Del LaGrace Volcano (geboren als Debra Dianne Wood am 26. Juli 1957 in Orange, Kalifornien), auch bekannt als Della Grace und Della Disgrace, ist ein US-amerikanischer Mensch und arbeitet in der Fotografie, Performancekunst und aktivistisch zu nichtbinärer Geschlechtsidentität.

Leben Del LaGrace Volcano wurde intersexuell geboren und als Mädchen aufgezogen.QX Team: Here’s LaGrace! In: QX Magazine. 31. Juli 2014, abgerufen am 10. Dezember 2019 (englisch). Volcano studierte von 1979 bis 1981 Fotografie am San Francisco Art Institute und erhielt 1992 einen Masterabschluss in Fotografie an der University of Derby.

Im eigenen Instagram-Profil erklärt Volcano 2019: Anmerkung: Trotz nichtbinärer Geschlechtsidentität (englisch gender variant) werden in diesem Artikel grammatisch männliche Wortformen benutzt, in Übereinstimmung mit dem Spiegel-Artikel von Oktober 2018 unter „Literatur“.

Karriere Bis in die 1990er-Jahre war Della Grace der Künstlername. Nach der Heirat von Johnny Volcano wurde Del LaGrace Volcano zum Künstlernamen, um Ablehnung von binären Geschlechternormen und Heteronormativität auszudrücken. Früh versteht Volcano sich „als selbsternannter Hermaphrodit“ und ändert auch bewusst das (weibliche) Aussehen − beispielsweise mit Gesichtsbehaarung, um mit klassischen Rollenerwartungen und Geschlechtergrenzen zu brechen. Es geht dabei um einen ständigen Wechsel zwischen den klassischen Geschlechterrollen Mann/Frau. Volcanos im September 2005 verfasstes Profil gibt diesen Ansatz wieder:

Volcanos Arbeiten behandeln und hinterfragen Geschlechterrollen und deren visuelle Darstellung. Mit Fotografien lesbischer Subkultur, die etwa Sex im öffentlichen Raum, sadomasochistische Praktiken und Drogen- und Barkultur zeigen, wird ein raues Bild dargestellt, das als bewusste Gegeninszenierung zu einem „braven“ Image von Lesben zu verstehen ist.

2002 war Volcano Teil des schweizerisch-deutschen Dokumentarfilms Venus Boyz von Gabriel Baur über Dragqueens.Filmbesprechung von Jenni Olson: Such a drag. In: The Advocate. 2. September 2003, S. 55 (englisch; ). 2012 hatte Volcano eine „Retrospektive in der Mitte der Karriere“ (mid-career retrospective) im Leslie-Lohman Museum of Gay and Lesbian Art in New York.Lohman Gallery: In: LeslieLohman.org, 19. September 2012 (englisch; September–November 2012; kuratiert von Jonathan David Katz und Julia Haas).

Veröffentlichungen 1991: als Della Grace: Love Bites. Gay Men’s Press, London (englisch). 1999: zusammen mit Judith „Jack“ Halberstam (Text): The Drag King Book. Serpent’s Tail, London (englisch). 2000: Sublime Mutations. Konkursbuchverlag, Tübingen, ISBN 3-88769-135-0 (Leseprobe). 2005: Sex Works. Konkursbuchverlag, Tübingen, ISBN 978-3-88769-346-6 (mit einem Essay von Beatriz Preciado). 2008: zusammen mit Ulrika Dahl (Text): Femmes of Power: Exploding Queer Femininities. Serpent’s Tail, London, ISBN 978-1-84668-664-1 (englisch).

Literatur Helena Lea Manhartsberger: Visual Story: „Das bin ich“. In: Der Spiegel. Nr. 36, Oktober 2018 ( Spiegel Online Plus).

Weblinks Del LaGrace Volcano auf Facebook (englisch). Del LaGrace Volcano auf Instagram (englisch). Del LaGrace Volcano, interviewt von Edward Siddons: Del LaGrace Volcano’s best photograph: my blue mascara masculinity. In: The Guardian. 15. August 2019 (englisch).

Einzelnachweise Del LaGrace Volcano, interviewt von Edward Siddons: Del LaGrace Volcano’s best photograph: my blue mascara masculinity. In: The Guardian. 15. August 2019 (englisch). Del LaGrace Volcano: dellagracevolcano. In: Instagram. 2019, abgerufen am 10. Dezember 2019 (englisch); Zitat:

Christina Nord: Der Bart ist echt: Fotos von Del LaGrace Volcano im „Anderen Ufer“. In: taz. die tageszeitung. 8. April 1998, S. 24 (zur Ausstellung „Transexpress“ in Berlin; online auf taz.de).

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