliches Aufarbeiten solcher Taten geht. Sie wollen vor allem eines: Feindbilder erzeugen.“ Für die Frankfurter Rundschau war der Tweet exemplarisch dafür, wie die „Gefahr von Rechts gezielt herabgespielt und zur Hetze missbraucht“ würde.Nadine Leichter: AfD-Abgeordneter gibt Klimaaktivisten Mitschuld am Anschlag von Christchurch. In: Frankfurter Rundschau. 16. März 2019.
Am 27. März 2025 ignorierte Harald Laatsch mehrfache Ordnungsrufe im Berliner Parlament gegen ihn und wurde daraufhin der Sitzung verwiesen.Der Tagesspiegel: Eklat im Berliner Parlament: AfD-Abgeordneter von Plenarsitzung ausgeschlossen, Artikel vom 28. März 2025, aufgerufen am 28. März 2025. Zehn Monate später entschied das Verfassungsgericht: der Ausschluss war nicht rechtens.https://www.tagesspiegel.de/berlin/berliner-gericht-hat-entschieden-afd-abgeordneter-hatte-nicht-von-einer-sitzung-ausgeschlossen-werden-durfen-15174959.html
Weblinks
Homepage von Harald Laatsch
Einzelnachweise
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