Schmälzmittel zählen zur Gruppe der Textilhilfsmittel und dienen der Fettung von Fasern (insbesondere von Wolle) vor dem Spinnen und zur Erleichterung des Spinnvorgangs zur Herstellung von Garnen. Als Schmälzmittel werden emulgierte Mineralöle, Phosphorsäureester oder Olein (technische Ölsäure) eingesetzt.Brockhaus ABC Chemie, VEB F. A. Brockhaus Verlag Leipzig 1965, S. 1245.

Die möglichst vollständige Entfernung des Schmälzmittels nach dem Spinnen ist wichtig, weil sonst ein einwandfreies Färben der Garne oder Gewebe erschwert wird.Stichwort "Schmälzmittel" in: Hans-Dieter Jakubke, Ruth Karcher (Koordinatoren): Lexikon der Chemie in drei Bänden, Spektrum Verlag, Heidelberg, Band 3, 1999, ISBN 3-8274-0381-2, S. 207. Olein kann z. B. mit Sodalösung leicht ausgewaschen werden.

Weiterhin werden Schmälzmittel auf Basis von Siliconemulsionen zur Imprägnierung von Dämmstoffen eingesetzt.

Einzelnachweise

Kategorie:Verfahren (Textilveredelung)