Das Asamhaus in München-Altstadt in der Sendlinger Straße 34 ist ein eines der berühmtesten Künstlerhäuser Europas. Von Egid Quirin Asam war es als Wohn-, Werkstatt- und Mietshaus konzipiert worden. Es wurde aus zwei mittelalterlichen Gebäuden am Ort umgebaut und erhielt ein prachtvolles Treppenhaus. Von einzelnen Zimmern konnte man durch Schächte direkt auf die Altäre der benachbarten Kirche blicken. Es ist ein Gebäude im Sinne eines Palais mit reicher Stuckfassade, errichtet von Egid Quirin Asam im Stil des Hochbarock.muenchen.de: Asam-Haus
Geschichte und Beschreibung mini|Infografik am Asamhaus Spätestens Anfang des 20. Jahrhunderts lautete die Adresse des alten Wohnhauses wohl noch Sendlinger Straße 41. Die Gebrüder Asam wohnten noch vor 1730 oder erst seit diesem Zeitpunkt darin, als sie es als ihr „Künstlerheim“ ankauften. 1733 folgte der Kauf.
Sie folgten nicht den damaligen architektonischen Gebräuchlichkeiten, sondern betrachteten die Front als Objekt freier Fassadenmalerei.
Die Fassade wurde mit reichem Stuckdekor von Egid Quirin Asam selbst angefertigt, sie diente ihnen auch als Werbung und Aushängeschild für ihr Können und stellt Allegorien des von Apoll gehüteten Musenberges der Künste dar.
Gleich daneben (stadteinwärts) erbauten die Asam-Brüder von ihrem Wohnhaus aus für sich die prachtvolle Asamkirche, die als Wallfahrts- und Beichtkirche für die Stadt diente mit dem erst kurz zuvor heilig gesprochenen, damals sehr populären Heiligen Johann Nepomuk als Patron des Beichtgeheimnisses.
links|mini|Priesterhaus (Sendlinger Straße 30) Egid Asam wurde 1749 für den inneren Ausbau der Jesuitenkirche nach Mannheim berufen. Dort starb er nach etwas mehr als einem Jahr Aufenthalt an der Podagra. Das Testament, wonach das Priesterhaus das Asamhaus für den einzigen Preis von zwei Wochenmessen erhalten sollte, wurde aus unbekannten Gründen erst nach dem Tod Asams im Ordinariat hinterlegt, wodurch es ungültig wurde. Es entstanden Erbschaftsstreitigkeiten zwischen Egid’s Sohn Franz, Schwiegersohn und Hofmusik-Trompeter Kaspar Knechtl und dem Priesterhaus. Das Priesterhaus wurde verurteilt, die Prozesskosten zu übernehmen. Nachdem Knechtl das Haus aber noch vor dem Urteil an den Baron von Chlingensberg verkauft hatte, durfte das Priesterhaus das Asamhaus durch Richterspruch für einen etwas höheren als jenen Verkaufspreis kaufen, wenn es auch lange dauerte, die dadurch entstandenen Schulden auszubezahlen.
Denkmal Das Baudenkmal ist als Einzelbaudenkmal in die Bayerische Denkmalliste eingetragen., Denkmalnummer D-1-62-000-6491
Die Beschreibung lautet:
Siehe auch Liste der Baudenkmäler in der Münchner Altstadt
Weblinks
Asamhaus auf muenchen.de
Einzelnachweise
Kategorie:Bauwerk in der Münchner Altstadt Kategorie:Rokokobauwerk in München Kategorie:Erbaut in den 1730er Jahren Kategorie:Sendlinger Straße