Die Coral English Open 2016 waren ein Weltranglistenturnier im Rahmen der Snooker Main Tour 2016/17 und wurden vom 10. bis 16. Oktober 2016 in der Event City in Manchester in England ausgetragen. Das Turnier fand erstmals statt und war Teil der Home Nations Series mit vier Turnieren in den vier Landesteilen des Vereinigten Königreichs.
Im sechsten Frame der ersten Runde gelang Alfie Burden das 122. offizielle Maximum Break. Es war das erste der Home Nations Series und das erste in der Karriere des Engländers.
Sieger wurde der Chinese Liang Wenbo, der zum ersten Mal bei einem vollwertigen Ranglistenturnier gewann. Er besiegte Judd Trump im Finale mit 9:6. Der Engländer hatte eine Woche zuvor das European Masters gewonnen.
Preisgeld Für alle vier Turniere der Home Nations Series war das Preisgeld gleich und lag im Mittelfeld aller Main-Tour-Turniere. Für den Spieler, der alle vier Turniere der Serie in einer Saison gewinnen sollte, war zusätzlich ein Sonderpreis von 1 Million Pfund ausgesetzt.
Preisgeld Sieger 70.000 £ Finalist 30.000 £ Halbfinalist 20.000 £ Viertelfinalist 10.000 £ Achtelfinalist 6.000 £ Letzte 32 3.500 £ Letzte 64 2.500 £ Höchstes Break 2.000 £ Maximum Break 10.000 £ Insgesamt 366.000 £
Turnierergebnisse Erste Runde bis Achtelfinale Das Turnier wurde im selben Format ausgetragen wie in den Jahren zuvor die Welsh Open: Ohne vorherige Qualifikation traten in der ersten Runde 128 Spieler an. Von den Main-Tour-Profis nehmen 121 Spieler teil, die übrigen Plätze wurden aufgefüllt durch Jamie Bodle und Wayne Townsend, die Finalisten der English Amateur Championship, die die zwei Wildcards des englischen Verbands bekommen hatten, sowie weiteren Amateuren, die sich über eine Q-School-Rangliste qualifiziert hatten. Bis zum Achtelfinale wurde auf vier Gewinnframes (Modus Best of 7) gespielt.
In Runde 1 gelang Alfie Burden, der zuvor beim European Masters das Viertelfinale erreichte, gegen Daniel Wells sein erstes offizielles Maximum Break. Den anschließenden Entscheidungsframe verlor Burden jedoch und schied mit 3:4 aus.
Die Halbfinalisten aus Bukarest zogen alle souverän in die nächste Runde ein. Mark Selby und Ronnie O’Sullivan setzten sich mit glatten 4:0-Siegen durch, Judd Trump und Neil Robertson gewannen jeweils 4:1. Dem Australier gelang in Frame zwei ein 139er Break.
Mit Mühe bezwang Mark Williams Landsmann David John mit 4:2, nachdem Williams im Eröffnungsframe die Pomeranze beschädigt hatte. Stuart Bingham drehte noch einen 1:3-Rückstand gegen Robert Milkins und gewann mit 4:3. Ein Break-Festival lieferten sich Xiao Guodong und Michael Holt. Der Chinese zog mit zwei Centuries von 102 und 135 Punkten mit 3:0 davon, ehe der Engländer mit einer 105 verkürzte. Xiao ließ sich die Führung aber nicht mehr nehmen und setzte sich mit 4:1 durch.
Obere Hälfte 1
Obere Hälfte 2
Obere Hälfte 3
Obere Hälfte 4
Untere Hälfte 1
Untere Hälfte 2
Untere Hälfte 3
Untere Hälfte 4
WC = Wildcard-Spieler des englischen Verbands EASB A = Amateurspieler (während der Saison 2016/17 nicht auf der Main Tour; Qualifikation über die Q-School-Order-of-Merit) kl. = kampflos weiter
Viertelfinale bis Finale
Finale Judd Trump hatte zuvor das European Masters gewonnen und war zuvor in zwei Wochen in 14 Partien ungeschlagen geblieben. Liang Wenbo stand nach dem Shanghai Masters 2009 und der UK Championship 2015 in seinem dritten Ranglistenturnierfinale. Der Chinese hatte den besseren Start und verpasste zweimal knapp ein Century-Break, doch Trump konnte wieder ausgleichen. Danach zog Liang wieder davon und ging mit einer 5:3-Führung in die Sessionpause. Am Abend setzte der Engländer mit einem 132er Break ein Ausrufezeichen, doch Liang erhöhte mit zwei hohen Breaks danach seinen Vorsprung auf 7:4. Danach kam aber wieder Trump besser ins Spiel und stellte den Anschluss her. Beim Stand von 7:6 ging er im 14. Frame mit 41 Punkten in Führung, doch statt des Ausgleichs folgte ein 62er Break von Liang. Auch im umkämpften folgenden Frame behielt er die Oberhand und gewann damit sein erstes Weltranglistenturnier. mini|hochkant|Sieger Liang Wenbo
Century-Breaks Mit dem optimalen Break von 147 Punkten gelang Alfie Burden das höchste Break des Turniers. Insgesamt wurden im Turnier 63 Breaks mit dreistelliger Punktzahl erzielt, 41 Spielern gelang mindestens ein Century-Break. Obwohl ihm im Endspiel keines gelang, schaffte Turniersieger Liang Wenbo mit 5 Centurys die meisten.
Alfie Burden 147 Li Hang 140 Neil Robertson 139, 125, 121, 102 Liang Wenbo 138, 136 (2×), 134, 106 Allister Carter 138 Mark Williams 138 Tian Pengfei 136 Xiao Guodong 135, 106, 102 Joe Perry 134 Judd Trump 134, 132, 120 Mark Allen 132 Zhao Xintong 130, 107 Chris Wakelin 130, 106 Zhang Anda 130 Stephen Maguire 126, 117, 110 Kritsanut Lertsattayathorn 126 Mark Joyce 125 Anthony McGill 122 Ian Preece 121 Kyren Wilson 118, 103 Stuart Bingham 116 (2×) Ricky Walden 116, 115 Martin Gould 115 John Higgins 114, 103 Barry Hawkins 114 Zhou Yuelong 113 Scott Donaldson 112 David Gilbert 111, 102 Duane Jones 111 Ronnie O’Sullivan 110 Ding Junhui 108, 106 Shaun Murphy 108 Tom Ford 107 Ben Woollaston 107 Michael Holt 105 Ross Muir 105 Allan Taylor 104 Marco Fu 103, 100 Rory McLeod 101 Ryan Day 100 Rod Lawler 100
Quellen
Weblinks 2016 English Open bei CueTracker (englisch)
Kategorie:Snookerveranstaltung 2016 Kategorie:Billardturnier in Manchester #2016