hochkant=0.5|rahmenlos|rechts Die Liste der Kulturdenkmale in Bad Schlema enthält die vom Sächsischen Denkmalamt festgelegten Bau- und Naturdenkmale des Kurortes mit Stand vom September 2017. Die Tabelle ist nach Ortsteilen und dann nach den Adressen vorsortiert. Die kursiv gesetzten Texte sind die vom Denkmalamt formulierten Begründungen für den Denkmalschutz.

Diese Aufstellung ist eine Teilliste der Sächsischen Kulturdenkmale.

Liste

Objekt-Nr. Ortsbereich/Ortsteil Adresse/Lage offizielle Bezeichnung Beschreibung und Bild Begründung für die Aufnahme in die Denkmalliste 09305389 Nieder­schlema Alte Lößnitzer Straße 50 Eisenbrückein der Nähe der Lößnitzer Straße 140px|rechts|Eisenbrücke Niederschlema–Alberoda eine aus Stahlträgern konstruierte Fußgängerbrücke über die Zwickauer Mulde, 1876–1886 gebaut, 2004 denkmalgerecht saniertAngaben laut Denkmalliste Sachsen; abgerufen am 13. September 2017. 09238630 Nieder­schlema An der Mulde 6 Wohnhaus 140px|rechts|Niederschlema, An der Mulde 6 Das in den 1950er Jahren in Fertigteilbauweise errichtete einfache Holzhaus gilt als eines der wenigen authentisch erhaltenen Beispiele der Nachkriegsentwicklung in diesem Ort.bau-, orts- und kulturgeschichtlich von Bedeutung 09238629 Nieder­schlema Auer Talstraße 56 eh. Bergarbeiterschule der Wismut 140px|rechts|Niederschlema, Auer Talstraße 56 (Ehem. Bergarbeiterschule) Das im Jahr 1955 als Schulgebäude entstandene Bauwerk dient seit Abwicklung der Wismut nach 1990 als Verwaltungssitz des Straßenbauamts Zwickau.bau-, architektur- und ortsgeschichtlich von Bedeutung 09238632 Nieder­schlema Auer Talstraße 62 Kinderheim und ehemaliger Park mit altem Baumbestand 140px|rechts|Niederschlema, Auer Talstraße 62 (Ehem. Kinderheim und Park) Das erste Bauwerk wurde um 1905 als Kinderheim errichtet, 1929 kam ein Anbau hinzu, der damals übliche Art-déco-Elemente erhielt. Die Gartenanlage wurde nicht wesentlich verändert. Nach dem Zweiten Weltkrieg diente das Gebäude wiederum als Kinderheim. Nach der deutschen Wiedervereinigung stand es jahrzehntelang leer.bau-, orts- und sozialgeschichtlich von BedeutungLaut einer Pressemitteilung vom Juni 2026 hat die Deutsche Private Finanzakademie (DPFA) das Heimgelände samt Gebäude 2025 gekauft. Nach raschen Bausicherungsmaßnahmen werden zukünftige Nutzungsperspektiven geprüft. Bis Ende 2026 sollen die Bürger Einblicke in das Gelände erhalten und werden danach in konkretere Vorstellungen mit einbezogen.Pressemitteilung aus dem Rathaus Aue-Bad Schlema, 16. Juni 2026: Ehemaliges Kinderheim wird von Bildungsunternehmen saniert und zum Schulungszentrum umgebaut. 09238631 Nieder­schlema Auer Talstraße 66 Nachtsanatorium „Stalin“ der SDAG Wismut 140x140px|Nachtsanatorium Niederschlema|rechts Im Jahr 1955 als Nachtsanatorium eröffnet, nach 1990 in ein Alten- und Pflegeheim umgewandeltbau-, orts- und sozialgeschichtlich von Bedeutung 09247747 Nieder­schlema Edelhofweg 2 Holzbalkendecke in einem eh. Gasthaus, das um 1910 errichtet worden war. Die gut erhaltene Deckenkonstruktion mit Einschubbrettern ist teils mit Ornamenten, teils mit Motiven der Papierherstellung bemalt und befindet sich in einem Anbau des Hauses.geschichtliche und künstlerische Bedeutung 09238641 Nieder­schlema Hauptstraße 6 Wohnhaus 140px|Niederschlema, Hauptstraße 6|rechts Das zweieinhalbstöckige Wohnmietshaus stammt vom Ende des 19. Jhds.baugeschichtlich und ortsbildprägende Bedeutung 09238640 Nieder­schlema Hauptstraße 16 Wohnhaus 140px|rechts|Niederschlema, Hauptstraße 16 Das zweieinhalbstöckige Wohnhaus mit Pultdach im Heimatschutz-Stil und im Stil der Neuen Sachlichkeit entstand im Jahr 1929.baugeschichtlich und ortsbildprägende Bedeutung 09238643 Nieder­schlema Hauptstraße 46 Wohnhaus mit Garten, Toreinfahrt und Bachstützmauer 140px|Niederschlema, Hauptstraße 46|rechts Das Einfamilienhaus entstand um 1900.baugeschichtlich und ortsbildprägende Bedeutung 09238633 Nieder­schlema Hauptstraße 78 Bahnhof Schlema 140px|rechts Der Denkmalschutz bezieht sich auf das Empfangsgebäude des Unteren Bahnhofs Schlema sowie auf den überdachten Inselbahnsteig mit Treppeneinhausung. Der Baukomplex mit roten Ziegeln und gelben Klinkern wurde im Jahr 1900 eröffnet, er umfasst einen eingeschossigen und einen zweietagigen Baukörper, jeweils mit Satteldächern und schmückenden Sparren- und Pfettenenden versehen.authentisch erhaltener zeittypischer öffentlicher Bau von eisenbahn-, orts- und baugeschichtlicher Bedeutung 09238635 Nieder­schlema Hauptstraße 79 Wohnhaus 140px|Niederschlema, Hauptstraße 79|rechts Das zweietagige massive Wohnhaus aus dem Ende des 19. Jhds. ist mit ockerfarbenen Klinkern verblendet. Das Mansarddach, die Putzgliederungen und ein an der Nordost-Ecke eingefügter Standerker bestimmen weitestgehend das Aussehen. Vor der Südost-Ecke schmückt ein Seitenrisalit das Bauwerk. Im Original erhalten sind die zweiflügelige Eingangstür und im Inneren ornamentierte Kunststein-Fußbodenplatten, eine Stuckdecke sowie einige Bleiglasfenster. Im Schiefergedeckten Dach sind überwölbte Gauben eingefügt.authentisch erhaltenes gründerzeitliches Wohnhaus in ortsbildprägender Lage an der Hauptstraße, baugeschichtlich von Bedeutung 09300823 Nieder­schlema nahe Hauptstraße 78und dem Unteren Bahnhof Steinerne Eisenbahnbrücke über die Mulde 140x140px|rechts Die mit Bruchsteinen verkleidete Brücke wurde für die eingleisige Eisenbahnstrecke Zwickau–Aue–Johanngeorgenstadt errichtet und im Sommer 1856 eingeweiht. Wegen später veränderter Streckenführung legte die Bahn das Bauwerk bereits im Jahr 1900 still. Die Brücke überspannt auf rund 50 Meter die Zwickauer Mulde und wurde mit drei Segmentbögen aufgemauert, die mit Werksteinen eingefasst sind. Sie wird, da sie zu zwei Dritteln auf Schlemaer Flur und zu einem Drittel auf Auer Flur liegt, ebenfalls zu den Kulturdenkmalen der Stadt Aue (dort unter Denkmalnummer 09305318) gezählt. Im 21. Jahrhundert ist sie Bestandteil des Mulderadwegs. frühes Zeugnis der Eisenbahngeschichte, weitgehend unverändert, Seltenheitswert Nieder­schlema Kohlweg Gedenkstätte am Kohlweg 140x140px|rechts 140x140px|rechts Erinnerung an 83 KZ-Häftlinge aus dem Lager Flossenbürg, die während eines Todesmarsches am 14. April 1945 ermordet wurden. Am selben Tag wurden auch 18 sowjetische Zwangsarbeiter umgebracht, die in einem Sammelgrab beerdigt wurden. Die Stadtverwaltung errichtete noch im gleichen Jahr eine Erinnerungsstätte an das Blutbad. Im Jahr 1972 erhielt das Denkmal nach Plänen von Kurt Teubner seine heutige Form: eine Art Obelisk wurde aus grob behauenen Natursteinen aufgemauert, mit einer symbolhaften roten Fahne sowie mit einem Roten Winkel, einem Roten Stern und der Inschrift „Die Opfer mahnen“ versehen.Oliver Titzmann: Massenmord in Niederschlema: der Mülsener Todesmarsch, die Exekution von 83 KZ-Häftlingen am 14. April 1945 und die daraus folgende Gedenkkultur. Schlema 2015. Stiftung Sächsische Gedenkstätten, Dokumentationsstelle Dresden Die Gedenkanlage wurde im Jahr 2014 mit Sandstrahlarbeiten gereinigt.Kriegsopfer-Denkmal in Bad Schlema wird restauriert. In: Freie Presse (ganzer Text ist kostenpflichtig), abgerufen am 26. Oktober 2017.Im benachbarten Wohngebiet Am Klosterberg () befindet sich auch ein Ehrenhain, Ende der 1990er Jahre für die beim Uranerzabbau zu Tode gekommenen Bergleute angelegt.Ehrenhain in Bad Schlema für verunglückte Bergleute auf www.uranerzbergbau.de; abgerufen am 25. März 2018. 09238627 Nieder­schlema Schulberg 9 Martin-Luther-Kirche mit anschließendem Friedhof 140x140px|rechts 1899 eingeweihtes Gotteshaus im Jugendstil; Inneneinrichtung fast original erhaltenDie Orgel stammt aus der Werkstatt von Hermann Eule und wurde 1922 installiert. Zur gleichnamigen evangelischen Gemeinde gehören auch die Gotteshäuser von Oberschlema und Wildbach. 09238626 Nieder­schlema Schulberg 9 Pfarrhaus 140px|Pfarrhaus Niederschlema|rechts Das Pfarrhaus entstand um 1920.orts- und baugeschichtlich sowie städtebaulich von Bedeutung 09238628 Nieder­schlema Schulberg 18 Friedrich-Schiller-Schule,Schulgebäude ohne Anbauten 140px|Friedrich-Schiller-Grundschule Niederschlema|rechts Das Schulhaus entstand im Jahr 1906 und gehört zum Bauensemble um die ortsbildprägende Martin-Luther-Kirche.bau-, orts- und sozialgeschichtlich sowie städtebaulich von Bedeutung 09238625 Nieder­schlema Weinberg 28 Wohnhaus und Garten 140px|Niederschlema, Weinberg 28|rechts Das 1928 fertiggestellte Wohnhaus mit Garten entstand im Auftrag der Fabrikantenfamilie Ehrler, die in Schlema eine Stickerei- und Wäschefabrik betrieb. Das Gebäude ist in zeittypischer Ausstattung weitestgehend erhalten geblieben.bau- und ortsgeschichtlich sowie teilweise baukünstlerisch von Bedeutung 09238619 Ober­schlema Bergstraße 22 im Kulturhaus Aktivist Museum Uranbergbau – Traditionsstätte des Sächsisch-Thüringischen Uranerzbergbaus rechts|140px In dem 1952 als Kulturhaus errichteten Baukomplex wird die Geschichte von Bad Schlema (Radonheilbad) und die der Wismut AG dargestellt. Die Einrichtung mit ihren Exponaten wurde am 22. Juli 1996 anlässlich des 8. Deutschen Bergmannstages in Schneeberg als Traditionsstätte des sächsisch-thüringischen Uranerzbergbaus eröffnet.Homepage Uranbergbau-Museum, abgerufen am 4. August 2016.weitgehend original erhaltener und zeittypischer öffentlicher Bau in bildprägender erhöhter Lage am Hang, Zeugnis für die Entwicklung des Ortes zum Zentrum des Uranerzbergbaus der Wismut, architektur-, kultur-, sozial- und ortsgeschichtlich sowie städtebaulich von Bedeutung 09238642 Ober­schlema Grimmerweg 1 ein Umgebinde-Wohnhaus 140px|Oberschlema, Grimmerweg 1|rechts Das zweietagige Bauwerk, errichtet im Laufe des 18. Jh., wurde inzwischen mehrfach an- und umgebaut. – Auf einem rechteckigen Grundriss erhebt sich die Umgebinde-Holzkonstruktion, gestützt auf je zwei Joche und mit einem steilen schiefergedeckten Satteldach versehen. Bemerkenswert sind die geschweift gesägten Spannriegel und die Kopfbänder sowie der hölzerne Türstock. Die Fenster im Obergeschoss sind in originaler Öffnungsgröße erhalten. Die Hauswände zur Straßenseite hin sind mit Schieferplatten verziert.trotz Anbau und einer Fenstervergrößerung (im Erdgeschoss) wichtiges baugeschichtliches und ortshistorisches Zeugnis Ober­schlema Hammerberg Biedenkopfstein auf dem Hammerberg 140px|rechts Gedenkstein für Kurt Biedenkopf, den ersten Ministerpräsidenten nach der Wende im neu gegründeten Freistaat Sachsen und für seine Frau Ingrid Biedenkopf. Der glatt behauene Granitblock trägt folgende Inschrift auf einer Kupfertafel: Von dieser Bergkuppe bietet sich ein guter Ausblick über den Ort, der wegen des Gedenksteins auch Biedenkopfblick genannt wird. 09238622 Ober­schlema Hohe Straße 4 Wohnhaus 140px|Oberschlema, Hohe Straße 4|rechts ein verputzter Massivbau, 1938 eingeweiht 09238621 Ober­schlema Joliot-Curie-Straße 13 Kulturhaus 140px|Rathaus Bad Schlema, Hauptgebäude|rechts Das Gebäude wurde 1952 von der Wismut AG als Kulturhaus mit Kinosaal errichtet. Seit den 1990er Jahren diente es als Rathaus. Architektonisch erwähnenswert ist der zweigeschossige Putzbau mit einem T-förmigen Grundriss wegen seines auffälligen fünfachsigen übergiebelten Mittelrisaliten. Die Fassade ist mit pilasterartigen Lisenen in Kolossalordnung mit ionischen Kapitellen gegliedert. Die weitestgehend im Original erhaltenen Fenster im Straßenniveau besitzen gerade Verdachungen, in der ersten Etage gibt es innerhalb des Vorbaus Rundbogen-Fenster. Das gesamte Gebäude ist mit Schiefer-gedeckten Satteldächern abgeschlossen. Von der ursprünglichen Gestaltung sind die schmiedeeisernen Wandlampen rechts und links des Portals erhalten.