mini|Alois Reckendorf Alois Reckendorf (* 10. Juni 1841 in Trebitsch; † 11. April 1911 in Leipzig) war ein deutscher Pianist, Musikpädagoge, Hochschullehrer und Komponist.

Leben Nach dem Schulabschluss in Brünn schrieb sich Reckendorf am Wiener Polytechnischen Institut ein. Anschließend studierte er Philosophie an der Universität Heidelberg und absolvierte schließlich ein Studium am Königlichen Konservatorium in Leipzig, an dem er später von 1877 bis zu seinem Tod lehrte.

Sein bekanntester Schüler war der Pianist Wilhelm Backhaus, den er seit 1891 musikalisch ausbildete. Ab 1894 wurde Backhaus – im Alter von zehn Jahren – für fünf Jahre von Alois Reckendorf direkt am Konservatorium in Leipzig unterrichtet.

Neben Backhaus studierten bei ihm Else Gipser,Alfred Einstein: Das neue Musiklexikon, Berlin 1926, S. 226. Johan Halvorsen, Alfred Hill,Charlotte Fetherston: Alfred Hill’s Viola Concerto: Analysis, Compositional Style and Performance Aesthetic, Dissertation, Sydney 2014, S. 32. Oswin Keller,Alfred Einstein: Das neue Musiklexikon, Berlin 1926, S. 324 Johann Otto Leonhardt,Alfred Einstein: Das neue Musiklexikon, Berlin 1926, S. 376 Karl Net,Alfred Einstein: Das neue Musiklexikon, Berlin 1926, S. 442. Maud Powel,Alfred Einstein: Das neue Musiklexikon, Berlin 1926, S. 502 Alfred von Sponer,Alfred Einstein: Das neue Musiklexikon, Berlin 1926, S. 613 Gustav StrubeAlfred Einstein: Das neue Musiklexikon, Berlin 1926, S. 630. und Edith Robinson.

Neben seiner Lehrtätigkeit komponierte Alois Reckendorf kleinere Klavierstücke, Liederzyklen und bearbeitete Klavierauszüge für Konzerte.

Seine Urne wurde im Erbbegräbnis des Musikverlegers Fritzsch in der V. Abteilung des Neuen Johannisfriedhofs beigesetzt.

Werke (Auswahl) Alois Reckendorf ist der Autor zahlreicher Lieder und Klavierstücke.Alois Reckendorf. In: Alfred Remy: Baker’s Biographical Dictionary of Musicians, 3. Auflage, New York, Boston, 1919, S. 746.

Op. 1: Zwei Nocturnee für Pianoforte Op. 2: Walzer für das Pianoforte zu vier Händen Op. 3: Kleine Bilder für das Pianoforte Op. 4: Sieben Lieder für Bariton mit Pianofortebegleitung Ich gehe nicht in den grünen Hain. Heimweh. Oh, dass ich draußen läg. Sommersegen. So warm und herrlich liegt die Welt. Unergründlich. Ich küsste sie auf die Stirne kaum. Zwiegesang. Im Fliederbusch ein Vöglein saß. So wandr’ ich in die weite Welt. Falsch, aber süß. Komm falsche Dirne. Op. 5: Fünf Clavierstücke Op. 6: Sechs Lieder und Gesänge für gemischten Chor Die Rose treibt ein rothes Blatt Trennung. Er ritt so einsam durch den Wald. Heimkehr. Und wieder ritt er durch den Wald. Mit sanften Flügeln senkt die Nacht. Durch säuselnde Bäume im Mondschein. Kommt auf den Anger, muntre Buben. Op. 7. Tänze für Pianoforte zu vier Händen. Op. 8. 24 Etuden in allen Dur- und Molltonarten für Pianoforte Op. 24. Zwei Sonatinen

Reckendorf bearbeitete zahlreiche Kompositionen, unter anderem von Johan Svendsen, für dessen Carneval in Paris. Episode für großes Orchester, op. 9. und das Konzert für Violine und Orchester, op. 6 er den Klavierauszug künstlerisch umsetzte.

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Klassischer Pianist Kategorie:Musiker (Leipzig) Kategorie:Hochschullehrer (HMT Leipzig) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1841 Kategorie:Gestorben 1911 Kategorie:Mann Kategorie:Komponist klassischer Musik (20. Jahrhundert)