mini|hochkant|Johann Daniel Horstius Johann(es) Daniel Horstius (Latinisierung von Johann Daniel Horst; Pseudonym: Phönix I.; * 14. Oktober 1616 in Gießen; † 27. Januar 1685 in Frankfurt am Main) war ein deutscher Mediziner und Balneologe.
Leben Johann Daniel Horst(ius) war der Sohn des Mediziners und Anatomen Gregor Horstius, sein Bruder Gregor Horst war ebenfalls Mediziner. Auf Grund der Ausbreitung des Dreißigjährigen Krieges zog die Familie 1622 nach Ulm um, wo er die Schule und das Gymnasium besuchte. Nach dem Studium der Medizin an der Universität Rostock, welches er 1635 mit der Magisterwürde abschloss, und einer Reise nach Dänemark erhielt er 1636 die Doktorwürde der Universität Tübingen. Bereits im folgenden Jahr wurde er hessisch-darmstädtischer Leibmedikus und Professor für Medizin an der Universität Marburg, an der er auch ab 1644 Vorlesungen in Physik hielt. 1642 war er Rektor der Universität. Nachdem 1650 die Universität Gießen wieder gegründet worden war, wurde er dort Professor für Medizin, war aber ab 1651 dauerhaft als Leibarzt Georgs II. in Darmstadt. Nach dem Tod Georgs II. 1661 wählte sein Nachfolger Ludwig VI. Johann Tackius zu seinem Leibarzt, woraufhin Horstius nach Frankfurt am Main übersiedelte und dort ab 1665 bis zu seinem Tod 1685 als Stadtphysicus, ab 1667 als , arbeitete.
Horstius war mit Elisabeth Schupp, Schwester von Johann Balthasar Schupp, verheiratet und hatte mit ihr acht Kinder, von denen fünf in jungen Jahren starben. Seine Tochter Marie Elisabeth heiratete Lorenz Strauß, Professor der Medizin und Physik an der Universität Gießen. Seine Söhne waren Georg, Mediziner und ebenfalls Stadtphysicus in Frankfurt am Main, und Johann Otto, sachsen-eisenacher Leibmedikus, der eine Tochter von Werner Rolfinck heiratete.
Am 30. Dezember 1655 wurde Johann Daniel Horstius mit dem Beinamen Phoenix I. als Mitglied (Matrikel-Nr. 15) in die Leopoldina aufgenommen.
Werke (Auswahl) mini|hochkant|Embser Bades beschreibung, 1676 Neben seinen medizinischen Schriften sind hier besonders seine balneologischen Werke erwähnt:
Literatur
Ferdinand Neigebaur: Geschichte der kaiserlichen Leopoldino-Carolinischen deutschen Akademie der Naturforscher während des zweiten Jahrhunderts ihres Bestehens. Friedrich Frommann, Jena 1860,
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Mediziner (17. Jahrhundert) Kategorie:Stadtphysicus (Frankfurt am Main) Kategorie:Mitglied der Leopoldina (17. Jahrhundert) Kategorie:Hochschullehrer (Justus-Liebig-Universität Gießen) Kategorie:Hochschullehrer (Philipps-Universität Marburg) Kategorie:Rektor der Philipps-Universität Marburg Kategorie:Absolvent der Universität Rostock Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1616 Kategorie:Gestorben 1685 Kategorie:Mann Kategorie:Stadtphysicus