Max Jungmann (geboren 1. April 1875 in Schildberg, Kreis SchildbergHeiratsregister Nr. 543/1909 StA Schöneberg I; gestorben 1970 in Haifa) war ein deutscher Arzt, Chefredakteur und Zionist.
Leben Jungmann studierte Medizin in Berlin und Freiburg und wurde 1900 promoviert. Er war Mitglied des Studentenvereins Jung-IsraelHanni Mittelmann: Sammy Gronemann (1875-1952): Zionist, Schriftsteller und Satiriker in Deutschland und Palästina. Campus Verlag, 2004, S. 50 f. ISBN 978-3-593-37511-3 und diplomatischer Vertreter der zionistischen Organisation in London. Er war Mitglied einer Studentenverbindung des Kartells Jüdischer Verbindungen.Fritz Roubicek: Von Basel bis Czernowitz – Die jüdisch-akademischen Studentenverbindungen in Europa. (Beiträge zur österreichischen Studentengeschichte, Band 12), Wien 1986, S. 66. Er praktizierte als Arzt.
Im Mai 1903 erschien eine einzige Ausgabe der satirischen, zionistischen Zeitschrift Der Schlemihl – Illustriertes jüdisches Blatt für Humor und Satire. Herausgeber waren Sammy Gronemann und Leo Winz. Mitarbeiter waren neben Jungmann noch Emil Simonson und Theodor Zlocisti. Julius Moses übernahm den Verlag und Jungmann wurde Chefredakteur des Blattes aus urheberrechtlichen Gründen unter dem neuen Titel Schlemiel. Jüdische Blätter für Humor und Kunst. Mit dabei waren wieder Gronemann, Simonson und Zlocisti. Die letzte reguläre Ausgabe erschien im Mai 1905, gefolgt von zwei Sondernummern 1907 und 1908. Nach dem Ersten Weltkrieg legte der Berliner Welt-Verlag die Zeitschrift neu auf, wieder war Jungmann Chefredakteur. Herausgeber war damals Menachem Birnbaum.
Jungmann war vermutlich der Hauptautor für Birnbaums Briefe aus Neu-Neuland.David A. Brenner: German-Jewish Popular Culture Before the Holocaust. Kafka's Kitsch. Routledge, 2008, S. 35 ff. ISBN 978-1-134-04155-8.
Nach der Machtübergabe an die Nationalsozialisten emigrierte Jungmann 1938 nach Palästina.
Werke Heinrich Heine, ein Nationaljude. Berlin, 1896 Digitalisat Dornen [Gedichte]: Leonhard Simion NF., 1906 Jochanan von Giskalda : ein Schauspiel. Berlin : Horoditsch & Marx, 1928 Erinnerungen eines Zionisten. Mass Verlag, Jerusalem 1959.
Literatur Jungmann, Max. In: Wilhelm Sternfeld, Eva Tiedemann: Deutsche Exil-Literatur 1933–1945. Eine Bio-Bibliographie. Verlag Lambert Schneider, Heidelberg 1962, S. 157. Jungmann, Max, Dr. In: Joseph Walk (Hrsg.): Kurzbiographien zur Geschichte der Juden 1918–1945. Hrsg. vom Leo Baeck Institute, Jerusalem. De Gruyter, Berlin 2014, ISBN 978-3-11-158087-6, S. 177 (Reprint, EA 1988). Jungmann, Max, in: Dov Amir: Leben und Werk der deutschsprachigen Schriftsteller in Israel: Eine Bio-Bibliographie. München : Saur, 1980, ISBN 3-598-10070-1, S. 51
Einzelnachweise
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