Fabian Abraham von Braxein (* 29. Juli 1722 in Banners bei Liebstadt i. Ostpr., Kreis Mohrungen; † 12. März 1798 in Tharau, Kreis Preußisch Eylau) war ein preußischer Staats- sowie Kriegsminister und Mitglied der Königlich-Preußischen Regierung.
Leben Herkunft Fabian Abraham von Braxein war der Sohn des preußischen Capitains Friedrich Wilhelm von Braxein (1687–1751) auf Banners und der Euphrosine Beate von der Groeben († 1754), eine Tochter des polnischen Majors Johann Friedrich von der Groeben auf KarschauRolf Straubel: Biographisches Handbuch der preußischen Verwaltungs- und Justizbeamten 1740–1806/15. In: Historische Kommission zu Berlin [Hrsg.]: Einzelveröffentlichungen. Band 85, K. G. Saur Verlag, München 2009, ISBN 978-3-598-23229-9, S. 130. und Nichte des Otto Friedrich von der Groeben.
Werdegang Braxein wurde im April 1763 zum Etats- und Kriegsminister sowie zum Präsidenten des Pupillenkollegiums in Königsberg i. Pr. ernannt.Georg Christoph Hamberger, Johann Georg Meusel: Das gelehrte Teutschland oder Lexikon der jetzt lebenden teutschen Schriftsteller, Band 1, Verlag Meyer’sche Buchhandlung, Lemgo 1796, S. 419. Darüber hinaus war er seit Juli 1763 auch Präsident des Königsberger Tribunals.August Wilhelm Bernhardt von Uechtritz: Diplomatische Nachrichten adelicher Familien betreffend. Band 3, Leipzig 1792, S. 51. Er war unter anderem Erbherr der Rittergüter Tharau und Wernsdorf. Braxein besaß mit über 10.000 Bänden eine der größten Privatbibliotheken in Ostpreußen, die er von seinem Onkel Wilhelm Ludwig von der Groeben erbte.August Wilhelm Bernhardt von Uechtritz: Diplomatische Nachrichten adelicher Familien betreffend, Band 3, Leipzig 1792, S. 55–56. Auf seinen Tharauschen Gütern gründete er durch Trockenlegung und Rodung sieben neue Vorwerke, darunter Braxeinswalde und Braxeinshof.Friedrich Mager: Der Wald in Altpreussen als Wirtschaftsraum. Band 1, Böhlau, Köln 1960, S. 40. 1790 hob er in Tharau als erster ostpreußischer Gutsbesitzer die Erbuntertänigkeit seiner Bauern auf.Horst Hüttenbach: Die alte Kirche war in Tharau verbindendes Element. In: Preußische Allgemeine Zeitung – Das Ostpreußenblatt vom 22. April 2006, S. 15. PDF.
Familie Von Braxein heiratete am 27. Mai 1755 Albertine Louise von Kreytzen (1736–1817), Tochter des Achatz Ernst von Kreytzen auf Silginnen und der Maria Barbara Reichsgräfin Finck von Finckenstein.August Wilhelm Bernhardt von Uechtritz: Diplomatische Nachrichten adelicher Familien betreffend, Band 3, Leipzig 1792, S. 49. Das Paar hatte folgende Kinder: Ludovica Beata Albertina Sophia (1756–1757) Catharina Albertina Charlotta (* 1757) Hans Ludwig Friedrich Ernst (1758–1762)
Literatur Rolf Straubel: Biographisches Handbuch der preußischen Verwaltungs- und Justizbeamten 1740–1806/15. In: Historische Kommission zu Berlin (Hrsg.) Einzelveröffentlichungen. Band 85; K. G. Saur Verlag, München 2009, ISBN 978-3-598-23229-9, S. 130–131. (Eingeschränktes GB-Digitalisat)
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