François Gouin (1831–1896) war ein französischer Sprachlehrer.
Im Jahre 1880 wies er auf die Wichtigkeit einer strukturierten Darbietung des Lehrstoffes hin, indem er in seinem Konzept den alltagsorientierten Wortschatz nach assoziativen Zusammenhängen gruppierteMałgorzata Sikorska, Lublin, Zum Wandel der Progressionskonzeptionen im Fremdsprachenunterricht, in Kwartalnik Neofilologiczny, LX, 1/2013, Seiten 29–49, Seite 30. Nach Gouin soll man eine Fremdsprache lernen, wie man als Kind die Muttersprache erlernt hat. Das wichtigste beim Sprachenlernen sei nicht das Sehen, sondern das Hören. Dabei soll man die Muttersprache zur Seite lassen und die Regeln der Fremdsprache durch Intuition lernenPaul Weinig, Goethe-Institut Frankfurt, "Sin ze leren ân als verdrissen" Deutsch als Fremdsprache: ein Fach und seine Methoden, S. 245, Seiten 239–262, in Brigitte Handwerker (Hg.), Fremde Sprache Deutsch. Grammatische Beschreibung – Erwerbsverläufe – Lehrmethodik. Tübingen: Gunther Narr Verlag, 1995 (Tübinger Beiträge zur Linguistik 409), 292 S., ISBN 3-8233-5074-9. Die Vermittlung einer Fremdsprache sollte ohne die Erklärung von Grammatikregeln und ohne die Hilfe der Übersetzung vor sich gehen. Die lebendige Sprache sollte im Mittelpunkt des Unterrichts stehen mit Hilfe von Assoziationen, Visualisierungen und Lernen durch die Sinne durch spielerische Aktivitäten mit Bezug auf AlltagssituationenAugustin Joël Noumo, Der Beitrag der Literatur zum Kameruner Daf-Unterricht am Beispiel literarischer Texte aus dem Lehrwerk "Ihr und Wir", Hamburg, Diplomica Verlag GmbH, 2014, 92 Seiten, ISBN 978-3-95850-704-3, Seite 9.
Einzelnachweise
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