Der Teufelsbach ist ein rechter Zufluss der Steyr in der Statutarstadt Steyr in Oberösterreich.
Lauf Der TeufelsbachDigitales Oberösterreichisches Raum-Informations-System (DORIS); Thema Gewässer und Geologie, Layer Kleine Gewässer und Detaileinzugsgebiete. entspringt beim Garstner Ort Saaß. Er fließt in einem Graben unterhalb von Pesendorf ostwärts, und dann nordwärts an Garsten vorbei, wo sich der Garstner Teich befindet, und weiter durch Garsten Nord, und unterhalb von Schlühslmayr durch Reichenschwall. Westlich unterhalb der Steyrer Altstadt, in Vogelsang, nimmt er den Edlbauerngrabenbach (Hofergrabenbach) auf. Er mündet nach gut 5 km Lauf kurz nach Schloss Engelseck beim Wehrgrabentunnel, wo er einen Wasserfall bildet, rechtsseitig in das Gsangwasser, einen Nebenarm der Steyr bei der Gsanginsel (Eisenfeld).
Hydrographie und Geschichte Der Name bezieht sich vermutlich auf den wilden Lauf.Vergl. Der Goldschatz im Teufelsbach. In: Franz Harrer: Sagen und Legenden von Steyr. Wilhelm Ennsthaler Verlag, Steyr 1980, S. 32 ff (online auf sagen.at). Schloss Engelseck hieß entsprechend bis 1642 Teufelseck. Der alte Name des Bachs ist aber Sarningbach, bzw. Sarmingbach,Valentin Preuenhueber: Annales Styrenses. Johann Adam Schmidt 1740, Eintrag zum Jahr 1584, S. 302–303 () eine Eindeutschung des um 990 genannten Sabinicha.Siehe Steyr. In: Wiener Stadt- und Landesarchiv, Ludwig Boltzmann Institut für Stadtgeschichtsforschung: Österreichischer Städteatlas; Abschnitt Im eingangs erwähnten Traditionsbuch … und Quelle 13 (online mapire.eu; mit Karte; dort auch der alte Lauf).Sapinihca als Ort im ältesten Traditionsbuch des Hochstiftes Passau um 990; Max Heuwieser (Hg.): Die Traditionen des Hochstifts Passau, München 1930 (= Quellen und Erörterungen zur bayerischen Geschichte NF 6), 82, Nr. 93b; Angabe Städteatlas, Quelle 13 was slawischer Herkunft ist und von ‚Frosch‘ (‚Froschbach‘) stammt.Dieser Name findet sich auch für den Sarmingbach im Mühlviertel; Etymologie zu diesem: Konrad Schiffmann: Die oberösterreichischen Ortsnamen. Akad. Buchdr. d. kath. Preßvereines, 1906, Eintrag Sarming[stein], S. 37, Sp. 2 (). Zu diesem Namen steht der der Katastralgemeinde Sarning. Auch der Ortsname Reichenschwall geht auf den Bach zurück (‚reicher Schwall‘).Steyrer Straßennamen: Reichenschwall. steyr.at (aufgerufen am 28. Oktober 2016).
Bis zu seiner Umleitung 1572 floss der Bach südlich der Altstadt durch den Hundsgraben und mündete beim heutigen Neutor in die Enns. Der Oberlauf kann im Sommer trockenfallen, er bringt aber auch gefährliche Hochwässer hervor.steyr. Amtsblatt der Stadt Steyr, Nr. 2/2005, Juli 2010, Chronik – Erinnerung an die Vergangenheit: Vor 50 Jahren. S. 2 (ganzes Heft, pdf, steyr.at). Zusammen mit dem Bau des Wehrgrabentunnels (eröffnet Mai 1985) wurde der Unterlauf beim Nordportal zur Schwimmschulstraße verrohrt.Mit der Eröffnung des Wehrgrabentunnels ist der Ausbau des innerstädtischen Verkehrsringes abgeschlossen in: Amtsblatt der Stadt Steyr, 1985/5 S. 4 (aufgerufen am 9. Jänner 2022) Im Jahr 2023 wurden in Garsten ein bis zu sechs Meter hoher Damm mit drei Meter breiter Krone und ein Rückhaltebecken errichtet. Dieses gemeinsame Projekt von Garsten und der Stadt Steyr soll vor 100-jährlichen Hochwassern schützen.Martin Dunst: Bis zu sechs Meter hoher Damm soll Teufelsbach bei Flut die Zähne ziehen. In: Oberösterreichische Nachrichten vom 28. Juli 2023, Beilage Steyrer Zeitung S. 26
Das Einzugsgebiet beträgt – mitsamt dem oberen Gsangwasser – 6,2 km².
Literatur Friedrich Berndt: Der Teufelsbach in Steyr. In: Steyrer Zeitung. Nr. 2, 10. Januar 1952, Beilage.
Weblinks
Plandarstellung des Teufelsbach-Verlaufes in OpenStreetMap
Einzelnachweise
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