Der Jantschkifels, , ist ein hoher Felsgipfel in der südlichen Koralpe an der Grenze zwischen Kärnten und Slowenien. Er liegt nahe dem Dreiländereck der österreichischen Bundesländer Kärnten und Steiermark mit der Republik Slowenien.
Lage und Landschaft Der Jantschkifels liegt im südlichsten, etwas eigenständigen Massiv der Koralpe, dem Hühnerkogel (Košenjak, ), im Kamm ostwärts zum Kozji Vrh (). Östlich liegt das steirische Laaken, nördlich hinter dem Tal der Feistritz (Mučka Bistrica) Soboth, beide Gemeinde Eibiswald. Westlich liegt das kärntnerische St. Magdalena (Magdalensberg) in der Gemeinde Lavamünd am Soboth-Pass, das Gebiet gehört zur Katastralgemeinde Lorenzenberg. Direkt südlich liegt schon im Drautal das slowenische Kozji Vrh nad Dravogradom, Gemeinde Dravograd (Unterdrauburg) in der Koroška.
Der Gipfelfels stellt sich als relativ unscheinbare Felsformation in der Art der Koralm-Öfen dar – so auch der slowenische Name ‚Ofen‘, also ‚Fels‘ oder ‚Höhle‘, deutsch entlehnt Pötsche.
Der Felsen selbst bildet nicht exakt das Ländereck, auf ihm steht der Grenzstein XV/12 an der kärtnerisch-slowenischen Grenze, das eigentliche Dreiländereck ist der Stein XV/9 150 m östlich unterhalb. Dieser ist dann auch der östlichste Punkt Kärntens.
Geologie Das Gebiet bildet sich aus Granatglimmerschiefer, der sich von der Hauptmasse des Koralpenkristallins absetzt.Haymo Heritsch: Exkursion in das Kristallin der Koralpe. In: Mitteilungen des Naturwissenschaftlichen Vereins der Steiermark 93 (1963), Abschnitt Eklogitamphibolite und Amphibolite, S. 179, ganzer Artikel S. 178–198 ( S. 2). Dieser wird zur Plankogelserie der Saualpe und der östlichen Gurktaler Alpen gerechnet.Georg Kleinschmidt: Die „Plankogelserie“ in der südlichen Koralpe unter besonderer Berücksichtigung von Manganquarziten. In: Verhandlungen der Geologischen Bundes-Anstalt 1974, Heft 2–3, S. 351–362 ().
Natur und Erschließung Slowenischerseits ist die Felsformation als Naturwert (Lokalni naravne vrednot Nr. 7363) ausgewiesen. Das Gebiet gehört zum steirischen Landschaftsschutzgebiet Soboth–Radlpass (03), dem slowenischen Gebiet von Naturwert Košenjak–Kozji vrh (7330) und dem Ökologisch bedeutenden Gebiet (Ekološko pomembna območja) Košenjak (43500). Außerdem gehört es zum ausgewiesenen Lebensraum des Braunbären (Življenjsko območje medveda).
Über den Kamm führt ein Wanderweg, der zum Südalpenweg (österreichischer Weitwanderweg 03) und Grenzpanoramaweg gehört. Er wechselt hier mehrfach die Grenze und führt von Laaken über die Bergkapelle Sveti Urban () – Jantschkifels – Hühnerkogel nach Lorenzenberg.Günter Auferbauer, Luise Auferbauer: Steirisches Weinland. Rother Wanderführer, Bergverlag Rother, 2007, ISBN 978-3-7633-4311-9, Wanderung Nr. 31, S. 94 ff. Eine neuere Wegmarkierung läuft alternativ nördlich etwas unterhalb vorbei. Zustiege sind allseits über zahlreiche Forstwege möglich.
Einzelnachweise
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