Hans Georg Karl Wladislaw von Schack (* 27. Juni 1853 in Landsberg an der Warthe; † 9. Dezember 1934Dermot Bradley (Hrsg.), Günter Wegner: Stellenbesetzung der Deutschen Heere 1815–1939. Band 1: Die Höheren Kommandostellen 1815–1939. Biblio Verlag, Osnabrück 1990, ISBN 3-7648-1780-1, S. 275. in Kassel) war ein preußischer Generalleutnant und Genealoge.
Leben Herkunft Seine Eltern waren der preußische Major Wilhelm von Schack (1821–1880) und dessen erste Ehefrau Magdalene, geborene von Lawrenz (1827–1903). Nach der Scheidung 1865 heiratete der Vater 1872 die Witwe Emilie Freifrau von Korff, geborene Wittke (1834–1880). Hans hatte noch zwei Schwestern. Elisabeth (1852–1944) heiratete 1874 den späteren preußischen Oberst Friedrich von Wenckstern (1840–1907), die 1855 geborene Karoline 1890 den preußischen Oberst Georg von Hatten. Die weiteren Verwandten und Vorfahren sind fast ausnahmslos mittlere und höhere Militärs. Sein Großonkel August von Schack (1793–1864) war Generalmajor, sein Cousin Max von Schack (1853–1924) General d. Inf., sein Großvater Hans (Hans Wilhelm) von Schack (1791–1866) ebenso General d. Inf., dessen Bruder Ferdinand von Schack (1787–1827) Generalmajor, mit selbigem Dienstrang versehen der Urgroßvater Wilhelm (Wilhelm Georg) von Schack (1752–1827); und alle in preußischen Diensten. Auch ist seine Cousine Molly (1858–1942) mit einem königlich preußischen Generalmajor verheiratet, mit Oskar Brauer (1849–1930).
Militärkarriere Schack besuchte die Kadettenhäuser in Potsdam, Bensberg und Berlin. Anschließend wurde er am 16. Februar 1871 als Sekondeleutnant dem Magdeburgischen Füsilier-Regiment Nr. 36 der Preußischen Armee überwiesen. Zur weiteren Ausbildung absolvierte er ab Oktober 1876 für drei Jahre die Kriegsakademie in Berlin. Vom 1. Oktober 1880 bis zum 17. September 1882 diente Schack als Regimentsadjutant und wurde anschließend unter Stellung à la suite des Regiments als Adjutant zur 13. Infanterie-Brigade in Magdeburg kommandiert. Daran schloss sich ab 21. April 1883 eine einjährige Kommandierung zur Dienstleistung beim Großen Generalstab an. Dieses Kommando verlängerte sich um ein weiteres Jahr. Unter Belassung beim Großen Generalstab wurde er dann dem Generalstab der Armee aggregiert und am 13. Juni 1885 zum Hauptmann befördert. Mitte April 1886 folgte für zwei Jahre seine Versetzung zum Generalstab des I. Armee-Korps in Königsberg. Nach seiner Rückversetzung zum Großen Generalstab folgten Verwendungen im Generalstab der 33. Division in Straßburg sowie bei der 30. Division in Metz. Als Major wurde Schack am 17. September 1892 in den Generalstab des Gouvernements Mainz versetzt. Mit seiner Ernennung zum Bataillonskommandeur im 7. Rheinischen Infanterie-Regiment Nr. 69 kehrte er am 17. Februar 1894 in den Truppendienst zurück. In gleicher Eigenschaft wurde Schack am 18. April 1896 in das Infanterie-Regiment Nr. 97 in Saarburg versetzt. Hier avancierte er am 12. September 1896 zum Oberstleutnant und etatsmäßigen Stabsoffizier. Mit seiner Beförderung zum Oberst wurde Schack am 25. März 1899 zum Kommandeur des in Münster stationierten Infanterie-Regiments „Herwarth von Bittenfeld“ (1. Westfälisches) Nr. 13 ernannt. Am 12. September 1902 folgte seine Beförderung zum Generalmajor und die Ernennung zum Kommandeur der 68. Infanterie-Brigade in Metz. In Würdigung seiner Verdienste verlieh ihm Wilhelm II. den Roten Adlerorden II. Klasse mit Eichenlaub und den Kronenorden II. Klasse mit Stern. Außerdem erhielt Schack am 16. Oktober 1906 den Charakter als Generalleutnant. Einen Monat später wurde er zu den Offizieren von der Armee versetzt und am 16. Februar 1907 mit der gesetzlichen Pension zur Disposition gestellt.
Am 3. Juli 1913 wurde ihm noch die Erlaubnis zum Tragen der Uniform des Infanterie-Regiments „Herwarth von Bittenfeld“ (1. Westfälisches) Nr. 13 erteilt.Militär-Wochenblatt. Nr. 88, Ernst Siegfried Mittler und Sohn, Berlin, den 5. Juli 1913, S. 2001. Während des Ersten Weltkriegs wurde Schack als z.D.-Offizier wiederverwendet und fungierte vom 2. August 1914 bis zum 31. März 1918 als Kommandeur der stellvertretenden 44. Infanterie-Brigade in Kassel.
Familie Schack hatte sich am 31. Mai 1882 in Greifswald mit Marie von Schultz (1860–1935) verheiratet, jüngste TochterGothaisches Genealogisches Taschenbuch der Briefadeligen Häuser. 1907. Jahrgang 1, Justus Perthes, Gotha November 1906, S. 703–704. von neun Kindern des vorpommerschen Gutsbesitzers Albert von Schultz-Jahnkow (1812–1896) und der Wilhelmine von Schack-Wendorf (1821–1884). Aus der Ehe ging die Tochter Karola (1883–1937) hervor, die sich am 9. Juni 1906 in Metz mit dem preußischen Kavallerieoffizier Hans Hünke (1872–1919) vermählte und dessen Familie über mehrere Generationen mit (Ober)-Stentsch ein Rittergut bewirtschaftete.
Schriften Überblick über die Geschichte des Geschlechts von Schack. Degener & Co., Leipzig, 1922. DNB Beiträge zur Geschichte der Grafen und Herren von Schack. 4 Bände, Degener & Co., Leipzig 1924. DNB, Band Nr. III. (PDF).
Literatur Julius von Basse, Karl von Kleinsorgen: Stamm-Liste des Infanterie-Regiments Herwarth von Bittenfeld (1. Westfälisches) Nr. 13. 1. Auflage: Westfälische Vereinsdruckerei Münster 1900. ; 2. Auflage, Verlag Ch. Belser, Stuttgart 1913, , S. 26. Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. Deutscher Uradel. 1920. Einundzwanzigster Jahrgang, Justus Perthes, Gotha 1919, S. 781. Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. Zugleich Adelsmatrikel der D.A.G. Teil A (Uradel). 1941. Vierzigster Jahrgang, Justus Perthes, Gotha 1939, S. 468. Hans Friedrich von Ehrenkrook, Friedrich Wilhelm Euler, Jürgen von Flotow, Walter von Hueck: Genealogisches Handbuch der Adeligen Häuser. A (Uradel). 1960. Band V, Band 24 der Gesamtreihe GHdA, Hrsg. Deutsches Adelsarchiv, C. A. Starke, Limburg an der Lahn 1960, S. 422–425.
Einzelnachweise
Kategorie:Generalleutnant (Königreich Preußen) Kategorie:Befehlshaber im Ersten Weltkrieg (Deutsches Reich) Kategorie:Absolvent der Preußischen Kriegsakademie Kategorie:Träger des Roten Adlerordens 2. Klasse Kategorie:Träger des Preußischen Königlichen Kronenordens 2. Klasse Hans Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1853 Kategorie:Gestorben 1934 Kategorie:Mann