Jimmy Gunn (um 1900 – nach 1936) war ein amerikanischer Jazzmusiker (Piano) und Bandleader.
Gunn leitete in den 1930er-Jahren eine Territory Band, die ihren Sitz in Charlotte (North Carolina) hatteIAJRC Journal, Band 29. International Association of Jazz Record Collectors International Association of Jazz Record Collectors, 1996, S. 48. und 1934 aus der Studentengruppe Taylor’s Dixie Serenaders hervorgegangen war.Thomas Hennessey: From Jazz to Swing: African-American Jazz Musicians and Their Music, 1890-1935. Detroit 1994, S. 149. Zu den Musikern seiner Band gehörten u. a. der Altsaxophonist Skeets Tolbert; Harry Prather (Tuba) und Leslie Johnakins (Alt- und Baritonsaxophon), die später ihre Karriere in New York fortzsetzten. Gunn trat mit der Band u. a. auch in Philadelphia auf, wo sie der junge Dizzy Gillespie erlebte.Ralph Gleason: Conversations in Jazz: The Ralph J. Gleason Interviews. 2016
Im Mai 1931 hatte Gunn Gelegenheit, noch als Taylor's Dixie Orchestra in Charlotte für Victor Records die beiden Titel Wabash Blues und Everybody Loves My Baby einzuspielen (Victor 23277). Bei der zweiten (und letzten) Aufnahmesession Gunns am 18. Juni 1936 – diesmal für Bluebird Records – entstanden sechs Titel, darunter die zu dieser Zeit populären Nummern My Blue Heaven (B6469), Star Dust und I’ve Found a New Baby (B6500).Tom Lord: The Jazz Discography (online, abgerufen am 28. August 2016) Musikalisch orientierte sich Gunn an den Arrangements damals aktueller New Yorker Bigbandmusik.Gunther Schuller: The Swing Era The Development of Jazz 1930–1945. Oxford University Press, 1989, S. 776
Der Bandleader ist nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Kornettisten, der in den 1920er-Jahren bei Mamie Smith & Her Jazz Hounds spielte.Cary D. Wintz, Paul Finkelman: Encyclopedia of the Harlem Renaissance: A-J. 2004, S. 162.
Einzelnachweise
Kategorie:Jazz-Pianist Kategorie:Bandleader Kategorie:US-Amerikaner Kategorie:Geboren im 19. oder 20. Jahrhundert Kategorie:Gestorben im 20. oder 21. Jahrhundert Kategorie:Mann