Christoph Archibald Ludwig Friedrich Graf Douglas (* 13. Juli 1948 in Konstanz; † 9. September 2016 in Braunschweig) war ein deutscher Kunsthistoriker und Kunsthändler.

Leben Der aus dem badischen Zweig des Clan Douglas (Line Douglas-Langenstein) stammende Christoph war der Sohn des JournalistenLeidenschaft, die bleibt. In: Cicero, 2010. Ludwig Friederick Morton Graf Douglas und der aus der Schweiz stammenden Edith Ida Helene Straehl.Christoph Archibald Ludwig Friedrich Greve Douglas. In: geneall.net. Er wuchs anfangs auf dem großelterlichen Schloss Langenstein im Hegau auf und besuchte dort die Grundschule und anschließend ein humanistisches Gymnasium in Freiburg im Breisgau, wo er 1970 sein Abitur ablegte. Danach studierte er von 1971 bis 1975 Geschichte, Kunstgeschichte und Archäologie in Freiburg und Braunschweig. Im Anschluss an seine Promotion schrieb er über Konstanzer Silber., Lebenslauf auf der Webseite der Salzburg Foundation.

Bevor sich Douglas 1996 als Kunstberater in Frankfurt selbstständig machte, war er als langjähriges Vorstandsmitglied bei Sotheby’s Deutschland tätig. Er vermittelte Kunstgeschäfte unter anderem im Auftrag der Adelsfamilien der Welfen (2010, 44 Millionen Euro),Ende der Versteigerung Königlich versilbert. In: Süddeutsche Zeitung, 17. Mai 2010. der Thurn und Taxis (1993, 16 Millionen Euro)Carol Vogel: The Art Market. In: The New York Times, 24. Juli 1992. und des großherzoglichen Hauses Baden (1995, 39,7 Millionen Euro),Carol Vogel: A Princely House Sale in Baden-Baden. In: The New York Times, 25. Oktober 1995. aus dem er väterlicherseits abstammte. 2001 beriet er Jan A. Ahlers vom Modeunternehmen Ahlers beim Verkauf dessen Sammlung expressionistischer Kunstwerke (geschätzter Wert zwischen 50Carol Vogel: Inside Art; Unsold At Auction. In: The New York Times, 2. Februar 2001. und 100 Millionen Euro).Franz Schneider: Der gelungene Spagat des Grafen Douglas. In: Finanz und Wirtschaft, 14. Februar 2001. Auch für die Stiftung Würth der gleichnamigen Unternehmerfamilie war er 2013Georgina Adam: The Art Market: daggers at dawn. In: Financial Times, 25. Januar 2013. beim Ankauf der Darmstädter Madonna von Hans Holbein dem Jüngeren für 53 Millionen Euro tätig.Klaus Ahrens: Kunstberater. Ich such aus, und du zahlst. In: Der Spiegel 14. Februar 2014. Douglas’ Kunstberatung erlangte weitere Bekanntheit für die Vermittlung der Tagebücher des venezianischen Schriftstellers Giacomo Casanova an die Bibliothèque nationale de France und der Tagebücher von Alexander von Humboldt an die Stiftung Preußischer KulturbesitzBettina Lober: In: Haller Tagblatt, 14. September 2016. in Berlin.

Douglas war Mitglied im Verwaltungsrat der Zähringer StiftungWie ist Christoph Graf Douglas mit den Badenern verwandt? In: Archivalia, 2006 und Mitglied der Salzburg Foundation. In: Wochenblatt, 13. September 2016. Zudem war er 2007 Unterzeichner der Charta der Vielfalt. In: Unterzeichner der Charta der Vielfalt Er lebte auf seinem Landgut Dauenberg zwischen Eigeltingen und Reute im Hegau. 2014 kaufte er von seinem Cousin Axel Graf Douglas das Schloss Langenstein im Hegau.Zum Tod von Christoph Graf Douglas. In: Weltkunst.de, 12. September 2016.

Douglas war verheiratet mit der Innenarchitektin Bergit Gräfin Douglas (* 1947) aus der Industriellenfamilie Oetker. Ihrer Ehe entstammten drei Kinder;Simone Ise, Anna-Maria Schneider: Trauer um Kunstliebhaber: Christoph Graf Douglas überraschend verstorben. In: Südkurier, 12. September 2016. Marie-Catherine Beatrice Felicitas (* 1985), Ludwig John Patrick (* 1986) und Leopold Hubertus (* 1989).

Veröffentlichungen mit Elisabeth von Gleichenstein: Gold und Silber aus Konstanz. Meisterwerke d. Goldschmiedekunst des 13.-18. Jahrhunderts. [Ausstellung im Rosgartenmuseum Konstanz 3. August – 29. September 1985]. Seekreis-Verlag, Konstanz 1985, ISBN 3-924246-07-6 (Dissertation). als Herausgeber: Corporate Collecting Corporate Sponsoring. Lindinger + Schmid, Regensburg 1994, ISBN 3-92997-008-2. mit Bernhard Prinz von Baden: Nur ein Blick auf Baden. Hirmer, München 2012, ISBN 3-77744-711-0.

Rezeption Swantje Karich von Die Welt bezeichnete Douglas 2015 als „Deutschlands wichtigsten Kunstberater“.„Kunsthändler sind keine skrupellosen Geldmacher“. In: Die Welt, 13. Juli 2015.

Rose-Maria Gropp von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung erwähnte Douglas 2008 als „bedeutendsten Unterhändler und Vermittler der internationalen Kunstwelt“.Rose-Maria Gropp: Souverän. Dem Kunstvermittler Graf Douglas zum Sechzigsten. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12. Juli 2008.

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Einzelnachweise

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