Sdolbuniw (; ) ist eine ukrainische Stadt mit etwas mehr als 24.000 Einwohnern. mini|links|Blick auf den Ort mini|links|Ulas-Samtschuk-Denkmal im Ort

Lage Sdolbuniw liegt in der Oblast Riwne im Nordwesten der Ukraine südlich der Oblasthauptstadt Riwne. Die nächstgrößeren Städte sind Riwne und Ostroh. Im 19. Jahrhundert bekam die Ortschaft durch die heutigen Bahnlinien Kowel–Kosjatyn und Lwiw–Sdolbuniw Anschluss an das Eisenbahnnetz.

Geschichte Die Stadt wurde 1497 zum ersten als Dolbunow erwähnt.

Teil der Geschichte Sdolbuniws ist die Ermordung mehrerer hundert jüdischer Männer am 7. August 1941 durch ein Kommando der Einsatzgruppe C, unter Mitverantwortung des Gebietskommissars Georg Marschall.

Im Frühjahr 1942 mussten die Juden der Stadt in Ghettos umziehen. Anfang Oktober des Jahres kündigte der KdS (Kommandeur der Sicherheitspolizei und des SD) die Ermordung der Juden von Sdolbuniw, Mizocz (Misotsch) und Ostróg (Ostroh) an. Der Leiter des deutschen Arbeitsamts in Sdolbuniw, Hans Raabe (1904–1974) wurde informiert, um hinsichtlich des weiteren Arbeitseinsatzes disponieren zu können. Am 12. Oktober drängte Hermann Friedrich Gräbe auf Auskunft, nachdem er gerüchteweise durch Gebietskommissar Marshall von der Aushebung von Gruben bei Sdolbuniw gehört hatte. Am 13. Oktober bezeugte die Küchenleiterin der Firma Josef Jung den Abschuss von Leuchtraketen über dem Ghetto in Sdolbuniw. Im Verlauf des Tages erschoss ein Kommando der Sicherheitspolizei und des SD außerhalb der Stadt 1500 Juden.

Verwaltungsgliederung Am 12. Juni 2020 wurde die Stadt zum Zentrum der neugegründeten Stadtgemeinde Sdolbuniw (Здолбунівська міська громада/Sdolbuniwska miska hromada). Zu dieser zählen auch die 13 in der untenstehenden Tabelle aufgelistetenen Dörfer,Кабінет Міністрів України Розпорядження від 12 червня 2020 р. № 722-р "Про визначення адміністративних центрів та затвердження територій територіальних громад Рівненської області" bis dahin bildete die Stadt die gleichnamige Stadtsratsgemeinde Sdolbuniw (Здолбунівська міська рада/Sdolbuniwska miska rada) im Norden des Rajons Sdolbuniw.

Am 17. Juli 2020 wurde der Ort Teil des Rajons Riwne.Верховна Рада України; Постанова від 17.07.2020 № 807-IX "Про утворення та ліквідацію районів"

Folgende Orte sind neben dem Hauptort Sdolbuniw Teil der Gemeinde: Name ukrainisch transkribiert ukrainisch russisch polnisch Bohdaschiw Богдашів Богдашев (Bogdaschew) Bohdaszów Hlynsk Глинськ Глинск (Glinsk) Glińsk Ilpin Ільпінь Ильпень (Ilpen) Ilpin Kopytkowe Копиткове Копытково (Kopytkowo) Kopytków Koschatiw Кошатів Кошатов (Koschatow) Koszatów Marjaniwka Мар'янівка Марьяновка (Marjanowka) Marjanówka Nowomylsk Новомильськ Новомыльск Mylsk Nowy Nowosilky Новосілки Новосёлки (Nowosjolki) Nowosiółki Orestiw Орестів Орестов (Orestow) Arestów Pidzurkiw Підцурків Подцурков (Podzurkow) Pidcurków Pjatyhory П'ятигори Пятигоры (Pjatigory) Podhorce, Piatyhorce Sahora Загора Загора (Sagora) Glińsk-Zagórny Stepaniwka Степанівка Степановка (Stepanowka) Stefanówka

Söhne und Töchter der Stadt

Vladimír Syrovátka (1908–1973), tschechoslowakischer KanuteVladimír Syrovátka in der Datenbank von Sports-Reference (englisch) Mosche Bar’am (1911–1986), israelischer Minister Mieczysław Wilczewski (1932–1993), polnischer Radrennfahrer Teresa Tutinas (* 1943), polnische Schlagersängerin Serhij Dolhanskyj (* 1974), FußballspielerSerhii Dolhanskyi, transfermarkt.comДолганский Сергей Николаевич, football.odessa.ua

Weblinks

Einzelnachweise

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