Beʾer Ora ( [Name eines Baches]) ist eine Gemeinde 19 Kilometer nördlich von Eilat im Süden Israels.Zohar Blumenkrantz: . In: Haʾaretz. 13. Januar 2002, abgerufen am 30. Juni 2025. In der ʿArava-Region liegt es westlich der Nationalstraße 20px, nördlich des Kibbuz Eilot und südlich von Elifaz und Timna Park. Es fällt unter die Zuständigkeit des Regionalverbands Chevel Eilot. Im Jahr hatte Beʾer Ora Einwohner.
Geschichte Vor der Gründung Beʾer Oras, dessen Namen sich aus „Brunnen“ sowie dem benachbarten Berg und Bach „Ora“ zusammensetzt, versorgte der namengebenden Brunnen als erste Frischwasserquelle Eilat, bevor dieses an das nationale Wassernetzwerk angeschlossen wurde. Das Landwirtschaftsministerium gründete 1949 an dem Brunnen () in der ʿAravah einen landwirtschaftlichen Betrieb zur Erforschung und Entwicklung von Landwirtschaft in trockenem Klima. Auf einer Webseite der Ben-Gurion-Universität im Negev ist zu lesen, dass die „klimatischen Bedingungen in Beʾer-Ora […] zu den schwierigsten in Israel [gehören], insbesondere im Sommer: Die täglichen Höchsttemperaturen liegen im Durchschnitt bei fast 40 ° C, die relative Luftfeuchtigkeit sinkt am Mittag auf 20–25 %. Die Sonnenintensität auf einer horizontalen Fläche in Beʾer Ora liegt im Hochsommer nahe bei 1 kW / m², was eine der höchsten Intensitäten der Welt ist.“Original-Zitat: „The climatic conditions in Beʾer-Ora are amongst the hardest in Israel, particularly in the summer: daily maximum temperatures average close to 40°C, relative humidity drops to 20–25 % in mid day. Solar intensity on a horizontal surface in Beʾer-Ora in mid summer days is close to 1kw/m², which is one of the highest intensities in the world.“ mini|220px|David Ben-Gurion besucht das Gadna-Camp in Beʾer Ora (1957) Die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte gründeten 1950 in Beʾer Ora das erste Gadna-Ausbildungscamp.Encyclopedia.com: BEʾER ORAH Dieses Gadna-Camp war bis Anfang der 1990er Jahre in Betrieb.Yanir Yagna: In: Haʾaretz, 16. September 2011. In David Grossmans Roman Kommt ein Pferd in die Bar spielt das Gadna-Camp Beʾer Ora eine zentrale Rolle – im Rückblick auf die Zeit Mitte der 1950er Jahre.Siehe: Gadna – eine literarische Kritik
Am 18. März 1968 wurde durch einen Anschlag der Fatah in der Nähe von Beʾer Ora ein israelischer Schulbus von einer Mine in die Luft gesprengt. Dabei wurden zwei Erwachsene getötet und zehn Kinder verletzt.Amir Oren: In: Haʾaretz, 13. Mai 2011.
Auf seinem Gelände sollte in Zusammenarbeit mit dem Jüdischen Nationalfonds (JNF) ein neues JNF-GADNA-Jugenddorfes entstehen, für das es Planungen seitens der Ben-Gurion-Universität gab.
Ob diese Planungen realisiert wurdenDas legen zumindest die Bilder auf WIKIMEDIA-Commons nahe, die Siedlungsansichten aus den Jahren 2007/2008 zeigen. und ob sie in Zusammenhang standen mit den Abbrucharbeiten von 2011, bei denen historische Gebäude des Camps – ausgenommen der Bunker, das Schwimmbad und der Brunnen – Opfer eines Asbestsanierungsprojekts wurden, lässt sich nicht feststellen.
2001 entstand neben dem verlassenen Camp das neue Beʾer Ora als Wohnsiedlung. Durch sie soll die ʿAravah belebt und mehr Menschen aus Zentralisrael in den Negev gebracht werden.
Am 4. Dezember 2014 ereignete sich in der Nähe von Beʾer Ora eine der schlimmsten Umweltkatastrophen in der Geschichte Israels. Während der Wartungsarbeiten wurde die Trans-Israel Ölpipeline beschädigt, 600.000 Gallonen Rohöl flossen aus, führten zu Atemwegserkrankungen bei Anwohnern, kontaminierten die Umwelt und bedrohten die Tierwelt.
Luftfahrt 2004 entschied die Regierung den Flughafen Eilat auf eine freie Fläche nahe Beʾer Ora zu versetzen. Diese Entscheidung fiel, da der Flughafen Eilat sehr nahe an Wohngebieten und Gewerbegebieten lag. Der neue Flughafen Ramon wurde offiziell am 21. Januar 2019 eröffnet; er ist „der bestgesicherte Flughafen des Landes. Der höchste Zaun der Welt (sechs Meter) gegen Anti-Panzer-Granaten, hochentwickelte Sicherheitskameras und Radar-Ausrüstung sollen dafür sorgen, dass am Ramon-Flughafen nichts dem Zufall überlassen wird. Der Zaun wird 34 Kilometer messen.“ Der neue Flughafen hat zudem eine wichtige strategische Bedeutung:
Literatur David Grossmann: Kommt ein Pferd in die Bar. Carl Hanser Verlag, München 2016, ISBN 978-3-446-25050-5.
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Südbezirk (Israel) Kategorie:Negev Kategorie:Gemeindegründung 2001 Kategorie:Chevel Elot