mini|Stupa am Wagram, Ansicht von Süden mini|Die große Buddha-Statue wurde am 24. September 2019 aufgestellt mini|Ansicht von Norden Der buddhistische Stupa am Wagram (auch Friedensstupa) ist ein 2019 erbautes Friedensdenkmal und Meditationshaus in Form eines Stupa auf der Geländestufe des Wagram in der Marktgemeinde Grafenwörth im Bezirk Tulln in Niederösterreich.

Lage Er liegt in der Katastralgemeinde Feuersbrunn, westlich des gleichnamigen Ortes sowie von Wagram am Wagram, beinahe an der Gemeindegrenze von Grafenwörth zur Gemeinde Grafenegg bzw. östlich vom Verbindungsweg (L7031) von Schloss Grafenegg nach Engabrunn sowie nördlich des Kremser Astes (Bahnstrecke Absdorf-Hippersdorf–Krems an der Donau) der Kaiser Franz Josephs-Bahn, unweit der Bahnstation Wagram-Grafenegg.

Geschichte Nachdem Projekte in Gföhl und Schwarzenbach nicht zur Realisierung gekommen waren, erfolgte am 21. März 2016 der Spatenstich friedensstupa.at, abgerufen am 9. Juni 2016Spatenstich für buddhistischen Stupa ORF Niederösterreich, 21. März 2016 für den Neubau eines Stupa mit Seminarräumen in den Weingärten an der Verbindungsstraße zwischen Engabrunn und Grafenegg in der Gemeinde Grafenwörth.Grafenwörther Bürgermeister Riedl setzt auf Meditationstempel; Initiative "Rettet den Wagram" droht mit Protestaktionen Bezirksblätter, 22. September 2015

Die Gegner des Stupa forderten analog zu Gföhl eine Bürgerbefragung.Gilbert Weisbier, Stefan Sailer: Stupa-Abstimmung wäre illegal. Nach erteilter Genehmigung für Stupa fordert die Gemeinde-Opposition Bürgerbefragung. Kurier.at, 13. Oktober 2015 Von den Gegnern wurden Naturschutzangelegenheiten und Verkehrsangelegenheiten gegen das Projekt genannt.Claudia Brandt: Wirbel um Stupa-Bau: Bürger protestieren gegen Standortwahl tips.at, 28. Jänner 2016 Die Volksanwaltschaft war für eine Aufhebung des Baubescheides und für die sofortige Einstellung der Bauarbeiten.Lukas Lusetzky: Volksanwaltschaft wandte sich direkt an Landeshauptmann. Stupa-Streit entzweit: Erwin Pröll soll rasch <heiligen Frieden> stiften. Kronen Zeitung Niederösterreich, 14. April 2016

Nachdem ein Wiedehopf-Brutpaar das Gebiet verlassen hatte, festgestellt mit einer naturschutzrechtlichen Überprüfung, wurde jedoch seitens der Bezirkshauptmannschaft Tulln vorerst ein Baubeginn freigegeben. Die Erdaushubarbeiten wurden am 3. Oktober 2016 mit Protesten und der vorübergehenden Verhaftung einer Person begonnen.Grafenwörth: Neuer Anlauf für Stupa-Baubeginn. ORF Niederösterreich, 3. Oktober 2016Jürgen Zahrl: Festnahme beim Baustart für buddhistischen Stupa kurier.at, 4. Oktober 2016

Der Bau wurde im September 2019 mit Ausnahme der Spitze fertiggestellt. Am 4. Juni 2023 wurde der Stupa eingeweiht und eröffnet.

Architektur Der Stupa wurde nach den Plänen des Architekten Matthias Rainer erbaut. Bis zur Kuppel weist der Stupa eine Höhe von 18,75 m auf, mit Spitze 32,5 Meter. Die Gartengestaltung erfolgt mit den Landschaftsplanern Gunter Hauser und Peter Kramer mit dem Bildhauer Hans Muhr.

Literatur Stupa für den Frieden. Geschichte – Fakten – Spirituelle Bedeutung. Broschüre, Stupa Institut, Altlengbach ohne Jahresangabe, 32 Seiten.

Weblinks

friedensstupa.at Der Stupa in Grafenwörth Pressespiegel der gegnerischen Bürgerinitiative Rettet den Wagram

Einzelnachweise

Kategorie:Bauwerk in Grafenwörth Kategorie:Sakralbau des Buddhismus Kategorie:Buddhismus in Österreich Kategorie:Erbaut in den 2010er Jahren