mini|Emil von Höegh mini|Dagor-Objektiv Emil von Höegh (* 10. Mai 1865 in Löwenberg, Provinz Schlesien; † 29. Januar 1915 in Goslar) war ein deutscher Optiker, der für die Berechnung eines photographischen Objektives mit der Bezeichnung Dagor bekannt ist.John Hannavy (Hrsg.): Encyclopedia of Nineteenth-Century Photography. Routledge Verlag, New York 2013, ISBN 978-1-13587-327-1, S. 597.
Leben Er war ein Sohn des dänisch-holsteinischen Landmessers Knud Wasa von Hoegh (* 28. November 1838; † 21. September 1902) und dessen Ehefrau Wilhelmine Magdalene Christine Dreis (* 8. August 1842; † 12. November 1906).
Der Doppelanastigmat wurde 1892 von von Höegh patentiert.Peter Yeti: Historische Optiken/Vintage Lenses. Goerz Doppelanastigmat Serie III und Dagor. peter-yeti.jimdo.com. Abgerufen am 13. September 2016. Im gleichen Jahr bewarb er sich bei der Optischen Anstalt C. P. Goerz, die ihn als Mitarbeiter einstellte und Produktion und internationalen Vertrieb des Objektivs übernahm. Es wurde auch mit Lizenz in London produziert. Emil von Höegh entwickelte danach weitere Objektive, z. B. den nach ihm benannten Höegh’schen Meniskus (konkavkonvexe Linse mit zwei gleichen Flächenkrümmungen) und im Jahr 1900 ein 135-Grad-Weitwinkel-Objektiv.
1902 schied von Höegh wegen eines Herzleidens vorzeitig aus dem Betrieb ausHöegh, Emil von. In: Deutsche Biographische Enzyklopädie. Band 5, hrsg. von Walther Killy und Rudolf Vierhaus. Saur, München 1997. und ließ sich im Ostseebad Graal nieder. Hier errichtete er 1903/1904 die Villa "Mimi" (2016 abgerissen), zu deren Stromversorgung er eine Windenergieanlage betrieb.Joachim Weyrich: Aus dem Heimatmuseum. In: Gemeindekurier Graal-Müritz, Nr. 10/2016, 7. Oktober 2016, S. 6 f. (PDF).
Ihm zu Ehren wurde 1960 vom UK Antarctic Place-Names Committee der Mount Hoegh in der Antarktis benannt.Mount Hoegh. In: Geographic Names Information System (GNIS), Antarctic Geographic Names dataset, United States Geological Survey.
Höegh heiratete am 10. Mai 1892 Johanna Emilie Augustine Hackbarth (* 15. Dezember 1872; † 2. Mai 1931). Das Paar hatte drei Kinder: Margarethe Emilie Charlotte (* 27. Dezember 1892; † 10. Mai 1946 in Goslar) Ursula Frieda Johanna (* 5. Januar 1895; † 12. Oktober 1936 in Graal) Karl Paul Johannes (* 30. April 1896; † 13. Februar 1939 in Graal)
Literatur
Wieger Hendricus Idzerda: Die Entwicklung des Anastigmaten in den Jahren 1890 bis 1893. In: Photographische Korrespondenz, 1916, S. 5–12 (ANNO).
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Einzelnachweise
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