Timothy Frederick Kemball „Tim“ Johnston (* 11. März 1941 in Oxford; † 9. Oktober 2021 in Den Haag, Niederlande) war ein britischer Leichtathlet.
Karriere Timothy Johnston besuchte von 1954 bis 1959 die Bedales School in der englischen Grafschaft Hampshire, danach das Eton College und die Cambridge University. Er war zunächst Crossläufer, ehe er auf der Bahn und der Straße seine Erfolge feierte. In Cambridge trainierte er mit Herb Elliott zusammen, der ihn in ein intensives Tempolauftraining entsprechend seinem früheren Trainer Percy Cerutty führte.Arnd Krüger (1998): Viele Wege führen nach Olympia. Die Veränderungen in den Trainingssystemen für Mittel- und Langstreckenläufer (1850–1997), in: N. GISSEL (Hrsg.): Sportliche Leistung im Wandel. Hamburg: Czwalina, S. 41–56. Am 16. Oktober 1965 stellte Johnston in Walton-on-Thames mit 1:32:34,6 h einen Weltrekord über 30.000 Meter auf. 1966 siegte er beim Lidingöloppet, und 1967 gewann er für England startend Silber beim Cross der Nationen.
1968 wurde er Englischer Meister über 6 Meilen in 27:22,17 min und im Marathon in 2:15:26 h. Im selben Jahr gewann er das Around the Bay Road Race.
1967 qualifizierte sich Johnston für die Olympischen Spiele 1968 in Mexiko-Stadt. Um sich auf die klimatischen Bedingungen in Mexiko vorzubereiten, ging er in ein Höhentrainingslager. Im olympischen Marathonlauf von Mexiko-Stadt zeigte sich Johnston auf den ersten 25 Kilometern in guter Verfassung. Jedoch hatte er danach mit Seitenstechen zu kämpfen und wurde am Ende Achter. Eine weitere Olympiateilnahme vier Jahre später in München blieb ihm wegen einer Verletzung an der Achillessehne verwehrt.
1969 siegte er beim Karl-Marx-Stadt-Marathon. Im Jahr darauf wurde er Siebter beim Polytechnic Marathon und Vierter bei den englischen Meisterschaften über 10.000 Meter. Am 5. September 1970 wurde er beim Weltrekordlauf von Jim Alder über 30.000 Meter (1:31:30,4 h) mit einer halben Minute Abstand Zweiter.
Bei der englischen Meisterschaft im Marathon wurde er 1975 Vierter und 1976 Achter. 1982 und 1983 wurde er Seniorenweltmeister im Marathon.
Als Übersetzer juristischer Texte arbeitete er für die Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft und den Internationalen Gerichtshof. Im Jahr 2016 schrieb Johnston eine Biografie von Otto Peltzer mit dem Titel His Own Man: The Biography of Otto Peltzer, Champion Athlete, Nazi Victim, Indian Hero. Illustriert wurde das Buch von Donald Macgregor.
Persönliche Bestzeiten 10.000 m: 28:47,74 min, 7. August 1970, London Stundenlauf: 19.823 m, 5. September 1970, London (Zwischenzeit) 20.000 m: 1:00:34,4 h, 5. September 1970, London (Zwischenzeit) 25.000 m: 1:16:20,6 h, 5. September 1970, London (Zwischenzeit) 30.000 m: 1:31:56,4 h, 5. September 1970, London Marathon: 2:15:26 h, 27. Juli 1968, Cwmbran 50.000 m: 2:55:07 h, 16. Oktober 1982, London (Zwischenzeit)
Publikation
Einzelnachweise
Weblinks Athletenporträt bei The Power of Ten
Athletenporträt bei der ARRS
Porträt von James Fairweather auf der Website der Bedales Schools, Oktober 2013
Kategorie:Marathonläufer (Vereinigtes Königreich) Kategorie:10.000-Meter-Läufer (Vereinigtes Königreich) Kategorie:Crossläufer (Vereinigtes Königreich) Kategorie:Olympiateilnehmer (Vereinigtes Königreich) Kategorie:Teilnehmer der Olympischen Sommerspiele 1968 Kategorie:Britischer Meister (Leichtathletik) Kategorie:Englischer Meister (Leichtathletik) Kategorie:Rechtsanwalt (Vereinigtes Königreich) Kategorie:Sachbuchautor Kategorie:Übersetzer Kategorie:Brite Kategorie:Geboren 1941 Kategorie:Gestorben 2021 Kategorie:Mann