mini|Ansicht des Zerwirkgewölbes von der Sparkassenstraße aus Das Zerwirkgewölbe in München-Altstadt (Graggenauer Viertel, Ledererstraße 3) ist eines der ältesten Bauwerke der Stadt und stammt vom Ende des 13. Jahrhunderts. Das Bauwerk ist als Baudenkmal in die Bayerische Denkmalliste eingetragen., Denkmalnummer D-1-62-000-3810
Geschichte Laut dem Fresko an der Südseite des Hauses wurde es im Jahr 1264 erbaut. Für diese Jahresangabe gibt es keinen Beleg, aber die historische Bezeichnung Herzog Ludwigs Haus verweist auf eine Erbauung zur Regierungszeit Ludwigs des Strengen (1255–1294). Um 1600 diente das Gebäude als herzogliches Falkenhaus. Von 1733 bis 1808 gehörte es als Nebengebäude zur Brauerei Hofbräu. Später befand sich darin eine Metzgerei für Wildbret, woher der Name des Gebäudes abgeleitet ist.
Das Bauwerk besteht im Wesentlichen aus zwei Gewölbehallen übereinander. Nach 1726 wurde es mehrmals umgebaut.
Bis Ende 2019 befanden sich darin gastronomische Einrichtungen, seitdem steht das Gebäude leer. 2024 erklärte der Freistaat Bayern als Eigentümer auf eine Anfrage aus dem Landtag, dass das Haus nicht für staatliche Zwecke benötigt und ein Verkauf vorbereitet würde. Die Stadtverwaltung protestierte gegen die Verkaufspläne und sprach sich dafür aus, es in öffentlichem Eigentum zu behalten und für kulturelle Zwecke und Wohnen zu nutzen.Abendzeitung: "Stadtgeschichte in München wird verscherbelt": Pläne des Freistaats sorgen für Entsetzen, 22. Mai 2024
Das Gebäude ist außen mit zwei Fresken bemalt.
Siehe auch Liste der Baudenkmäler in der Münchner Altstadt
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Betriebsstätte eines Gastronomiebetriebes Kategorie:Erbaut im 13. Jahrhundert Zerwirkgewölbe Kategorie:Baudenkmal in der Münchner Altstadt Kategorie:Bauwerk in der Münchner Altstadt Kategorie:1264