Die Hubertushöhe ist ein hoher Vorberg des Plabutsch, und ein Stadtberg von Graz in der Steiermark. Auf dem Berg steht die Kernstockwarte, ein historischer Aussichtsturm.
Lage und Landschaft Der Plabutsch (Gipfel: Fürstenstand), als Stock im engeren Sinne, erhebt sich westlich über Graz und dem Grazer Becken. Die Anhöhe Hubertushöhe liegt zwischen den Bezirken Gösting (13.) nördlich und Eggenberg (14.) südlich, mit Algersdorf direkt am Fuß. Süd- wie Osthang sind besiedelt (Ortslage Weingartenweg).
Geschichte und Baulichkeiten Der Name der Straße erinnert an den Weinbau, der früher östlich von Graz betrieben wurde, an der Hubertushöhe finden sich bis heute einige Weingärten.Karl A. Kubinzky, Astrid M. Wentner: Grazer Strassennamen. Verlag Leykam, 1996, S. 468 Der Nordosthang der Hubertushöhe ist abgegraben, die Steinbrüche beim ehem. Wirtshaus Blaue Flasche, in denen der Plabutsch-Dolomit-Sandstein als Baustoff gewonnen wurde, sind für diverse Mineralfunde bekannt.V. Hilber: Geologie von Gösting. In: Mitteilungen des naturwissenschaftlichen Vereins der Steiermark, Band 60 (1952), S. 114–139 () und Band 74, S. 40–45 ( sehr speziell).
Ab der Jahrhundertwende entstand eine Villenlage, darunter die Villa Stefferl (Grabenschlössl, Weingartenweg 12). Die Straße zieht sich von Algersdorf den Berg hinauf zum Gasthaus Hubertushöhe.
Wegen starker Überwachsung mit Buschwaldbestand ist das Aussichtspanorama vom unscheinbaren Gipfel und der Kernstockwarte eingeschränkt.Renate Kniely: Aussichtswarten um Graz. In: Historisches Jahrbuch der Stadt Graz. Band 38/39. Graz 2009, S. 436 f (ganzer Artikel S. 413–457). Über den Höhenzug des Plabutsch (jedoch nicht direkt an der Kernstockwarte vorbei) verläuft auch der Kernstockweg, ein 16 Kilometer langer Wanderweg, welcher von Gösting nach Straßgang führt.
Die Kernstockwarte Die Kernstockwarte ist eine niedrige Aussichtsplattform auf der Hubertushöhe. Sie ist nach dem Dichter Ottokar Kernstock benannt, dem Autor des Hakenkreuzliedes. Wegen dieser nationalsozialistischen Verbindung von Ottokar Kernstock soll die Warte jedoch zur Warte zur Hubertushöhe umbenannt werden.
Josef Valentinitsch, Obmann des Eggenberger Verschönerungsvereins, suchte am 25. September 1928 um die Errichtung der Warte an. Der Bau wurde 1928/29 realisiert und von Spendengeldern der Eggenberger Bürger finanziert. Baumeister war der Stadtbaumeister Franz Spath.Kniely: Aussichtswarten um Graz, S. 435.
Die Plattform des aus Bruchsteinen gefertigten und innen hohlen Rundbaus ist über eine gewundene Außentreppe mit Eisengeländer erreichbar. Während des Zweiten Weltkriegs diente der Hohlraum, der über eine Leiter zugänglich ist, als Abhörstation.
Die Warte .
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Einzelnachweise
Kategorie:Geographie (Graz) Kategorie:Lavanttaler Alpen Kategorie:Orographie des Einzugsgebiets Mur Kategorie:Hubertus von Lüttich als Namensgeber