mini|Le Scribe (Der Schreiber), 1904
Ludwig Deutsch (auch Louis Deutsch; * 13. Mai 1855 in Wien; † 9. April 1935 in Paris) war ein österreichischer Maler des Orientalismus. Er war in Paris tätig und erhielt 1919 die französische Staatsbürgerschaft.
Leben Ludwig Deutsch war der Sohn des späteren k. k. HofwechslersErlaß des Obersthofmeisteramtes von Wien vom Juni 1864. Ignaz Deutsch und der Charlotte Löwit.Jüdische Matriken von Wien, Buch B 1848–58, Band B, Zahl 2293. Er studierte nach dem Abitur von 1872 bis 1875 an der Wiener Akademie der bildenden Künste bei Anselm Feuerbach und seit 1876 bei Leopold Carl Müller.
Im Jahre 1878 zog er nach Paris, wo er sein Studium bei Jean-Paul Laurens fortsetzte. In Paris war er mit dem österreichischen Orientalisten Rudolf Ernst befreundet. Auch Deutsch spezialisierte sich im orientalen Milieu. Er gründete sein eigenes Studio in Paris in der Rue Le Pelletier.
Im Jahre 1886 unternahm Deutsch seine erste, 1890 seine zweite Reise nach Ägypten. Während seines Aufenthaltes in Ägypten sammelte Deutsch viele Skizzen und auch Fotografien, die ihm später im Pariser Studio als Vorlagen für Ölbilder dienten.
Während des Ersten Weltkrieges musste Deutsch Frankreich verlassen und verbrachte die Kriegszeit wahrscheinlich in Nordafrika.
Nach dem Krieg erhielt Deutsch 1919 die französische Staatsbürgerschaft und begann, seinen Namen „Louis Deutsch“ zu schreiben.
Werke (Auswahl) Le Tombeau du khalife, 1884 La Jeune favorite, 1888 L’Université au Caire, 1890 Garde du Palais, 1896 Le Jeu d’échecs, 1896 Le Tribut, 1897 Le Scribe, 1904
Literatur
Guenther Wimmer, Martina Haja: Les Orientalistes des Ecoles allemande et autrichienne. Courbevoie 2000. ISBN 978-2-86770-140-5
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Einzelnachweise
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