Peter Schlickenrieder (* 16. Februar 1970 in Tegernsee) ist ein ehemaliger deutscher Skilangläufer. Heute ist er als Autor, freier Unternehmer und Funktionär tätig. Von 2018 bis 2026 war er Bundestrainer der deutschen Skilangläufer.

Werdegang Skilangläufer Schlickenrieders größte Erfolge waren die Silbermedaille im Sprint bei den Olympischen Winterspielen 2002 in Salt Lake City, zwei Weltcupeinzel- und ein Weltcupstaffelsieg und fünf deutsche Meistertitel. Außerdem gewann er mit der bundesdeutschen Staffel Bronze bei der Juniorenweltmeisterschaft 1990 im französischen Les Saisies.

Für seine sportlichen Erfolge wurde er am 6. Mai 2002 mit dem Silbernen Lorbeerblatt geehrt.Pressemitteilung des Bundespräsidialamtes vom 5. Mai 2002 aus Anlass der Verleihung des Silbernen Lorbeerblattes an die Medaillengewinnerinnen und -gewinner der Olympischen Winterspiele 2002 In: bundespraesident.de: Der Bundespräsident/Reden/Grußworte 2022 wurde ihm der Bayerische Sportpreis in der Kategorie Bayerische Sportgeschichte verliehen.

Unternehmer und Funktionär Parallel zu seiner sportlichen Laufbahn studierte er Wirtschaftswissenschaften. Anschließend gründete er eine Sportmarketing-Agentur und ist seit 2005 Vizepräsident des Deutschen Skiverbandes. Seit 2002 arbeitet er als Fernseh-Experte und Co-Moderator für die Disziplin Skilanglauf in der ARD mit wechselnden Moderatoren, so z. B. auch mit Wolfgang Nadvornik. Ab 2008 war Peter Schlickenrieder auch als Fitness-Experte in der ARD-Sendung „ARD Buffet“ zu sehen.

Am 24. Januar 2009 trat er bei Wetten, dass..? auf und gewann seine Wette. Bei der Außenwette in Skigebiet von Sölden lief er auf Langlaufski durch einen Parallel-Riesenslalomkurs mit einem Pisten-Bully um die Wette, wobei er mehrfach den Rennkurs aufgestiegen und wieder abgefahren ist.Schlickenrieder sorgt für Spannung bei „Wetten, dass“ auf merkur.de

Am 3. Dezember 2009 durfte Peter Schlickenrieder im Rahmen des „Olympic Torch Relay“ als einziger Deutscher die olympische Fackel auf ihrem Weg zu den Olympischen Winterspielen 2010 einen Streckenabschnitt tragen. Es handelte sich dabei um den 35. Tag der Reise der olympischen Fackel, die durch die Altstadt von Quebec führte.Olympische Fackelreise

Nach Beendigung seiner Karriere als Skilangläufer ist Peter Schlickenrieder häufig als sportlicher Abenteurer unterwegs. Er überquerte seit 2006 wiederholte Male die Alpen per Mountainbike und per Ski. Im Frühjahr 2011 überquerte er mit dem Mountainbike das Atlasgebirge in Marokko. Im Juli 2012 durchquerte er zu Fuß den Westkaukasus und bestieg mit dem Elbrus den höchsten Berg Europas. Als Zusammenfassung seiner Abenteuer ging Peter Schlickenrieder im Oktober 2012 mit seiner Vortragsreihe kalt-heiß-hoch auf Tour durch Bayern.Vortragsreihe „kalt-heiß-hoch“ mini|Peter Schlickenrieder, Holmenkollen, Oslo, 10. März 2019 Peter Schlickenrieder ist seit 2010 ehrenamtlich Schirmherr der Schulsportkommission des Deutschen SkiverbandsDSV-Schulsportkommission, die in Zusammenarbeit mit dem Kultusministerium und Schulen deutschlandweit Kinder für Sport und Bewegung allgemein begeistern möchte, um zukünftige Talente früh zu fördern.

Im Sommer 2012 gründete Peter Schlickenrieder gemeinsam mit dem Marketingexperten und Buchautor Robert Jacobi sowie mit weiteren Mitstreitern das Bergsportportal Mountix.com.

Von 2014 bis 2022 war Schlickenrieder Präsident des Vereins DSV aktiv/Freunde des Skisports.

Vom 24. April 2018 bis zum 27. April 2026 war Schlickenrieder Bundestrainer der deutschen Skilangläufer. Seit Mai 2025 ist er Sportdirektor der Langläufer.

Autor Peter Schlickenrieder ist auch als Buchautor erfolgreich und hat seit 2003 mehrere Bücher veröffentlicht.

Privates Er lebt in Schliersee,Peter Schlickenrieder auf LinkedIn ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Erfolge Weltcupsiege im Einzel Nr. Datum Ort Disziplin 1. 29. Dezember 1998 Sprint Freistil 2. 28. Dezember 1999 Sprint Freistil

Siege bei Worldloppet-Cup-Rennen Anmerkung: Vor der Saison 2015/16 hieß der Worldloppet Cup noch Marathon Cup. Nr. Datum Ort Rennen Disziplin 1. 11. März 2001 Maloja–S-chanf Engadin Skimarathon 42 km Freistil Massenstart

Siege bei Continental-Cup-Rennen Nr. Datum Ort Disziplin Serie 1. 1. März 1997 15 km klassisch Continental Cup

Siege bei Worldloppet-Rennen Nr. Datum Ort Rennen Disziplin 1. 27. August 1994 Falls Creek Kangaroo Hoppet 42 km Freistil Massenstart

Teilnahmen an Weltmeisterschaften und Olympischen Winterspielen Olympische Spiele 1994 Lillehammer: 4. Platz Staffel, 35. Platz 30 km Freistil, 56. Platz 50 km klassisch 2002 Salt Lake City: 2. Platz Sprint Freistil, 55. Platz 15 km klassisch

Nordische Skiweltmeisterschaften 1993 Falun: 49. Platz 25 km Verfolgung, 65. Platz 10 km klassisch 1995 Thunder Bay: 7. Platz Staffel, 23. Platz 50 km Freistil 1997 Trondheim: 47. Platz 30 km Freistil 2001 Lahti: 6. Platz Sprint Freistil

Platzierungen im Weltcup Weltcup-Statistik

Weltcup-Gesamtplatzierungen Saison Gesamt Mitteldistanz Sprint Punkte Platz Punkte Platz Punkte Platz 1992/93 33 46. - - - - 1993/94 17 62. - - - - 1994/95 33 47. - - - - 1995/96 1 85. - - - - 1996/97 - - - - - - 1997/98 51 41. - - 51 28. 1998/99 80 33. - - 247 10. 1999/2000 144 40. 8 62. 136 11. 2000/01 99 43. - - 124 17. 2001/02 42 73. - - 42 33.

Werke (Auswahl)

Weblinks

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Einzelnachweise

Kategorie:Skilangläufer (Deutschland) Kategorie:Olympiateilnehmer (Deutschland) Kategorie:Teilnehmer der Olympischen Winterspiele 1994 Kategorie:Teilnehmer der Olympischen Winterspiele 2002 Kategorie:Träger des Silbernen Lorbeerblattes Kategorie:Deutscher Meister (Skilanglauf) Kategorie:Sportler (Tegernsee) Kategorie:Skilanglaufnationaltrainer (Deutschland) Kategorie:Autor Kategorie:Sachbuchautor Kategorie:Literatur (20. Jahrhundert) Kategorie:Literatur (21. Jahrhundert) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1970 Kategorie:Mann Kategorie:TV-Experte für Skilanglauf