Labdoo ist ein gemeinnütziges Hilfsprojekt, welches mit Hilfe von IT-Spenden Kindern und Jugendlichen im In- und Ausland einen Zugang zu IT und Bildung ermöglicht. Gespendete Laptops werden wiederaufbereitet und mit Lernsoftware ausgestattet, bevor sie CO2-neutral zu Schulprojekten transportiert werden.
Arbeit Labdoo ist eine weltweit tätige NGO und private Initiative von freiwilligen, ehrenamtlichen Helfern, die über das Internet koordiniert ein weltweites Hilfsprojekt bilden. Das Hilfsprojekt sammelt ungenutzte, ausgemusterte Laptops, Tablets oder E-Book-Reader für Auslandsprojekte und ggf. auch PCs für regionale Projekte im Inland. Die IT-Spenden werden wiederaufbereitet und mit Lubuntu und lizenzfreier Lernsoftware ausgestattet, um dann an Projekte in der ganzen Welt weitergeben zu werden.Start-ups in den USA. "Am wichtigsten ist die Leidenschaft". Computerwoche. 12. Januar 2012, abgerufen am 6. Dezember 2016. Mit Hilfe von sogenannten Dootrips werden die IT-Spenden CO2-neutral zu den Projekten, gebracht. Das erklärte Ziel von Labdoo ist, weltweit die digitale Kluft auf ökologisch verantwortungsvolle Weise zu verringern. Durch die Wiederverwendung von gebrauchten Laptops wird kein weiterer Elektronikschrott erzeugt, durch die Dootrips kein zusätzlicher CO2-Ausstoß. Defekte Geräte werden kostenlos ausgetauscht und zur Entsorgung zurückgeholt. Alle Leistungen werden von Freiwilligen unentgeltlich und ehrenamtlich erbracht. Die gespendeten Laptops werden kostenlos an Schulen, Heime und andere Flüchtlings- / Hilfsorganisationen weitergegeben.
Im Unterschied zur Initiative One Laptop Per Child werden bei Labdoo keine neuen Laptops an Schulen weitergegeben, sondern Gebrauchte und Wiederaufbereitete und der Transport erfolgt CO2-neutral. Die wirtschaftlichen und ökologischen Kosten sind sehr gering oder nicht vorhanden. Dies unterscheidet Labdoo von anderen Organisationen oder Initiativen dieser Art und sind die wichtigsten Merkmale von Labdoo.
Labdoo unterstützt laut Eigenbeschreibung mit über 65.000 gesammelten Laptops mehr als 3.200 Schulprojekte in 156 Ländern und erreicht so über 1.000.000 Schüler (Stand: September 2026).
Dootrip Mit Dootrip wird bei Labdoo der CO2-neutrale Transport von IT-Spenden, den Dootronics, bezeichnet. Beispielsweise werden IT-Spenden von Flug- oder Transportpaten, Touristen, Freiwilligen von NGOs, Schülern, Studenten oder Mitarbeitern der Projekte mitgenommen. Dootrips sind ein Schlüsselelement von Labdoo, da durch die Dootrips IT-Spenden zu Projekten gebracht werden ohne dabei den CO2-Ausstoß zu vergrößern. Zusätzlich entstehen durch die Dootrips keine Kosten für Labdoo, da die IT-Spenden im Gepäck der Reisenden oder anderen Transporten mitgenommen werden.
Dootronic Mit dem Wort Dootronic wird bei Labdoo jedes elektronische Gerät bezeichnet, welches mit Lernsoftware bestückt, nachhaltig transportiert wird und für einen Bildungszweck bestimmt ist. Das Wort ist eine Mischung aus Labdoo und dem englischen Wort für elektronische Geräte (electronics): Labdoo electronics. Dootronics werden innerhalb des Labdoo Netzwerkes mit einer eindeutigen 9-stelligen Nummer und einem QR-Code markiert. Mit Hilfe der Nummer oder des QR-Codes gelangt man zur URL des spezifischen Dootronics. Die Seite des jeweiligen Dootronics bietet zur Historie und gerätespezifische Informationen, wie zum Beispiel die Seriennummer und auch den Status des Gerätes, um Rückverfolgbarkeit und Transparenz zu gewährleisten.
Labdoo Hub Dort, wo Labdoo-Helfer regelmäßig Laptops aufbereiten, recyclen, sammeln oder andere Labdoo-Aktivitäten ausführen, können Labdoo Hubs gegründet werden. Oft sind Hubs Schulen, Universitäten, Privathaushalte oder Firmen. Neben den Hubs gibt es Labdoo Annahmestellen. Die Annahmestellen haben die Funktion, IT-Spenden für Labdoo anzunehmen, die dann an ein Hub weitergeleitet werden. Die 4 bestehenden, gemeinnützigen Vereine fördern in den einzelnen Ländern die Aktivitäten der Labdoo Hubs, Labdoo Annahmestellen und Helfer, z. B. durch Übernahme von Kosten für Ersatzteile, Reparaturen, Logistik usw.
Geschichte 2010 wurde Labdoo von Jordi Ros-Giralt in den USA gegründet und als gemeinnütziger Verein registriert. Einige Monate vorher, im September 2009, wurde die erste IT-Spende, ein Laptop, auf der Webseite registriert. Jordi Ros-Giralt begann schon im Jahr 2005 als Ingenieur ohne Grenzen, für eine Schule in Guatemala Laptops zu sammeln und wiederaufzubereiten. Aus dieser Idee heraus wurde ein skalierbares und nachhaltiges Konzept entwickelt, woraus letztendlich Labdoo entstand.
Labdoo in Deutschland mini|alternativtext=Labdoo Logo DACH|Labdoo Logo DACH Labdoo startete im Januar 2012 in Deutschland, im Januar 2013 wurde der gemeinnützige Förderverein Labdoo.org e. V. gegründet. In Deutschland gibt es mehr als 20 Labdoo Hubs und mehr als doppelt so viele Annahmestellen.
Auszeichnungen Labdoo.org e. V. gehörte 2016 zu den 100 Gewinnern des Google Impact Challenge Award. Labdoo.org e. V. war 2016 eines von 3 nominierten Projekten in der Kategorie Recycling und Ressourcen des GreenTec Awards.Gewinner und Nominierte der GreenTec Awards 2006-2016 Labdoo.org e. V. war 2017 eines von 3 nominierten Projekten in der Kategorie Sustainable Development des GreenTec Awards. Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel zeichnete 2016 das Projekt, im Rahmen des Projektes von startsocial e. V., für sein soziales Engagement aus. Radio Mülheim. 31. Juni 2016, abgerufen am 6. Dezember 2016. Ralf Hamm, der Gründer und Vorstand von Labdoo.org in Deutschland, erhielt am 5. Dezember 2022 für seine Arbeit das Bundesverdienstkreuz (Bundesverdienstorden am Bande).
Labdoo in der Schweiz Labdoo startete im Februar 2012 in der Schweiz, im Juli 2015 wurde der Verein Labdoo.org gegründet. In der Schweiz gibt es einen Hub mit mehr als 30 Annahmestellen.
Der Computerhersteller Lenovo Schweiz kooperiert mit dem Verein. IT-Business 4. Juli 2016, abgerufen am 6. Dezember 2016. greenbyte.ch vom 4. Juli 2016, abgerufen am 6. Dezember 2016.Lenovo Schweiz spendet alte Laptops. Swiss IT Magazine 4. Juli 2016, abgerufen am 6. Dezember 2016.Lenovo und der Gute Zweck digitaldaily.ch vom 9. Mai 2017, abgerufen am 12. Juni 2017.
Computacenter Schweiz, ein herstellerübergreifender Dienstleister für Informationstechnologie, unterstützt den Verein.Labdoo gewinnt Computacenter als Partner. IT-Markt 15. Dezember 2016, abgerufen am 6. Januar 2017. ictk.ch vom 16. Dezember 2016, abgerufen am 6. Januar 2017.Computacenter nimmt Computer für Labdoo entgegen. Swiss IT Magazine 16. Dezember 2016, abgerufen am 6. Januar 2017.
Scout24 Schweiz, ein Schweizer Netzwerk von Online-Marktplätzen, ist Projektpartner von Labdoo.Scout24 ist Projektpartner von Labdoo. ONLINE PC.ch vom 10. Juli 2017, abgerufen am 28. Juli 2017.
Kinderdorf Pestalozzi, ein international tätiges Kinderhilfswerk, ist offizielle Partnerin von Labdoo.Die Stiftung Kinderdorf Pestalozzi ist offizielle Partnerin von Labdoo. Webseite der Stiftung vom 18. Dezember 2019, abgerufen am 17. Januar 2020.
Labdoo Schweiz ist einer von 16 Finalisten der weltweit ersten "Love on" Mini-Grants – eine Initiative, die von der Lenovo Foundation am 22. Oktober 2018 ins Leben gerufen wurde. Lenovo Storyhub 14. Februar 2019, abgerufen am 14. Februar 2019.
Labdoo in Spanien In Spanien existiert seit 2014 der gemeinnütziger Verein Associació Labdoo.org Catalunya.
Labdoo in den USA In den USA existiert seit 2010 der gemeinnützige Verein Labdoo Inc.
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Einzelnachweise
Kategorie:Bildungsprojekt Kategorie:Entwicklungshilfeorganisation