Die Playoffs um den Stanley Cup des Jahres 2009 begannen am 15. April 2009 und endeten am 12. Juni 2009 mit dem 4:3-Erfolg der Pittsburgh Penguins über die Detroit Red Wings. Die Penguins gewannen ihren insgesamt dritten Stanley Cup sowie ihren ersten seit der Saison 1991/92. Zudem stellten sie in Jewgeni Malkin sowohl den Topscorer als auch den mit der Conn Smythe Trophy ausgezeichneten Most Valuable Player der Playoffs. Da sich die Red Wings im Vorjahresfinale mit 4:2 gegen die Penguins durchgesetzt hatten, kam es in dieser Saison zum ersten Mal seit den Playoffs 1984 zur direkten Neuauflage einer vorangegangenen Finalpaarung. Ferner waren die Penguins die erste Mannschaft seit den Canadiens de Montréal aus dem Jahre 1971, die den Stanley Cup trotz eines 0:2-Rückstands im Finale gewinnen konnte. Ebenfalls 1971 war es zuletzt einem Team gelungen, das siebte und entscheidende Spiel des Finals auf gegnerischem Eis für sich zu entscheiden.
Während sich die Ottawa Senators erstmals seit elf Saisons nicht für die post-season qualifizierten und somit die bisher längste Serie des Franchise endete, zogen die Columbus Blue Jackets acht Spielzeiten nach ihrer Gründung erstmals in die Playoffs ein.
Modus Nachdem sich aus jeder Conference die drei Divisionssieger sowie die fünf weiteren punktbesten Teams der Conference qualifiziert haben, starten die im K.-o.-System ausgetragenen Playoffs. Dabei trifft der punktbeste Divisionssieger auf das achte und somit punktschlechteste qualifizierte Team, die Nummer 2 dieser Rangliste auf die Nummer 7 usw. Durch diesen Modus ist es möglich, dass eines oder mehrere qualifizierte Teams mehr Punkte als einer der Divisionssieger erzielt haben. Das gleiche Prinzip wird zur Bestimmung der Begegnungen der zweiten Playoff-Runde genutzt.
Jede Conference spielt in der Folge im Conference-Viertelfinale, Conference-Halbfinale und im Conference-Finale ihren Sieger aus, der dann im Finale um den Stanley Cup antritt. Alle Serien jeder Runde werden im Best-of-Seven-Modus ausgespielt, das heißt, dass ein Team vier Siege zum Erreichen der nächsten Runde benötigt. Das höher gesetzte Team hat dabei in den ersten beiden Spielen Heimrecht, die nächsten beiden das gegnerische Team. Sollte bis dahin kein Sieger aus der Runde hervorgegangen sein, wechselt das Heimrecht von Spiel zu Spiel. So hat die höher gesetzte Mannschaft in den Spielen 1, 2, 5 und 7, also vier der maximal sieben Spiele, einen Heimvorteil. Der Sieger der Eastern Conference wird mit der Prince of Wales Trophy ausgezeichnet und der Sieger der Western Conference mit der Clarence S. Campbell Bowl.
Bei Spielen, die nach der regulären Spielzeit von 60 Minuten unentschieden bleiben, folgt die Overtime, die im Gegensatz zur regulären Saison mit fünf Feldspielern gespielt wird. Zudem endet sie durch das erste Tor (Sudden Death) und nicht, wie in der regulären Saison üblich, mit einem Shootout.
Qualifizierte Teams Eastern Conference Atlantic Division (3) (4) (5) (7)
Northeast Division (1) (8)
Southeast Division (2) (6) Western Conference Central Division (2) (4) (6) (7)
Northwest Division (3) (5)
Pacific Division (1) (8)
Playoff-Baum
Conference-Viertelfinale Eastern Conference (1) Boston Bruins – (8) Canadiens de Montréal
(2) Washington Capitals – (7) New York Rangers
(3) New Jersey Devils – (6) Carolina Hurricanes
(4) Pittsburgh Penguins – (5) Philadelphia Flyers
Western Conference (1) San Jose Sharks – (8) Anaheim Ducks
(2) Detroit Red Wings – (7) Columbus Blue Jackets
(3) Vancouver Canucks – (6) St. Louis Blues
(4) Chicago Blackhawks – (5) Calgary Flames
Conference-Halbfinale Eastern Conference (1) Boston Bruins – (6) Carolina Hurricanes
(2) Washington Capitals – (4) Pittsburgh Penguins
Western Conference (2) Detroit Red Wings – (8) Anaheim Ducks
(3) Vancouver Canucks – (4) Chicago Blackhawks
Conference-Finale Eastern Conference (4) Pittsburgh Penguins – (6) Carolina Hurricanes
Western Conference (2) Detroit Red Wings – (4) Chicago Blackhawks
Stanley-Cup-Finale (W2) Detroit Red Wings – (E4) Pittsburgh Penguins
Stanley-Cup-Sieger Stanley-Cup-SiegerPittsburgh PenguinsTorhüter: Marc-André Fleury, Mathieu Garon
Verteidiger: Philippe Boucher, Mark Eaton, Hal Gill, Alex Goligoski, Sergei Gontschar, Kris Letang, Brooks Orpik, Rob Scuderi
Angreifer: Craig Adams, Matt Cooke, Sidney Crosby (C), Pascal Dupuis, Ruslan Fedotenko, Eric Godard, Bill Guerin, Tyler Kennedy, Chris Kunitz, Jewgeni Malkin, Miroslav Šatan, Jordan Staal, Petr Sýkora, Maxime Talbot, Mike Zigomanis Cheftrainer: Dan Bylsma General Manager: Ray Shero
Beste Scorer Abkürzungen: GP = Spiele, G = Tore, A = Assists, Pts = Punkte, +/− = Plus/Minus, PIM = Strafminuten; Fett: Bestwert Spieler Team GP G A Pts +/− PIM Jewgeni Malkin 24 14 22 36 +3 51 Sidney Crosby 24 15 16 31 +9 14 Henrik Zetterberg 23 11 13 24 +13 13 Johan Franzén 23 12 11 23 +8 12 Alexander Owetschkin 14 11 10 21 +10 8 Ryan Getzlaf 13 4 14 18 +3 25 Nicklas Lidström 21 4 12 16 +11 6 Valtteri Filppula 23 3 13 16 +8 8 Eric Staal 18 10 5 15 −3 4 Daniel Cleary 23 9 6 15 +17 12
Beste Torhüter Die kombinierte Tabelle zeigt die jeweils drei besten Torhüter in den Kategorien Gegentorschnitt und Fangquote sowie die jeweils Führenden in den Kategorien Shutouts und Siege.
Abkürzungen: GP = Spiele, TOI = Eiszeit (in Minuten), W = Siege, L = Niederlagen, OTL = Overtime/Shootout-Niederlagen, GA = Gegentore, SO = Shutouts, Sv% = gehaltene Schüsse (in %), GAA = Gegentorschnitt; Fett: Saisonbestwert; Sortiert nach Gegentorschnitt.Erfasst werden nur Torhüter mit 180 absolvierten Spielminuten. Spieler Team GP TOI W L GA SO Sv% GAA Tim Thomas 11 679 7 4 21 1 93,5 1,85 Chris Osgood 23 1405 15 8 47 2 92,6 2,01 Jonas Hiller 13 757 7 6 30 2 94,3 2,23 Martin Brodeur 7 426 3 4 17 1 92,9 2,39 Semjon Warlamow 13 758 7 6 32 2 91,8 2,53 Marc-André Fleury 24 1447 16 8 63 0 90,8 2,61 Cam Ward 18 1101 8 10 49 2 91,5 2,67
Weblinks
Stanley-Cup-Playoffs 2009 auf hockey-reference.com
Einzelnachweise
#2009 Kategorie:Eishockeyveranstaltung 2009