Die unglaublichen Abenteuer des Guru Jakob ist ein im Herbst 1982 entstandenes, deutsches Kinolustspiel von Franz Marischka mit Zachi Noy und Thomas Ohrner in den Hauptrollen.
Handlung Jakob Feierabend hat es bei seiner Jobsuche nicht eben leicht. Überall, wo sich der gedrungene, korpulente, junge und auch ein wenig tumbe Mann um Arbeit bemüht, wird er abgewiesen. Der Grund ist sein Nachname, denn oftmals wird angenommen, dass dieser quasi Jakobs Arbeitsethos entspricht. Einen Job als Kellner in einem China-Restaurant ist er bald wieder los, da er selbiges ruiniert hat, und als Vertreter für Damenunterwäsche macht Jakob gleichfalls keine gute Figur. Die grüne Witwe Clothilde Rieker verwirrt ihn mit ihrer beträchtlichen, kaum verhüllten Oberweite, sodass Jakob, anstatt etwas zu verkaufen, bald mit der üppigen Blondine im Bett landet. Als Clothildes Gatte heimkehrt, greift Jakob sich, nackt wie er ist, das nächstbeste Stück Stoff, dessen er habhaft werden kann. Dies ist das orangefarbene Betttuch, unter dem er und Clothilde sich vergnügt haben und mit dem er, mühsam bedeckt, vor dem eifersüchtigen Ehemann flieht.
So ungewöhnlich eingekleidet, hält man Jakob, der entlang der Landstraße in Richtung des Örtchens Moosbrunn pilgert, für einen Guru, einen „heiligen Mann“, dessen Ankunft in einer Lokalzeitung angekündigt wurde und der von seiner Anhängerschaft sehnsüchtig erwartet wird. Man breitet ihm den roten Teppich aus, trägt ihn auf einem sänftenartigen Gestell umher und huldigt ihm. Auf Einladung von Herrn Wedel, dem Vertreter des Bürgermeisters, residiert „Guru Jakob“ im pompösen Schloss der Gräfin Falkenberg. Jakobs Freund Tommy, finanziell nicht minder klamm als Jakob, dafür aber bauernschlau, hat eine Idee, mit der er beiden aus ihren Finanznöten heraushelfen könnte: Warum soll man an diesen hingebungsvollen Guru-Jüngern nicht ordentlich verdienen? Gesagt, getan. Die „Gläubigen“ öffnen ihre Herzen und Brieftaschen, und Tommy als gewitzter Manager des angeblich „heiligen Mannes“, macht zum ersten Mal richtig Kasse. Auch die Liebe kommt für Tommy in Gestalt der hübschen, brünetten Susi in dieser Geschichte nicht zu kurz.
Doch bald bricht der schöne Schein in sich zusammen. Jakob, der als wahrer „Jobkiller“ in kürzester Zeit 15-mal in seiner jeweiligen Arbeitsstelle versagt hat, ist in überregionalen Zeitungen ein Thema, Abbildung inklusive. Dies bekommt ausgerechnet der Karate-Champion King-Fu mit, dessen Chinarestaurant von dem tollpatschigen Jakob ruiniert wurde. Der findet, dass es Zeit wird, mit diesem Trampel und Schein-„Heiligen“ abzurechnen. Jakob indes gefällt seine neue Rolle immer besser, und anders als Tommy, der in erster Linie seine eigene Kasse im Sinn hat, will Jakob in Moosbrunn wirklich Gutes tun. Schließlich treffen all diejenigen, die mit Jakob noch ein Hühnchen zu rupfen haben, in dem verschlafenen Kaff ein, und es kommt zu einem turbulenten, farbenfrohen Finale in einer Lackfabrik, die wie andere seiner Wirkungsstätten in ihre Einzelteile zerlegt wird.
Produktionsnotizen Die unglaublichen Abenteuer des Guru Jakob wurde in der zweiten Jahreshälfte 1982 in Bayern gedreht und lief am 14. Juli 1983 in den deutschen Kinos an.
Der bayerische Schauspielveteran Beppo Brem gab hier seine Abschiedsvorstellung in einem Kinofilm.
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Einzelnachweise
Kategorie:Filmtitel 1983 Kategorie:Deutscher Film Kategorie:Filmkomödie