Franz Mück (geboren 3. Oktober 1898 in Wien, Österreich-Ungarn; gestorben 3. November 1957 in Bad Reichenhall) war ein deutscher Jazzpianist, Komponist und Arrangeur.
Leben und Wirken Franz Mück studierte Musik und begann ab 1920 zu komponieren. Er arbeitete ab 1930 in Berlin im Orchester von Oscar Joost; weitere Aufnahmen entstanden in diesem Jahrzehnt mit Richard Forst, Eugen Wolff und Erwin Steinbacher. In den frühen 1940er-Jahren spielte er in Berlin bei Hans Georg Schütz, Theo Reuter, Kurt Wege, Albert Vossen, Henk Bruyns, Horst Winter, Charlie and His Orchestra, Erhard Bauschke, Georg Trapp, Willi Stech und Heinz Wehner. Er schrieb Hot-Jazz-orientierte Tanzmusik wie „Große Eile“, und „Hallo Benny“,Von Die Goldene Sieben aufgenommen unter dem Titel Crazy Jacob (Electrola EG 6186) außerdem Unterhaltungsmusik und Schlager wie „Storchenparade“, „All meine kleinen Wünsche“,Michael H. Kater, Different Drummers: Jazz in the Culture of Nazi Germany, 2003, S. 49. „Junger Mann im Frühling“ (mit Bruno Balz und Will Meisel), „Carlton“Die Jazz-Schallplatten des AMIGA-Labels von 1947 bis 1990, hg. von Mathias Brüll, Amiga (Sound recording label) Pro Business, 2003, S. 26. „Tanzstück 1742“, „Maskerade“Mück, Franz: Maskerade. Piano Solo. Berlin: Risi-Ton, 1955. und „Anaconda“Unter dem Pseudonym F. Figallo, Vgl. Catalog of Copyright Entries: Third series, ferner fünf kammermusikalisch ausgerichtete Noveletten für sechs Instrumente,Musik und Gesellschaft, Band 7 Cover Henschelverlag, 1957, S. 33. sowie zahlreiche Arrangements, u. a. für Tanzorchester von Oscar Joost („Tango Apasionado“), Willi Stech und Otto Kermbach. Er leitete auch ein eigenes Ensemble, in dem u. a. der Pianist Helmuth Wernicke spielte.Michael H. Kater, Different Drummers: Jazz in the Culture of Nazi Germany, 2003, S. 62. Im Bereich des Jazz war er von 1930 bis 1944 an 88 Aufnahmesessions beteiligt.Tom Lord: Jazz Discography (online)
Mück stand 1944 in der Gottbegnadeten-Liste des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda.Mück, Franz. In: Theodor Kellenter: Die Gottbegnadeten : Hitlers Liste unersetzbarer Künstler. Kiel: Arndt, 2020, ISBN 978-3-88741-290-6, S. 440f.
Nach Kriegsende spielte Mück als Jazz-Pianist in verschiedenen Clubs der amerikanischen Besatzungsstreitkräfte, er zog dann nach Salzburg und später nach Bad Reichenhall.
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Einzelnachweise
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