Schenkenberg ist eine amtsangehörige Gemeinde im äußersten Norden des Landkreises Uckermark in Brandenburg. Sie gehört zum Amt Brüssow (Uckermark) mit Sitz in der Stadt Brüssow.
Geografie Das Gemeindegebiet liegt auf einer Grundmoräne, die sich zwischen den parallel verlaufenden Tälern der Ucker und Randow ausbreitet. Sie ist durch viele kleine Seen und Tümpel sowie durch eine intensive Landwirtschaft und wenige Waldgebiete gekennzeichnet. In der Umgebung findet man eine große Zahl an Windenergieanlagen. Schenkenberg liegt zwischen den uckermärkischen Städten Brüssow und Prenzlau. Windrose zur Orientierung über seine Lage:
Gemeindegliederung Zu Schenkenberg gehören die Ortsteile Ludwigsburg und Schenkenberg sowie die bewohnten Gemeindeteile Baumgarten, Dauerthal, Kleptow und Wittenhof.
Geschichte 1256 wird der Ort als Schenkenberc urkundlich erstmals erwähnt. 1478 kam Schenkenberg in den Besitz derer von Pfuel.
Schenkenberg gehörte seit 1817 zum Kreis Prenzlau in der preußischen Provinz Brandenburg und ab 1952 zum Kreis Prenzlau im DDR-Bezirk Neubrandenburg. Seit 1993 liegt die Gemeinde im brandenburgischen Landkreis Uckermark.
Die Gemeinde Ludwigsburg, die am 1. Juli 1961 durch den Zusammenschluss der bis dahin selbstständigen Gemeinden Baumgarten und Kleptow entstand,Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 1. Januar 1948 in den neuen Ländern. Statistisches Bundesamt. Verlag Metzler-Poeschel, Stuttgart, 1995, ISBN 3-8246-0321-7. wurde am 31. Dezember 2001 eingemeindet.Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2001. Statistisches Bundesamt.
Der frühere Ortsteil Blindow schied mit Wirkung zum 1. November 2001 aus dem Gemeindeverband aus und wurde nach Prenzlau eingegliedert.
Die Gemeinde gehörte von 1992 bis zu dessen Auflösung 2001 zum Amt Prenzlau-Land und wechselte mit Wirkung zum 1. November 2001 zum Amt Brüssow (Uckermark).
Seit 2003 ist der Ort Sitz der Firma Enertrag.
Bevölkerungsentwicklung Jahr Einwohner 1875 210 1890 173 1910 280 1925 288 1933 246 1939 234 Jahr Einwohner 1946 324 1950 323 1964 502 1971 478 1981 375 1985 366 Jahr Einwohner 1990 333 1995 309 2000 466 2005 667 2010 583 2015 600 Jahr Einwohner 2020 619 2021 619 2022 645 2023 641 2024 630 2025 616
Gebietsstand des jeweiligen Jahres, Einwohnerzahl: Stand 31. Dezember (ab 1991)Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Uckermark. S. 26–29Bevölkerung im Land Brandenburg von 1991 bis 2017 nach Kreisfreien Städten, Landkreisen und Gemeinden, Tabelle 7Amt für Statistik Berlin-Brandenburg (Hrsg.): Statistischer Bericht A I 7, A II 3, A III 3. Bevölkerungsentwicklung und Bevölkerungsstand im Land Brandenburg (jeweilige Ausgaben des Monats Dezember), ab 2011 auf Basis des Zensus 2011, ab 2022 auf Basis des Zensus 2022
Religion 24 % der Einwohner von Schenkenberg sind evangelisch, 6 % katholisch.Zensus 2011
Die evangelischen Kirchengemeinden Baumgarten-Schenkenberg (mit den Dorfkirchen in Baumgarten und Schenkenberg) und Kleptow (mit der Dorfkirche Kleptow) sind dem Pfarrsprengel Schönfeld im Kirchenkreis Uckermark der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz zugeordnet.
Die Katholiken gehören der Pfarrei St. Maria Magdalena in Prenzlau, Erzbistum Berlin, an.
Politik Gemeindevertretung Die Gemeindevertretung von Schenkenberg besteht aus acht Gemeindevertretern und dem ehrenamtlichen Bürgermeister. Die Kommunalwahl am 26. Mai 2019 führte zu folgendem Ergebnis:Ergebnis der Kommunalwahl am 26. Mai 2019
Partei / Wählergruppe Stimmenanteil Sitze Wir für unsere Gemeinde 27,7 % 2 Gemeinsame Liste Schenkenberg 24,1 % 2 Einzelbewerber Gerd Runge 14,4 % 1 Einzelbewerber Rüdiger Müller 11,3 % 1 Einzelbewerber Thomas Golz 10,5 % 1 Einzelbewerber Stephan Hübner 6,4 % 1 Einzelbewerber Krause 5,7 % –
Bürgermeister 2003–2024: Hans-Ludwig MüllerKommunalwahlen 26. Oktober 2003. Bürgermeisterwahlen, S. 34 seit 2024: Thomas Golzhttps://wahlergebnisse.brandenburg.de/735303/bmwamt/20240609/buergermeisterwahl_gemeinde/ergebnisse_gemeinde_120735303490.html Wahlergebnisse Brandenburg 2024
Müller wurde in der Bürgermeisterwahl am 26. Mai 2019 ohne Gegenkandidat mit 60,3 % der gültigen Stimmen für eine weitere Amtszeit von fünf JahrenBrandenburgisches Kommunalwahlgesetz, § 73 (1) wiedergewählt.Ergebnis der Bürgermeisterwahl am 26. Mai 2019 Golz wurde in der Kommunalwahl 2024 ohne Gegenkandidat mit 75,5 % der abgegebenen Stimmen für eine Amtszeit von fünf Jahren gewählt.gewählt.https://wahlergebnisse.brandenburg.de/735303/bmwamt/20240609/buergermeisterwahl_gemeinde/ergebnisse_gemeinde_120735303490.html Wahlergebnisse Brandenburg 2024
Sehenswürdigkeiten mini|Dorfkirche Schenkenberg In der Liste der Baudenkmale in Schenkenberg (Uckermark) stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Denkmäler. Die Dorfkirche Baumgarten entstand in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts und wurde 1709 um einen hölzernen Turmaufsatz mit Haube und Laterne ergänzt. Im Innenraum steht eine einheitliche Ausstattung aus der Mitte des 18. Jahrhunderts. Die Dorfkirche Schenkenberg (Uckermark) ist eine Saalkirche, die im Kern im Jahr 1685 entstand. Nach einem Brand im Jahr 1900 baute die Kirchengemeinde sie in neubarocken Formen wieder auf. Im Innern befindet sich eine bauzeitliche Kirchenausstattung.
Verkehr Schenkenberg liegt an der Landesstraße L 26 zwischen Prenzlau und Brüssow. Die Ostseeautobahn A 20 (Kreuz Uckermark–Lübeck) führt zwischen Schenkenberg und den Ortsteilen Kleptow und Ludwigsburg hindurch. Die Anschlussstelle Prenzlau-Ost liegt auf dem Gemeindegebiet.
Bis zum Sommer 1972 hatten Wittenhof, Schenkenberg (Uckerm), Ludwigsburg (Uckerm) und Kleptow Haltepunkte an der Bahnstrecke Prenzlau–Klockow. Seitdem ist der Bahnbetrieb eingestellt.
Persönlichkeiten Hermann von Witte (* 1826 in Schenkenberg; † 1891 in Liegnitz), preußischer Generalleutnant
Literatur Lieselott Enders: Historisches Ortslexikon für Brandenburg, Teil VIII, Uckermark. Weimar 1986, ISBN 3-7400-0042-2
Weblinks
Gemeinde Schenkenberg beim Amt Brüssow Schenkenberg in der RBB-Sendung Landschleicher vom 18. Februar 2007 Ludwigsburg in der RBB-Sendung Landschleicher vom 29. April 2018
Einzelnachweise Änderung des Amtes Brüssow (Uckermark) Bekanntmachung des Ministeriums des Innern vom 5. Oktober 2001. Amtsblatt für Brandenburg Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg, 12. Jahrgang, 2001, Nummer 43, Potsdam, den 24. Oktober 2001, S. 672 PDF Eingliederung des Ortsteils Blindow der amtsangehörigen Gemeinde Schenkenberg in die Stadt Prenzlau. Amtsblatt für Brandenburg Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg, 12. Jahrgang, 2001, Nummer 40, Potsdam, den 4. Oktober 2001, S. 634 PDF
Kategorie:Ort im Landkreis Uckermark Kategorie:Ersterwähnung 1256