Die Saison 1948/49 der Landesliga Niedersachsen war die zweite Saison der höchsten niedersächsischen Amateurliga im Fußball. Sie nahm bis dahin die zweithöchste Ebene im deutschen Ligensystem ein. Ein Meister wurde nicht ausgespielt. Für die Aufstiegsrunde zur Oberliga Nord qualifizierten sich der VfB Oldenburg und der SV Linden 07, wobei sich die Oldenburger durchsetzen konnten. Aus der Oberliga Nord stieg wegen deren Aufstockung keine Mannschaft ab.Der Norddeutsche Fußball-Ausschuss, Vorläufer des NFV, beschloss Ende Juli den Oberligaverbleib der beiden „eigentlichen“ Absteiger, vgl. Niedersachsen Sport vom 28. Juli 1949, Seite 1.
Im Sommer 1949 erfolgte eine umfassende Ligareform. Die Amateuroberliga Niedersachsen wurde als neue höchste niedersächsische Amateurliga eingeführt (aber erst ab 1950 so genannt). Nach ersten Überlegungen hatten sich die ersten sechs Mannschaften aus den Staffeln Braunschweig, Hannover-Heide, Hildesheim und Weser/Ems für die neue Liga qualifizieren sollen. Die Entscheidung, diese zweigleisig einzurichten, traf aber erst ein außerordentlicher Verbandstag des NFV am 30./31. Juli 1949, nachdem er eine dreigleisige Lösung debattiert und abgelehnt hatte.Niedersachsen Sport vom 1. August 1949, Seite 3 Die endgültige Zahl der qualifizierten Vereine stand erst Wochen danach fest, weil lange unklar war, welche Vereine aus dem Bremer Fußball-Verband und anderen Nachbargebieten hinzukommen würden.„Bremens neue Amateur-Liga“, in: Niedersachsen Sport vom 22. August 1949, Seite 5 Letztendlich wurde die neue Liga auf 34 Vereine aufgestockt, so dass die Tabellensiebten ebenfalls qualifiziert waren. Zahlreiche ausgetragene Entscheidungsspiele wurden dadurch bedeutungslos. Die Vereine aus Bremen und Bremerhaven bildeten zur neuen Saison die endgültig eigenständige Amateurliga Bremen.
Tabellen
Braunschweig
Entscheidungsspiel um Platz eins
Die punktgleichen Mannschaften von Rot-Weiß Braunschweig und dem TSV Goslar 08 ermittelten in einem Entscheidungsspiel den Meister der Staffel Braunschweig. Das Spiel fand am 6. Juni 1949 in Braunschweig statt.
Entscheidungsspiel um Platz sechs
Die punktgleichen Mannschaften aus Wolfenbüttel und Helmstedt ermittelten in einem Entscheidungsspiel den Sechsten der Staffel Braunschweig, der sich nach den ursprünglichen Plänen für die Amateuroberliga Niedersachsen qualifizierte. Das Spiel fand am 12. Juni 1949 in Braunschweig statt. Durch die nachträgliche Aufstockung der Amateuroberliga wurde das Spiel bedeutungslos.
Hannover-Heide
Hannover 96 war nach wenigen Spielen ausgeschieden und nur noch zu Privatspielen angetreten, nachdem der Verein die Zusage hatte, am Saisonende (wegen der Affäre um Holstein Kiel) kampflos wieder in die Oberliga Nord aufzusteigen.
Entscheidungsspiel um Platz sechs
Die punktgleichen Mannschaften aus Limmer und Munster ermittelten in einem Entscheidungsspiel den Sechsten der Staffel Hannover-Heide, der sich nach den ursprünglichen Plänen für die Amateuroberliga Niedersachsen qualifizierte. Das Spiel fand am 3. Juli 1949 in Burgdorf statt. Durch die nachträgliche Aufstockung der Amateuroberliga wurde das Spiel bedeutungslos.
Hildesheim
Entscheidungsspiel um Platz sechs
Die punktgleichen Mannschaften aus Sarstedt und Holzminden ermittelten in einem Entscheidungsspiel den Sechsten der Staffel Hildesheim, der sich nach den ursprünglichen Plänen für die Amateuroberliga Niedersachsen qualifizierte. Das Spiel fand am 3. Juli 1949 in Hannover im Stadion am Bischofsholer Damm statt. Durch die nachträgliche Aufstockung der Amateuroberliga wurde das Spiel bedeutungslos.
Durch die Fusion der beiden Hamelner Vereine wurde ein weiterer Platz in der Amateuroberliga frei, so dass auch der VfV Hildesheim nachrücken konnte.
Weser-Ems
Durch den Aufstieg des Lokalrivalen VfB in die Oberliga Nord wurde ein weiterer Platz in der Amateuroberliga frei, auf den kurz vor Toresschluss der VfL Oldenburg nachrückte. Bis dahin hatte der Verband vergeblich auf die Rückkehr von Eintracht Nordhorn nach Niedersachsen gehofft.„VfL Oldenburg statt Nordhorn“, in: Niedersachsen Sport vom 5. September 1949, Seite 3
Bremen Laut dem DSFS hieß die Spielklasse Verbandsliga Bremen. Sie war de facto bereits von Niedersachsen unabhängig, doch spielten noch etliche Vereine aus dem Umland mit.
(A) Absteiger aus der Oberliga Nord 1947/48 (N) Aufsteiger aus der Bezirksliga Niedersachsen 1947/48
Qualifikation zur Aufstiegsrunde zur Oberliga Nord
Die Meister der fünf Staffeln ermittelten im Ligasystem drei Teilnehmer an der Aufstiegsrunde zur Oberliga Nord.
Die punktgleichen Mannschaften aus Braunschweig, Hemelingen und Oldenburg mussten Entscheidungsspiele austragen. Das Spiel Braunschweig gegen Oldenburg wurde am 1. Juni 1949 in Osnabrück und das Spiel Hemelingen gegen Braunschweig am 4. Juni 1949 in Hannover ausgetragen. Nachdem Braunschweig beide Spiele verloren hatte, wurde die Runde abgebrochen. Oldenburg und Hemelingen nahmen an der Aufstiegsrunde teil.
Aufstiegsrunde zur Amateuroberliga Niedersachsen
Die Meister der neun Bezirke ermittelten im Ligasystem zwei Aufsteiger in die neue Amateuroberliga Niedersachsen.
West
Die punktgleichen Mannschaften aus Oldenburg und Aurich ermittelten in einem Entscheidungsspiel den Aufsteiger. Das Spiel fand am 14. August 1949 in Werlte statt.
Ost
Der TSV Gnarrenburg verpasste den Aufstieg in Niedersachsen, wechselte aber stattdessen in die Amateurliga Bremen 1949/50.
Literatur
Einzelnachweise
Kategorie:Oberliga-Saison (Fußball, Niedersachsen) Niedersachsen