Adam Christoph Schüler (* 8. August 1640 in Weißenfels; † nach 1693; auch Schüller und Schiller, auch gelesen als Schaber, Stüber und Schider) war ein deutscher Schauspieler, Dramaturg und Theaterschriftsteller.
Adam Christoph Schüler war der Sohn des Weißenfelser Stadtrichters Heinrich Schüler. 1660 trat er sein Studium in Leipzig an. Vermutlich schloss er sich dort bald einer bei der Leipziger Messe auftretenden Wandertruppe an. Er war bei mehreren wichtigen Theaterprinzipalen wie Jakob Kuhlmann, Andreas Elenson und Johannes Velten als Schauspieler und Dramaturg tätig. Von seiner Hand stammen die im Codex Ia 38589 (Wienbibliothek) enthaltenen Theaterhandschriften Ein verliebter Verdruß (eine Adaption Molières Le Dépit amoureux)Ein verliebter Verdruss oder die duellirende Liebe. In: Stefan Hulfeld, Matthias Mansky (Hrsg.): Spieltexte der Comœdianten. Teil 1: Deutsches ›Internationaltheater‹ aus dem Kodex Ia 38.589 der Wienbibliothek. V&R Unipress, Göttingen 2020, ISBN 978-3-8471-1067-5, S. 255–326, doi:10.14220/9783737010672.255 (open access). sowie Der durchlauchtige Kohlenbrenner,Tragico-Comoedia genant Lieb und Glückh und Müh und Tückh oder: Der durchlauchtige (durchleüchtige) Kohlenbrenner, thepis.digital, abgerufen am 9. November 2018Mateusz Maselko, Elisabeth Pfluger: Syntaktischer Wandel vom Frühneuhochdeutschen zum Neuhochdeutschen am Beispiel des Theaterstücks „Der durchlauchtige Kohlenbrenner“. In: Anuari de Filologia. Estudis de Lingüística. 3 (2013), S. 57–105, doi:10.1344/AFEL2013.3.3.Der durchlauchtige Kohlenbrenner. In: Stefan Hulfeld, Matthias Mansky (Hrsg.): Spieltexte der Comœdianten. Teil 1: Deutsches ›Internationaltheater‹ aus dem Kodex Ia 38.589 der Wienbibliothek. V&R Unipress, Göttingen 2020, ISBN 978-3-8471-1067-5, S. 403–454, doi:10.14220/9783737010672.403 (open access). die möglicherweise auf eine englische,Alexander von Weilen: Die Theater Wiens: Geschichte des Wiener Theaterwesens von den ältesten Zeiten bis zu den Anfängen der Hoftheater. Band 1. Gesellschaft für Vervielfältigende Kunst, Wien 1899, S. 120 (). spanischeWerner Richter: Liebeskampf 1630 und Schaubühne 1670. Ein Beitrag zur deutschen Theatergeschichte des siebzehnten Jahrhunderts. Mayer & Müller, Berlin 1910, S. 213–216 (). oder niederländischeBärbel Rudin: Heinrich Rademin, Hanswursts Schattenmann. Jurist, Bühnenchef, Stückeschreiber – Versuch über eine Gründerfigur des Wiener Theaters. In: Brigitte Marschall (Hrsg.): Theater am Hof und für das Volk. Beiträge zur vergleichenden Theater- und Kulturgeschichte. Festschrift für Otto G. Schindler zum 60. Geburtstag (= Maske und Kothurn. Internationale Beiträge zur Theaterwissenschaft. 48/1-4). Böhlau, Wien/Köln/Weimar 2002, ISBN 3-205-77001-3, S. 271–301, hier S. 278 (). Vorlage zurückgeht und auch von der Theatertruppe des Michael Daniel Treu aufgeführt wurde.Alexander von Weilen: Das Theater. In: Anton Mayer, Heinrich Franz Joseph Zimmermann (Hrsg.): Geschichte der Stadt Wien. Band 6 Adolf Holzhausen, Wien 1918, S. 333–446, hier S. 415 ().Der durchlauchtige Kohlenbrenner, thespis.digital, abgerufen am 9. November 2018
Literatur Bärbel Rudin: Wanderbühne. In: Klaus Kanzog, Achim Masser (Hrsg.): Reallexikon der deutschen Literaturgeschichte. Band 4: Sl - Z. Walter de Gruyter, Berlin 1984, ISBN 3-11-010085-1, S. 808–815, hier S. 810 (doi:10.1515/9783110867145-007; ).
Einzelnachweise
Kategorie:Autor Kategorie:Drama Kategorie:Theaterschauspieler Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1640 Kategorie:Gestorben im 17. oder 18. Jahrhundert Kategorie:Mann