Das Shikshashtakam ist ein aus acht Versen bestehendes Gebet, das im 16. Jahrhundert vom indischen Mystiker Chaitanya Mahaprabhu (1486 bis 1534) in Sanskrit verfasst wurde.

Etymologie mini|300px|Shri Chaitanya Mahaprabhu im Jagannath-Tempel Das Sanskritwort Shikshashtakam - शिक्षाष्टकं (Śikṣāṣṭakaṁ) - ist eine Zusammensetzung aus Shiksha (शिक्षा - Śikṣā) und ashtakam (अष्टकं aṣṭakaṁ). Shiksha bedeutet Anweisung und ashtakam achtfach, achtteilig (von अष्ट aṣṭa – acht). Shikshashtakam ist somit als achtfache Unterweisung zu übersetzen.

Einführung Das aus acht Versen bestehende Gebet der Gaudiya Vaishnava ist in Sanskrit niedergeschrieben. Es ist das einzige erhaltene literarische Zeugnis von Chaitanya Mahaprabhu und wird in der von Krishnadasa Kaviraja Goswami verfassten Chaitanya Charitamrita – einer in Bengali geschriebenen Hagiographie Chaitanyas - angeführt. Die in den acht Versen des Shikshashtakams enthaltenen Lehren erklären in prägnanter Form die Essenz des Bhakti-Yoga innerhalb der Gaudiya-Tradition.

Der Großteil der Philosophie Shri Chaitanyas wurde später von seinen Schülern, den Sechs Goswamis von Vrindavan, kodifiziert.

Textinhalt Die folgenden, von Shri Chaitanya Mahaprabhu in Sanskrit verfassten acht Verse, bilden die Integralität des Shikshashtakams. Sie wurden im 20. Jahrhundert von A. C. Bhaktivedanta Swami Prabhupada ins Englische übersetzt.

Die Verse stehen im Shri Chaitanya Charitamrita des Krishnadasa Kaviraja, und zwar im Antya-līlā, Kapitel 20, Verse 12, 16, 21, 29, 32, 36, 39 und 47. Der am Schluss angehängte neunte Vers in Bengali (Antya-līlā 20,65) gehört streng genommen nicht zum Shikshashtakam. Er weist vielmehr auf das spirituelle Ergebnis hin, das sich bei getreuer Rezitation aller acht Verse einstellen wird.

Bedeutung Im Shikshashtakam hebt Chaitanya Mahaprabhu die Bedeutung von Bhajan (Singen) und Japa (Rezitieren) der Namen Gottes hervor. Diese beiden Praktiken sind als Sadhana unter Gaudiya Vaishnava von äußerster Wichtigkeit. In den ersten drei Versen des Shikshashtakam wird dies deutlich hervorgehoben.

Vers 1 führt mehrere Gründe an, warum Sankirtana – das gemeinsame Singen/Rezitieren der heiligen Namen Gottes – unter Gaudiya Vaishnava Hare Krishna – bei spirituellen Praktiken betont werden sollte:

Verse Vers 1 mini|300px|Das Mahamantra

Vers 2

Vers 3

Vers 4

Vers 5 mini|300px|Yashoda und Nanda Baba mit Krishna auf der Schaukel, indischer Maler um 1755

Vers 6

Vers 7 mini|300px|Govinda, 1790/1800 Rajput-Periode

Vers 8

Zusätzlicher neunter Vers in Bengali

Einzelnachweise

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