Ottenhof (oberfränkisch: Mottnhof bzw. MottnhufJ. Pfanner: Landkreis Pegnitz, S. 39. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „mottnhōf“ bzw. „mottnhūf“.) ist ein Gemeindeteil des Marktes Plech im Landkreis Bayreuth (Oberfranken, Bayern). Die Gemarkung Ottenhof hat eine Fläche von 9,240 km². Sie ist in 981 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Flurstücksfläche von 9419,16 m² haben. In ihr liegen neben dem namensgebenden Ort die Gemeindeteile Bernheck und Strüthof.
Lage Das Dorf befindet sich auf der verkarsteten nördlichen Frankenalb, die hier ein etwas unruhiges Höhenprofil hat. Die unmittelbare Umgebung liegt überwiegend in offener Flur, die von etlichen kleinen Waldinseln auf kleinen Hügeln zwischen Trockentälern durchbrochen ist. Die Staatsstraße 2163 führt nach Betzenstein (3,5 km nordwestlich) bzw. zur Anschlussstelle 46 der Bundesautobahn 9 (0,4 km südöstlich). Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Strüthof (1,7 km südlich) und an Hunger vorbei nach Eckenreuth (2,1 km westlich).
Geschichte Der Ort wurde 1437 als „Ottenhof“ erstmals urkundlich erwähnt. Der Ortsname bedeutet Zum Hof des Otto.J. Pfanner: Landkreis Pegnitz, S. 39.
Ottenhof lag im Fraischbezirk des brandenburg-bayreuthischen Oberamtes Pegnitz. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand der Ort aus 35 Häusern und 32 Scheunen. Dazu gehörten 401 Tagewerk Acker, 25 Tagewerk Wiesen, 7 Tagewerk Gärten, 50 Tagewerk Weideflächen und 3 Tagewerk Wald. Das Niedergericht, die Dorf- und Gemeindeherrschaft sowie die Grundherrschaft über sämtliche Anwesen hatte das bambergische Amt Neuhaus.J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 4, Sp. 306f. Von 1791/92 bis 1810 unterstand Ottenhof dem preußischen Justiz- und Kammeramt Pegnitz. Danach kam die gesamte Region an das Königreich Bayern.
Mit dem Gemeindeedikt wurde Ottenhof dem 1812 gebildeten Steuerdistrikt Plech zugewiesen. Wenig später entstand die Ruralgemeinde Ottenhof, zu der Bernheck, Schmierhütte und Strüthof gehörten. Sie unterstand in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Schnabelwaid (1842 Landgericht Pegnitz umbenannt) und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Pegnitz. Ab 1862 gehörte Ottenhof zum Bezirksamt Pegnitz (1939 in Landkreis Pegnitz umbenannt). Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Pegnitz (1879 in Amtsgericht Pegnitz umgewandelt). Spätestens 1877 kam das im Veldensteiner Forst gelegene Hufeisen-Waldhaus hinzu. 1964 hatte die Gemeinde eine Gebietsfläche von 9,231 km². 1970 wurde Hufeisen-Waldhaus nach Hainbronn umgemeindet. Am 1. Januar 1972 wurde die Gemeinde Ottenhof nach Plech eingegliedert.
Baudenkmäler Haus Nr. 19: Wohnstallhaus
Bodendenkmäler In der Gemarkung Ottenhof gibt es zwei Bodendenkmäler.
Einwohnerentwicklung Gemeinde Ottenhof Jahr 1818 1840 1852 1855 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1952 1961 1970Einwohner 374 417 425 443 415 409 415 418 451 443 412 409 372 374 380 374 354 354 336 495 443 421 372 364HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1799 werden diese als Häuser bezeichnet, von 1871 bis 1987 als Wohngebäude. 71 73 74 74 72 69 79 Quelle Für die Gemeinde Ottenhof inklusive Bernheck (S. 9) und Struth (S. 121).
Ort Ottenhof Jahr 1799 1818 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 Einwohner 201 225 264 221 256 200 191 215 207 186 194Häuser 35 41 42 40 37 44 52Quelle
Religion Ottenhof ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Susannae (Plech) gepfarrt. Die Katholiken sind nach St. Peter und Paul (Neuhaus an der Pegnitz) gepfarrt.
Verkehr Im öffentlichen Personennahverkehr fährt der Verkehrsverbund Großraum Nürnberg (VGN) Ottenhof tagsüber mit den Regionalbuslinien 380 und 386 sowie mit dem Anruflinientaxi 343 an.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Ort im Landkreis Bayreuth Kategorie:Ortsteil von Plech Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Bayreuth) Kategorie:Gemeindeauflösung 1971 Kategorie:Ersterwähnung 1437 Kategorie:Gemarkung im Landkreis Bayreuth