mini|Die Kirche im Jahr 2011 mini|Kirchraum mit Blick zum Altar mini|Kirchraum mit Blick zur Orgel Die römisch-katholische Kirche St. Martin in Hilberath befindet sich am Eidbusch 8 und steht seit 1994 unter Denkmalschutz.Denkmalliste nach § 3 Abs. 6 DSchG, Denkmalliste Rheinbach, Teil A Hilberath, Nr. 135 Die Kirche verfügt über die älteste spielbare Orgel des Rheinlandes.

Geschichte Erstmals 1274 wurde die ursprünglich fränkische Ortschaft Hilberath im Liber valoris erwähnt. Bereits damals gab es dort eine steinerne Martinskirche, die als Pfarrkirche einer um das Jahr 1000 gegründetenSehenswürdigkeiten und Kultur: Kirchen und Kapellen in Rheinbach, Rhein-Voreifel Touristik e.V. Pfarrei diente. Das bei Flamersheim gelegene fränkische Königsgut (Villa regia nomine flameresheim), dessen Wirtschaftshof als Hockebur bezeichnet wurde,Franzjosef Habitz: Vom Rhein zur Ahr. In: Heimatblätter der Bonner Rundschau. Nr. 10/1957, unter: St.-Martins-Kirchen im Bezirk Rheinbach, bei: www.flerzheim.de. verfügte über eine Kapelle, die dem heiligen Martin von Tours gewidmet war. Die Kirche der Hockebur als Lehen unterstellten Siedlung Hilberath wurde deshalb ebenfalls nach dem Heiligen benannt.

Im Jahr 1701 wurde mit dem Bau einer neuen Kirche begonnen, die die alte ersetzte und bereits 1703 fertiggestellt war. Sie wurde 1717 durch den Kölner Weihbischof geweiht. Seit Januar 2010 gehört die Hilberather Kirchengemeinde zur Katholischen Kirchengemeinde St. Martin, Rheinbach im Kreisdekanat Rhein-Sieg-Kreis (Erzbistum Köln).

Architektur und Ausstattung Das aus Bruchstein gemauerte und mit einer Schieferdeckung versehene Kirchengebäude ist ein einschiffiger Saalbau. Der viereckige, komplett verschieferte Turm steht über der Westseite, hier befindet sich der Eingang in einem kleinen Vorbau. Der Turm führt ein Glockenspiel mit drei Glocken, von denen zwei noch von dem Vorgängerbau stammen.

Die Inneneinrichtung der Kirche ist barock. Hier befindet sich ein von Papst Pius X. 1905 in Rom gesegnetes Bildnis der Mutter Gottes von der immerwährenden Hilfe. Der Kreuzweg in Innenraum wurde im Jahr 1993 gefertigt, da der alte Kreuzweg bei einer Renovierung verloren ging.

Bedeutend ist die in der Kirche aufgestellte Schleifladenorgel mit 7,5 Registern, deren ältestes Register vom Beginn des 17. Jahrhunderts stammt.Ludwig Weikl, , in: Die Weimbs-Orgel, caritas-fuerth.de Es ist die älteste bespielbare Orgel des Rheinlandes. Ursprünglich war sie für das Kloster Maria Stern in Essig gebaut worden; nach der Aufhebung des Klosters wurde sie im Rahmen der Säkularisation im Jahr 1805 an die evangelisch-reformierte Gemeinde in Odenkirchen verkauft. 1879 wurde sie von dort nach Hilberath verschenkt.Franz-Josef Vogt, , Website der Firma Weimbs Orgelbau Eine Restaurierung der Orgel nahm Josef Weimbs (* 1916) 1976 vor.

Siehe auch Liste der Baudenkmäler in Hilberath

Weblinks

Die Kirche auf der Website der Katholischen Kirchengemeinde St. Martin Rheinbach

Einzelnachweise und Anmerkungen

Kategorie:Kirchengebäude in Rheinbach Kategorie:Kirchengebäude im Erzbistum Köln Kategorie:Martin-von-Tours-Kirche (Patrozinium) Kategorie:Barocke Kirche Kategorie:Barockbauwerk in Nordrhein-Westfalen Kategorie:Erbaut in den 1700er Jahren Kategorie:Baudenkmal in Rheinbach Kategorie:Basilika (Bautyp) Hilberath