Edmund „Connie“ Kötscher (* 17. April 1909 in Berlin; † 15. Januar 1990 ebenda) war ein deutscher Unterhaltungsmusiker, Komponist und Bandleader.

Leben und Wirken Edmund Kötscher studierte Musik an der Hochschule für Musik Franz Liszt in Weimar bei Max Strub und Gustav Kulenkampff. Anschließend arbeitete er als Dirigent bei verschiedenen Orchestern, bevor er ein eigenes Tanzorchester leitete und war seit 1933/34 Konzertmeister am Berliner Admiralspalast, wo er eine Verpflichtung als Kapellmeister hatte. Nachdem das Erhard-Bauschke-Orchester häufig auf Tourneen oder vertraglich anderweitig gebunden war, wurde Kötscher damit beauftragt, beim deutschen Kurzwellensender ein Orchester aufzubauen.Jazz in Deutschland, hrsg. von Wolfram Knauer, Jazz-Institut Darmstadt. Wolke Verlagsges. Mbh, 1996, S. 30 Ab 1939 spielte er mit seinem Tanzorchester (einer Studioband aus Musikern des Admiralspalastes, der auch der Pianist Helmuth Wernicke angehörte) ab 1939 eine Reihe von Schallplatten für Imperial und Electrola ein wie Großstadtmelodie (Imperial 17269, mit dem Schuricke-Terzett), Fidele GeisterstundeBerlin März 1939 - KC 27 563 - Imperial 17 251 und Cabaret der Noten (1939),Imperial 17 245 / KC 27539 Schön ist die Zeit der jungen Liebe, Sing mit mir (1942),Electrola, EG 7291 / ORA 5851 (beide mit Herta Mayen) und Ich sag’ dir guten Morgen (um 1942/43, mit Liselotte Malkowsky, Electrola 7310). Kötscher schrieb rund 2000 Lieder, meist Unterhaltungsmusik und Schlager wie Abends in der kleinen Bar, Liechensteiner Polka, Amsterdamer Polka, Wenn die Lichter wieder scheinen (aufgenommen von Arne HülphersMusik: Edmund Kötscher; Text: Charles Alson; aus dem Film Menschen ohne Schwerkraft; Arne Hülphers mit Orchester und Otto Gerd Fischer (Gesang); Aufnahme: Grammophon 47563/Polydor), aber auch Swing-beeinflusste Nummern wie Step Boys.Tom Lord: The Jazz Discography (online, abgerufen am 12. September 2016) Er komponierte außerdem Werke für Akkordeon, Bigband und Orchester; ferner schrieb er eine Bearbeitung von Mozarts Violin-Konzert in G-dur.Wolfgang Amadeus Mozart: Violin-Konzert in G dur. Hier: Cadenzen zum I. und II. Satz von Edmund Kötscher. Originalhandschrift. Der Braune Musikverlag. Ohne Ort, 1940

Literatur Armin Suppan, Wolfgang Suppan: Das Blasmusik-Lexikon. Komponisten – Autoren – Werke – Literatur. Hrsg. in Verbindung mit dem Steirischen Blasmusikverband, 5. Auflage, HeBu-Musikverlag, Kraichtal 2010, ISBN 978-3-9806925-9-5. Fred K. Prieberg: Handbuch Deutsche Musiker 1933–1945. CD-ROM-Lexikon, Kiel 2009, 2. Auflage, S. 4199–4201. online Paul E. Bierley, William H. Rehrig: The Heritage Encyclopedia of Band Music – Composers and Their Music, Westerville, Ohio: Integrity Press, 1991, ISBN 0-918048-08-7. Edmund Kötscher, in: Die Blasmusik – Offizielles Organ des Bundes Deutscher Blasmusikverbände e.V., Freiburg im Breisgau, Juni 1990, pp. 175, Andreas Masel: Das Große Ober- und Niederbayerische Blasmusikbuch; mit Beiträgen von Stephan Ametsbichler, Stefan Hirsch und Heinz Wohlmuth; Ehrentafel der Ober- und Niederbayerischen Blasmusikkapellen, herausgegeben vom Musikbund von Ober- und Niederbayern, Wien: Verlag Christian Brandstätter, 1989, 543 p.

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Einzelnachweise

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