mini|Verbreitungsgebiet der Weißkinndrossel

Die Rahmbauchdrossel (Turdus amaurochalinus) ist ein Singvogel aus der Familie der Drosseln (Turdidae).P. H. Barthel, C. Barthel, E. Bezzel, P. Eckhoff, R. van den Elzen, Ch. Hinkelmann & F. D. Steinheimer: Die Vögel der Erde - Arten, Unterarten, Verbreitung und deutsche Namen, 3. ergänzte Auflage, 2022, PDF

Merkmale Der Vogel misst 22–25 cm, wiegt 52–73 g. Das Gefieder ist grau bis olivbraun auf der Oberseite, der Schnabel ist dunkelgelb, die Beine sind grau. Die Kehle ist weiß und braun gestreift. Bei adulten Vögeln sind die schwarzen Zügel charakteristisch.N. Collar und E. de Juana: Creamy-bellied Thrush (Turdus amaurochalinus), version 1.0. In: J. del Hoyo, A. Elliott, J. Sargatal, D. A. Christie und E. de Juana (Herausgeber): Birds of the World. 2020, Cornell Lab of Ornithology, Ithaca, NY, USA. Turdus albocinctus

Vorkommen Die Rahmbauchdrossel kommt in bewaldeten Gebieten im zentralen und östlichen Südamerika vor, gilt als häufig, auch in Gärten und Parks.

Geografische Variation Die Art ist monotypisch.IOC World Bird List 15.1 ThrushesAviList Core Team. 2025. AviList: The Global Avian Checklist, v2025. AviList.v2025

Verhalten Die Drossel ernährt sich von Insekten einschließlich Termiten, aber auch von Früchten und Beeren. Sie ist tagaktiv und monogam.

Etymologie und Forschungsgeschichte Die Erstbeschreibung der Rahmbauchdrossel erfolgte 1850 durch Jean Louis Cabanis unter dem wissenschaftlichen Namen T[urdus] amaurochalinus. Als Verbreitungsgebiet nannte er Brasilien.Jean Louis Cabanis (1850), S. 5 Das Publikationsdatum wird in der Literatur kontrovers diskutiert. Herman Schalow nennt für den gesamten Band 1 als Publikationsjahre 1850 bis 1851Herman Schalow (1906), S. 343., ohne zu spezifizieren welche Seiten mit welcher Lieferung des Buches kam. Burt Leavelle Monroe, Jr und Marvin Ralph Browning kamen zu dem Schluss, dass die Seiten 4 bis 13 auf den 31. Dezember 1850 datiert werden sollten.Burt Leavelle Monroe, Jr. u. a. (1991), S. 383. Christiane Quaisser und Bernd Nicolai datierten das gesamte Werk auf das Jahr 1851.Christiane Quaisser u. a. (2006), S. 18–21. Gregory Macalister Mathews kam ebenfalls zum Ergebnis, dass das Werk auf 1851 datiert werden sollte.Gregory Macalister Mathews (1922), S. 12–17. Schließlich kam John Todd Zimmer basierend auf einem Kommentar von Philip Lutley SclaterPhilip Lutley Sclater (1857), S. VIII. zu dem Schluss, dass die Seiten 1 bis 36 auf das Jahr 1850 datiert werden muss.John Todd Zimmer (1857), S. 121–122. Bereits 1758 führte Carl von Linné die für die Wissenschaft neue Gattung Turdus ein.Carl von Linné (1758), S. 168 Der Begriff stammt von ab.Turdus The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling Der Artname amaurochalinus hat seinen Ursprung in und .amaurochalinus The Key to Scientific Names. Edited by James A. Jobling Turdus ignobilis sandiae , 1933Melbourne Armstrong Carriker (1933), S. 34 wird heute als Synonym zur Nominatform betrachtet. Sandiae bezieht sich auf das Distrikt Sandia. Alfred Laubmann hatte für sein Werk Die Vögel von Paraguay sieben Bälge, gesammelt von Eugen Josef Robert Schuhmacher (1906–1973), Hans Krieg (1888–1970) und Michael Mathias Kiefer (1902–1980) in San Luis de la Sierra im Bergland des Río Apa, in Independencia und in Puerto Casado sowie in Puerto Sastre im Gran Chaco, zur Verfügung. Im Münchner Museum befand sich noch ein weiteres Exemplar, das von Georg Wieninger (1859–1925) in Bernalcue bei Asunción gesammelt wurde. In der Literatur betrachtete er SapucaiCharles Chubb (1902), S. 611. durch Charles Chubb, Paso YobaiRoberto Raúl Dabbene (1912), S. 345. durch Roberto Raúl Dabbene, im Departamento Alto ParanáArnaldo de Winkelried Bertoni (1914), S. 59. durch Arnaldo de Winkelried Bertoni, am den Berg Lorito bei Puerto PinascoAlexander Wetmore (1926), S. 357. im Departamento Presidente Hayes durch Alexander Wetmore und Fort WheelerElsie Margaret Binger Naumburg (1930), S. 330 durch Elsie Naumburg als Nachweise für das Land. Außerdem assoziierte er fälschlicherweise die Nennungen der Fahlbrustdrossel (Turdus leucomelas , 1818) aus Waikthlatingmayalwa im Gran ChacoJohn Graham Kerr (1901), S. 222. sowie Fortín Page am Río PilcomayoJohn Graham Kerr (1892), S. 122 durch John Graham Kerr und Villa FrancaClaude Henry Baxter Grant (1911), S. 82 im Departamento Ñeembucú durch Claude Henry Baxter Grant mit der Art. Ob Zoreal obscuro y blancoFélix de Azara (1802), S. 219. von Félix de Azara nun ein Weibchen der Rahmbauchdrossel oder ein Männchen der Fahlbrustdrossel ist durch seine Ausführungen nicht eindeutig zu klären.Alfred Laubmann (1940), S. 222

Gefährdungssituation Die Rahmbauchdrossel gilt als nicht gefährdet (Least Concern).

Literatur

Einzelnachweise

Weblinks

Macaulay Library

Kategorie:Drosseln