mini|Smartphones Pixel und Pixel XL (1. Generation, 2016) Pixel ist der Markenname einer seit 2013 erscheinenden Reihe von Geräten des US-amerikanischen Unternehmens Google, die als Betriebssysteme entweder Android oder ChromeOS verwenden. Die Android-Geräte gelten als die Nachfolgegeräte der Nexus-Reihe.

Smartphones Pixel und Pixel XL

Die ersten Pixel-Smartphones, die am 4. Oktober 2016 erschienen, bewarb Google als „Made by Google“. Die Geräte wurden von HTC gefertigt und waren wesentlich teurer als vorherige Nexus-Geräte. Das erste Pixel und Pixel XL hatten Aluminiumgehäuse. Auf der Rückseite bestand das obere Drittel aus Glas. Darin befand sich auch der Fingerabdrucksensor. Als Prozessor kommt ein Snapdragon 821 mit 2,15 GHz + 1,6 GHz mit 4 GB RAM zum Einsatz. Über einen USB-C-Anschluss kann der fest eingebaute Akku mit 2,77 Ah bzw. 3,45 Ah (Pixel XL) mit 18 W aufgeladen werden. Für damit angefertigte Fotos gewährte Google kostenlosen Speicherplatz auf Google Fotos. Die UVP lag bei 759 € für das Pixel und 899 € für das Pixel XL. Der Aufpreis für 128 GB lag bei 140 €, verglichen mit der kleineren Speichervariante von 32 GB.

Google garantierte neue Android-Versionen für zwei Jahre und Sicherheitskorrekturen für drei Jahre nach Erscheinen der Geräte. Im September 2019 erhielt die erste Pixel-Generation trotz Ablauf der Updategarantie die Aktualisierung auf Android 10. Das letzte Sicherheitsupdate für Android 10 erhielt die erste Pixel-Generation Ende 2019.

Pixel 2 und Pixel 2 XL

Im Oktober 2017 stellte Google die Nachfolger Pixel 2 und Pixel 2 XL vor. Das Pixel 2 stellte wieder HTC her, das Pixel 2 XL kam von LG. Beide Smartphones wurden mit einem Snapdragon 835 ausgestattet, der mit 4 × 2,5 GHz und 4 × 1,9 GHz getaktet wurde. Die Kamera steuerte ein Dual-Pixel-Sensor mit dediziertem Bildprozessor (Pixel Visual Core) an. Damit angefertigte Fotos konnten bis Januar 2021 kostenlos in Google Fotos gespeichert werden. Seither ist nur der Speicherplatz für Fotos in „hoher Qualität“ kostenlos. Die Preise begannen mit jeweils 64 GB Speicher bei 799 € für das Pixel 2 und 939 € für das Pixel 2 XL. Für 128 GB war der Aufpreis 110 €.

Google garantierte neue Android-Versionen und Sicherheitskorrekturen bis 31. Oktober 2020. Dies war ein Jahr länger als bei anderen Herstellern üblich. Das letzte Sicherheitsupdate für Android 11 erhielt die zweite Pixel-Generation im Dezember 2020.

Pixel 3 und Pixel 3 XL

Am 9. Oktober 2018 stellte Google die Geräte Pixel 3 und Pixel 3 XL vor. Diese waren durch die Gehäuserückseite aus Glas kontaktlos per induktivem Qi-Ladestandard zu laden. Sie enthielten einen Qualcomm-SoC vom Typ Snapdragon 845 (2,5 und 1,6 GHz). Die Hauptkamera bot 12,2 MP Auflösung, zwei Kameras auf der Vorderseite (Weitwinkel und Tele) hatten jeweils 8 MP. Im Vergleich zum Vorgänger war das Gerät nach IPX8 gegen dauerndes Untertauchen geschützt. Als zusätzliche neue Hardware kam ein Titan-M-Chip zum Einsatz, wie er auch auf Google-Servern verwendet wird. Dieser soll den ungeschützten Zugriff auf sensible und verschlüsselte Daten sowie den Bootloader erschweren. Als Hardwarehersteller griff Google auf Foxconn zurück. Das Pixel 3 kostete zum Marktstart 849 €, das Pixel 3 XL 949 €, jeweils mit 64 GB Speicher. Der Aufpreis für 128 GB betrug 100 €.

Google garantierte neue Android-Versionen und Sicherheitskorrekturen bis Ende Oktober 2021. Das letzte Update erschien im Februar 2022.

Pixel 3a und Pixel 3a XL Am 7. Mai 2019 stellte Google das Pixel 3a sowie das Pixel 3a XL vor. Der Preis lag zur Markteinführung bei 399 € für das Pixel 3a und 479 € für das Pixel 3a XL, jeweils mit 64 GB. Sie unterscheiden sich durch den günstigeren Preis und Abstriche von den Pixel-3-Modellen, womit sie in einem niedrigeren Preissegment platziert sind. Zu diesen Abstrichen zählt die fehlende Qi-Ladefähigkeit und IP-Zertifizierung, der schwächere Snapdragon-670-SoC, ein dickeres Polycarbonat-Gehäuse im Unterschied zu Metall und Glas, die fehlende Weitwinkel-Kamera auf der Vorderseite, ein langsameres Modem, größere Bildschirmränder, die Verwendung von Dragontail-Glas anstatt Gorilla Glass auf der Vorderseite, eine langsame USB-2.0-Schnittstelle, welche jedoch weiterhin die moderne Typ-C-Bauform hat, und die Tatsache, dass kabelgebundene In-Ear-Kopfhörer im Lieferumfang enthalten sind, während beim Pixel 3 und 3 XL die kabellosen Pixel Buds mit einer UVP von 249 € mitgeliefert werden. Neben dem weitaus niedrigeren Preis ist der größere Akku ein Vorteil der 3a-Geräte. Die vom Pixel 3 übernommene Kamera auf der Rückseite galt als Alleinstellungsmerkmal in diesem Preissegment. Auch die Software wurde von teureren Geräten übernommen. Aufgrund der Materialien sind die Geräte leichter als die Pixel-3-Modelle. Im Gegensatz zu den High-End-Pixel-Geräten wird bei den Pixel-3a-Modellen wieder ein 3,5-mm-Klinkenschluss für Kopfhörer verbaut.

Google garantierte neue Android-Versionen und Sicherheitskorrekturen bis Ende Mai 2022. Das letzte Update erschien im September 2022.

Pixel 4 und Pixel 4 XL

Die im Oktober 2019 erschienenen Pixel-4-Geräte erhielten erstmals 6 GB RAM und einen Snapdragon-855-SoC (4× 2,84 Ghz + 4× 1,78 Ghz). Beide Kameras auf der Rückseite haben 16 MP für Tele- und 12 MP für Weitwinkel, die zweite Frontkamera der Vorgängermodelle entfällt. Die Bildverarbeitung wurde durch den neuen „Pixel Neural Core“ im Vergleich zu den Vorgängermodellen erneut verbessert, welche sich auch für Astrofotografie eignen soll. Neu ist die „Motion Sense“ genannte Gestensteuerung. Weiterhin entfällt der Fingerabdrucksensor der Vorgängermodelle. Google nutzt „Face Unlock“ mittels Gesichtserkennung, welches durch mehrere Sensoren im Bildschirm realisiert wird. Der Bildschirm hat bei beiden Modellvarianten ein Seitenverhältnis von 19:9 und eine dynamische Bildwiederholfrequenz mit 60 oder 90 Hz. Wie die Vorgängermodelle können Pixel-4-Geräte mit einer eSIM genutzt werden. Der Akku ist nur 2800 mAh groß und damit kleiner als im Vorgänger (2915 mAh). Das XL hat 3700 mAh und damit mehr als der Vorgänger (3430 mAh). Die Preise waren günstiger als beim Vorgänger. Das Pixel 4 mit 64 GB Speicher kostete 749 €, das Pixel 4 XL mit gleich viel Speicher 899 €. 128 GB Speicher kosteten jeweils 100 € Aufpreis.

Google garantierte neue Android-Versionen und Sicherheitskorrekturen bis einschließlich Oktober 2022.

Pixel 4a

Google präsentierte am 3. August 2020 mit dem Pixel 4a eine günstigere Einstiegsvariante des Pixel 4, welches auch Nachfolger des Pixel 3a ist. Wie beim Vorgänger kam ein leistungsschwächerer Prozessor (Snapdragon 730G) im Vergleich zu den teureren Pixel-4-Modellen (Snapdragon 855) zum Einsatz. Die weitere Hardware wurde gegenüber dem Pixel 3a aufgewertet. So werden nun 6 GB Arbeitsspeicher statt 4 GB verbaut, es stehen 128 GB schnellerer UFS-2.1-Speicher anstelle von eMMC und eine USB-3.0-Schnittstelle zur Verfügung. Die duale Hauptkamera entfällt, die 12-MP-Weitwinkelkamera entspricht dem des Pixel 4, jedoch ohne die Bildoptimierungsfunktionen des „Pixel Neural Core“. Gegenüber dem Pixel 3a ist das Gerät als auch der Displayrand kleiner geworden, wodurch die vordere Kamera in den Bildschirm integriert werden konnte und nur durch ein „Punch Hole“ auffällt. Das Pixel 4a verwendete wieder Gorilla Glass 3 anstelle von Dragontail-Glas. Anders als bei den Pixel-4-Modellen setzt Google wieder auf einen Fingerabdrucksensor zum Entsperren des Gerätes. Auch war ein 3,5-mm-Klinkenanschluss vorhanden. Die UVP lag bei 349 € und damit 50 € günstiger als beim Pixel 3a. Dabei hat das Pixel 4a doppelt so viel Speicherplatz.

Google garantierte neue Android-Versionen und Sicherheitskorrekturen bis Ende August 2023.

Pixel 5 und Pixel 4a (5G) Der Nachfolger des Pixel 4 wurde am 30. September 2020 vorgestellt. Im Vergleich zum Vorgänger entfällt die Gestensteuerung, Face Unlock und die Rückseite aus Glas. Nun wird wieder ein Fingerabdrucksensor auf der Gehäuserückseite verwendet, welche aus Aluminium besteht und kabelloses Laden nach Qi-Standard ermöglicht. Google setzt beim Pixel 5 erstmals keinen Snapdragon-Prozessor der 800er Serie ein, sondern mit dem Snapdragon 765G eine CPU der oberen Mittelklasse. 8 GB Arbeitsspeicher und 128 GB Flash-Speicher stehen zur Verfügung. Das Pixel 5 ist mit seinem 6-Zoll-Display unwesentlich größer als das zuvor erschienene Pixel 4a. Der Bildschirm hat eine Auflösung von 2340 × 1080 Bildpunkten im Seitenverhältnis von 19,5:9 bei 90 Hz Bildwiederholfrequenz. Die Frontkamera und die Hauptkamera entsprechen denen des Vorgängermodells. Die sekundäre Weitwinkel-Kamera der Rückseite des Pixel 5 wurde aufgewertet und hat nun ein 107-Grad-Sichtfeld mit einer Blende von f/2,2 (Vorgänger f/2,4). Erstmals unterstützt ein Pixel-Smartphone Videoaufnahme in 4K und mit 60 fps, in Full HD sind bis zu 240 fps möglich. Das Pixel 5 unterstützt den Mobilfunkstandard 5G und hat einen Akku mit 46 % mehr Kapazität als der Vorgänger (4080 mAh statt 2800 mAh).Süddeutsche Zeitung: Rezension / Test Zum Marktstart kostete es 629 €.

Auch das Pixel 4a (5G) mit 5G-Mobilfunkstandard-Unterstützung wurde am 30. September 2020 präsentiert. Es verfügt über die gleiche rückwärtige Dualkamera und den gleichen Prozessor (Snapdragon 765G) wie das höherpreisige Pixel 5. Durch das 6,2 Zoll große Display ist das 5G-Modell aber größer und schwerer. Der Akku ist mit 3885 mAh größer als der des Pixel 4a (3140 mAh), aber kleiner als der im Pixel 5 (4080 mAh). Die UVP war 499 €.

Für das Pixel 5 garantierte Google neue Android-Versionen und Sicherheitskorrekturen bis einschließlich Oktober 2023, für das Pixel 4a (5G) bis einschließlich November 2023. Im Februar 2024 wurde außerplanmäßig ein weiteres Update für beide Modelle bereitgestellt.

Pixel 5a (5G) Google präsentierte am 17. August 2021 das Pixel 5a 5G, welches eine leicht überarbeitete Version des Pixel 4a 5G ist. Die Spezifikationen von Prozessor, Arbeitsspeicher und Kameras entsprechen dem Vorgänger, jedoch ist die Akkukapazität höher. Das Gerät ist seit dem 26. August 2021 in den Vereinigten Staaten und Japan bestellbar.

Pixel 6 und Pixel 6 Pro

Die Geräte wurden am 19. Oktober 2021 vorgestellt. Als Prozessor kam erstmals ein von Google entwickelter SoC mit 5-nm-Strukturgröße zum Einsatz. Der gemeinsam mit Samsung entwickelte Google-Tensor-Chip basiert offensichtlich auf Samsungs Exynos-Familie. Google Tensor verfügt über eine Achtkern-ARM-Konfiguration, wovon zwei Hochleistungskerne (Cortex X1) sind. Die sechs weiteren Kerne bestehen aus zwei Cortex-A76- und vier -A55-Kernen, welche Aufgaben im Teillastbereich erfüllen und für Energieeffizienz ausgelegt sind. Mit Hilfe einer „Tensor Processing Unit“ (TPU) kann der SoC dabei Aufgaben für maschinelles Lernen übernehmen und soll dabei weniger als die Hälfte der Rechenleistung bisheriger Pixel-Modelle benötigen. Als Anwendungsfälle werden eine präzisere Spracherkennung, eine Live-Übersetzungsfunktion oder verschiedene Optimierungen im Video- und Fotobereich genannt. So können zum Beispiel aus Fotos, die mit den Pixel-6-Modellen aufgenommen wurden, unerwünschte Objekte mit Hilfe eines „Magic Eraser“ entfernt werden oder verwackelte Aufnahme korrigiert werden. Google sichert das Gerät mit Hilfe eines Titan-M2-Chips gegen Kompromittierung ab, welches das Gerät auch gegen Einflüsse wie Spannungsstörungen oder elektromagnetische Analysen schützt. Das Pixel 6 mit 128 GB kostete zum Marktstart 649 €. Das Pixel 6 Pro war mit 128 GB oder 256 GB zum Preis von 899 € oder 999 € erhältlich.

Während das Pixel 6 über ein Dual-Kamerasystem mit 48 Megapixel bei der Haupt- und 12 Megapixel bei der Weitwinkelkamera verfügte, enthielt das Pro-Modell ein Dreifach-Kamera-System mit zusätzlichem Teleobjektiv mit Periskop-Zoom. Die Ausgabe der hochauflösenden Fotos erfolgt durch ein 4:1-Binning mit 12 bzw. 12,5 MP. Beide Modelle verfügten über je eine Frontkamera mit 8 (Pixel 6) bzw. 11,1 MP Auflösung (Pixel 6 Pro).