Saint-Judoce () ist eine französische Gemeinde mit Einwohnern (Stand ) im Département Côtes-d’Armor in der Region Bretagne. Sie gehört zum Arrondissement Dinan und zum Kanton Lanvallay. Die Bewohner nennen sich Judocéens/Judocéennes.
Geografie Saint-Judoce liegt etwa 32 Kilometer südsüdöstlich von Saint-Malo und rund 34 Kilometer nordwestlich von Rennes im Osten des Départements Côtes-d’Armor. Das Gemeindegebiet gehört zum Regionalen Naturpark Vallée de la Rance – Côte d’Émeraude.
Geschichte Eine erste namentliche Erwähnung von Saint-Judoce als Sancti Judoci fand sich in einer Urkunde aus der Zeit um 1150. Die im 12. Jahrhundert erstmals erwähnte Ortschaft erlitt in den Religionskriegen des 16. Jahrhunderts erhebliche Verwüstungen. Im Jahr 1844 kam es zu einem Gebietsabtausch mit der Nachbargemeinde Évran. Die Gemeinde gehörte von 1793 bis 1801 zum District Dinan. Zudem war sie von 1793 bis 2015 Teil des Kantons Évran.
Bevölkerungsentwicklung Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2012 2019Einwohner 487 495 430 420 422 443 495 570 555 Quellen: Cassini und INSEE Die zunehmende Mechanisierung der Landwirtschaft und die hohe Anzahl Gefallener des Ersten Weltkriegs führten zu einem Absinken der Einwohnerzahlen.
Sehenswürdigkeiten Schloss Château de Champsavoy (auch Champ-Savoy und Champ-Savoi; erbaut 1458, restauriert 1597) Schloss Château du Fournet aus dem 16. Jahrhundert Kirche Saint-Judoce (erbaut 1922/1923) Kapelle von Le Fournet aus dem 17. Jahrhundert das alte Pfarrhaus (erbaut 1719) alte Häuser in Cabrac (17. Jahrhundert) und Champsavoy (19. Jahrhundert) ehemalige Kirche im Dorfzentrum (älteste Teile aus dem 12. Jahrhundert) Denkmal für die GefallenenDenkmal für die Gefallenen der beiden Weltkriege
Quelle:
Literatur Le Patrimoine des Communes des Côtes-d’Armor. Flohic Editions, Band 1, Paris 1998, ISBN 2-84234-017-5, S. 350–353.
Weblinks
Fotos der Dorfkirche, der ehemaligen Dorfkirche und der Kapelle Infos zur Geschichte und den Sehenswürdigkeiten
Einzelnachweise
Kategorie:Ort in der Bretagne