mini|Maja Lasić (2017) Maja Lasić (* 19. Mai 1979 in Mostar, Sozialistische Föderative Republik Jugoslawien) ist eine deutsche Politikerin (SPD). Sie ist seit 2023 erneut Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin, dem sie bereits von 2016 bis 2021 angehörte. Zwischen Oktober 2022 und März 2023 war sie Bezirksstadträtin für Schule, Sport, Weiterbildung und Kultur des Berliner Bezirks Mitte.
Biografie Maja Lasić kam 1993 als Flüchtling während des Bosnienkriegs nach Deutschland. Hier besuchte sie weiter die Schule und studierte nach dem Abitur in Bielefeld von 1998 bis 2003 Biologie und Chemie an der Westfälischen Wilhelms-Universität mit Diplomabschluss in Biologie. Sie wurde 2008 an der Universität Stuttgart mit einer Arbeit zu einem biochemischen Thema promoviert und war dann zwei Jahre bei einem Pharmaunternehmen tätig. Anschließend engagierte sie sich bei Teach First Deutschland. Von 2012 bis 2016 war sie Mitarbeiterin des Abgeordneten Josip Juratovic.
Partei und Politik Lasić wurde bei der Wahl zum Abgeordnetenhaus von Berlin 2016 im Wahlkreis Mitte 7 direkt in das Abgeordnetenhaus gewählt.Wahlen zum Abgeordnetenhaus 2016, Ergebnisse Sie war dort bildungspolitische Sprecherin der SPD-FraktionAnna Klöpper: „Das Bedürfnis, wirksam zu sein“. die tageszeitung, 3. Juli 2022. . Nachdem sie ihr Direktmandat bei den Wahlen zum Abgeordnetenhaus im September 2021 an die Grüne Laura Neugebauer verlor und auch nicht über einen sicheren Listenplatz verfügte, schied sie im September 2021 aus dem Abgeordnetenhaus aus.
Nach ihrem zwischenzeitlichen Ausscheiden aus dem Abgeordnetenhaus begann sie als Quereinsteigerin die Ausbildung zum Lehramt in einer sogenannten Brennpunktschule in Berlin-Wedding.
Im Oktober 2022 wurde sie zur Bezirksstadträtin für Schule, Sport, Weiterbildung und Kultur des Berliner Bezirks Mitte gewählt. Bei der Wiederholungswahl 2023 wurde sie erneut ins Abgeordnetenhaus von Berlin gewählt.
Seit Oktober 2022 ist sie Gründungsvorstand des Arbeitskreises Säkularität und Humanismus in der SPD.
Kontroversen Im März 2026 wurden im Zusammenhang mit innerparteilichen Konflikten im Berliner Kreisverband Mitte der SPD Vorwürfe gegen Lasić öffentlich. Im Zentrum stand ein mutmaßlicher körperlicher Übergriff auf ein Parteimitglied bei einem Funktionärstreffen im September 2025.
Nach Darstellung des Betroffenen soll Lasić ihn im Vorfeld der Veranstaltung zur Rede gestellt, am Arm ergriffen und diesen „schmerzhaft“ verdreht sowie verbal bedroht haben. Mehrere Parteimitglieder sollen den Vorfall beobachtet haben.
Lasić wies die Vorwürfe zurück und ließ über ihren Rechtsbeistand mitteilen, es habe lediglich einen verbalen Streit gegeben. Der Vorgang wurde parteiintern aufgegriffen und führte zu weiteren Spannungen innerhalb des Kreisverbands, der bereits zuvor von Konflikten um Personalentscheidungen geprägt war.
Im April 2026 kontaktierte Lasić zudem ehemalige Mitarbeiter und räumte mögliche Fehler im Umgang mit Personal ein, bot Gespräche zur Aufarbeitung an und verwies auf ein begonnenes Coaching im Bereich Personalführung.
Weblinks
Homepage Kurzbiografie bei der SPD Berlin
Einzelnachweise
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