Die Schule am Falkplatz ist eine Grundschule in der Gleimstraße 49 im Ortsteil Prenzlauer Berg des Berliner Bezirks Pankow.
Geschichte Das Gebäude wurde in den Jahren 1913 bis 1916 für das Luisenstädtische Gymnasium, die heutige Heinrich-Schliemann-Oberschule erbaut. 1928 folgte auf Betreiben des damaligen Rektors und Reformpädagogen Paul Hildebrandt die Umbenennung nach dem Archäologen Heinrich Schliemann. Mit Zustimmung der preußischen Provinzial- und Stadtbehörden erreichte Hildebrandt die Einrichtung eines Oberrealgymnasiums unter Fortbestand des humanistischen Gymnasiums im selben Gebäude.
Hildebrandts Nachfolger Fritz Plagemann wurde mit vier weiteren Studienräten nach der „Machtergreifung“ der Nationalsozialisten 1933 aufgrund seiner jüdischen Herkunft entlassen. 1939 wurde die Widmung der Schule zu Gunsten des SA-Sturmführers Horst Wessel geändert. Kriegsbedingt zog die Schule in die Carmen-Sylva-Straße (heute Erich-Weinert-Straße) um und später ins Berliner Umland. Am 1. September 1945 nahm die Schule den Schulbetrieb wieder in der Gleimstraße auf.
1953 zog die Heinrich-Schliemann-Oberschule in die Greifswalder Straße 25 um (seit 1992 Dunckerstraße 64), um Platz für die Einrichtung einer Polytechnischen Oberschule zu machen. Danach wechselten die Nutzer mehrfach. Unter anderem war hier die 1. Berliner Kinder- und Jugendsportschule untergebracht. In der DDR befand sich hier die 7. Polytechnische Oberschule Prenzlauer Berg, die 1975 den Zusatznamen des Widerstandskämpfers gegen den Nationalsozialismus Albert Kuntz erhielt.
Von 1991 bis 1994 wurde das Gebäude saniert. Nach der Neustrukturierung des Ostberliner Schulwesens zog hier die 11. Grundschule Prenzlauer Berg ein. 2004 wurde der neue Schul- und Freizeithof eingeweiht, und die Schule bekam ihren heutigen Namen.
Profil Die Schule am Falkplatz ist eine offene Ganztagsschule, die Halbtagsbetreuung anbietet. Seit dem Schuljahr 2007/2008 ist die Schule Umweltschule im Prenzlauer Berg. Dieser Schwerpunkt zeigt sich durch den Aufbau eines ökologischen Gartens, einer Tierstation, den Aufbau einer Umweltbibliothek sowie die Eröffnung einer Lernwerkstatt mit ökologischer Ausrichtung. Für ihr Engagement zum Thema Umwelt hat die Schule einige Preise erhalten, so wurde sie beispielsweise im Jahr 2016 zum neunten Male als Umweltschule in Europa ausgezeichnet. Sie erhielt 2010 den Berliner Umweltpreis und in den Jahren 2012 bis 2015 das Gütesiegel „Berliner Klimaschule“.
Die Anzahl der Schüler hat sich seit 2005 von damals 262 mehr als verdoppelt. Im Schuljahr 2025/26 hat die Schule 698 Schüler. Von ihnen haben 36,0 % eine nichtdeutsche Herkunftssprache.
Förderverein Unterstützt wird die Schule durch den 1999 gegründeten Schulförderverein, der das „Profil als Umweltschule stärken und darüber hinaus vielseitige und anspruchsvolle Angebote außerhalb des Unterrichts fördern“ will.
Gebäude Das Gebäude wurde 1913–1916 nach Entwürfen von Ludwig Hoffmann erbaut. Es ist ein gelistetes Baudenkmal.
Weblinks
Website der Schule Chronik der Schule Website des Fördervereins
Einzelnachweise
Kategorie:Grundschule in Berlin Kategorie:Baudenkmal in Berlin Kategorie:Schulgebäude von Ludwig Hoffmann Kategorie:Umweltschule in Europa Schule am Falkplatz Kategorie:Schule in Berlin-Prenzlauer Berg Schule am Falkplatz