rechts|Hayami Gyoshū mini|hochkant|Tanz in den Flammen Hayami Gyoshū (; geb. 2. August 1894 in Tokio; gest. 20. März 1935) war ein japanischer Maler der Nihonga-Richtung.
Leben und Werk Hayami Gyoshū heißt eigentlich Makida Eiichi (). Im Alter von 13 Jahren besuchte er die Kunstschule Angadō Gajuku () des Malers Matsumoto Fūko (1840–1923), wo er alte Gemälde aus der Song-, Yuan-Zeit und Yamato-e kopierte. Mit seinen Mitschülern gründete er den „Eichel-Club“ (, Donguri-kai) und war eifrig dabei, mit ihnen zusammen durch die Natur zu streifen und zu zeichnen. 1909 verlieh ihm sein Lehrer Fukō den Künstlernamen Kako (). Ab 1910 zeigte Gyoshū Bilder im Yamatoe- und Rimpa-Stil in der Tatsumi gakai, der Ugō-kai, der Bijutsu Kensei-kai und an anderen Orten. 1911 wurde sein Bild „Richtfest“ (, Murohogi no en) von kaiserlichen Hofamt gekauft. Im selben Jahr trat er der Kōji-kai () bei, zu der Imamura Shikō, Yasuda Yukihiko, Kobayashi Kokei und andere gehörten.
Im Jahr 1912 änderte er seinen Namen in Kōnen (), aber 1914, als er die Nachfolge in der Familie seiner Mutter antreten konnte, nannte er sich Gyoshū. Als im selben Jahr das Nihon Bijutsu-in () wiederbelebtDas Nihon bijutsu-in, ursprünglich von Okakura Kakuzō gegründet, war nach seinem Tode 1913 zunächst aufgegeben worden. wurde, reichte er dort sein Bild „Papierherstellung im Nachbardorf“ (, Kinson kamisukiba) ein und wurde Mitglied. Als dann 1914 die Künstlervereinigung um Imamura, die Sekiyō-kai () gegründet wurde, wurde er auch dort Mitglied und bereicherte sie mit seiner Einbindung der Nanga- und Rimpa-Maltradition. Als dann Imamura unerwartet 1916 starb, verlor Gyoshū einen seiner besten Freunde.
1917 stellte Gyoshū bei der 4. Ausstellung des Bijutsu-in „Sechs Szenen zu Kyōto“ ()Der Titel ist eine Abwandlung des Titels Rakuchū-Rakugai (), „In und um Kyōto“., eine Bilderreihe, die von Yokoyama Taikan, Shimomura Kanzan und anderen Mitgliedern hoch geschätzt wurde. Das unten gezeigte Bild trägt den Titel „Das Dorf Shugakuin im Norden Kyotos“ (, Rakuhoku Shugakuin-mura). Kurz darauf wurde er im Alter von 23 Jahren assoziiertes Mitglied des Bijutsu-in. 1920 stellte er das Bild „Maiko von Kyōto“ (, Kyō no maiko) aus, das wegen seiner realistischen Darstellung zu Kontroversen führte.
Gyoshū verfolgte dennoch innerhalb des Nihonga weiter seine persönliche Malweise. So entstanden Bilder „Tanz in den Flammen“ (, Embu) und „Berühmte Kamelie, die Blüten verlierend“ (, Meiju chiritsubaki), die ihn bis heute berühmt machten. Beide sind als Wichtiges Kulturgut Japans deklariert und befinden sich, zusammen mit über 100 weiteren Werken im Besitz des Yamatane-Kunstmuseums. Auch das Stellschirm-Paar „Moosgrün und Wiesengrün“ (, Suitai ryokushi) mit einer Breite zusammen 7 m gehört dem Museum.
1930 bereiste Gyoshū verschiedene Länder in Europa, reiste nach Griechenland und Ägypten, 1932 reiste er durch Korea. 1934 erkrankte er und starb im März 1935, nur 41 Jahre alt.
Einer seiner wenigen unmittelbaren Schüler war Takahashi Shūsō, der sich nach Gyoshūs Tod im Jahr 1935 um den Nachlass seines Lehrers kümmerte.
Bilder
Anmerkungen
Literatur S. Noma (Hrsg.): Hayami Gyoshū. In: Japan. An Illustrated Encyclopedia. Kodansha, 1993. ISBN 4-06-205938-X, S. 511. Tazawa, Yutaka: Hayami Gyoshu. In: Biographical Dictionary of Japanese Art. Kodansha International, 1981. ISBN 0-87011-488-3.
Weblinks
Artworks and history of Hayami Gyoshu
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