Wolf Erich von Bennigsen (getauft 1. Juli 1657 in Mulmke; gestorben 5. Januar 1736 in Bennigsen) war ein königlich-polnischer und kurfürstlich-sächsischer Beamter. Er war Rat und Hofrichter in Wittenberg und Rittergutsbesitzer.

Leben Er stammte aus dem alten niedersächsischen Adelsgeschlecht von Bennigsen und war der älteste und einzige Sohn von Johann Levin von Bennigsen auf Mulmke im Fürstentum Halberstadt. Seine beiden jüngeren Schwestern waren Dorothea Agnes (* 1659) und Johanna Louisa (* 1661). Die Taufe fand am 1. Juli 1657 auf dem elterlichen Gut Mulmke statt und wurde vom Pfarrer aus Heudeber vorgenommen.Eintrag im Kirchenbuch von Heudeber

Wolf Erich von Bennigsen schlug nach seiner schulischen Ausbildung eine juristische Verwaltungslaufbahn im Dienst der Kurfürsten von Sachsen, die damals gleichzeitig Könige von Polen waren, ein. Er wurde Rat und Richter am kursächsischen Hofgericht in der Hauptstadt des Kurkreises, Wittenberg.

1695 wurde Wolf Erich von Bennigsen von der kurfürstlich-sächsischen Kanzlei in Dresden mit dem Erb- und Weiberlehngut Leipnitz bei Dahlenberg belehnt. Er starb zu Beginn des Jahres 1736 auf dem Stammsitz seiner Familie im Kurfürstentum Hannover.

Familie Bennigsen heiratete am 7. Juni 1698 in Leipnitz Charlotte Eleonore geborene Vitzthum von Eckstädt (1682–1747). Das Paar hatte mehrere Kinder: Gustav Adolph (* 11. August 1716 in Leipnitz; † 3. August 1784), sächsischer Generalleutnant August Ferdinand (* 25. Dezember 1699; † 7. März 1766), preußischer Regierungsrat ⚭ 1725 Anna Magdalena von Esebeck (* 1693; † 1727), Witwe des Hauptmanns Ernst Heinrich von Montgommerie Wolf Friedrich (* 9. Juni 1703; † 22. Februar 1788), russischer Oberstleutnant ⚭ 1755 Marie Helene von Rafs Carl Gottlob (Gottlieb) (* 29. Mai 1709; † 1760) ⚭ 1751 N.N. Hübener Rudolph Christian (* 21. April 1712; † 3. Februar 1783) ⚭ 1740 Christiane Vitzthum von Eckstädt (* 13. Juli 1719; † 6. Januar 1761) ⚭ 1769 Frederike Johanne (* 10. Juli 1731; † 16. Dezember 1799) Charlotte Wilhelmine (1718–1777)

Seine Erben verkauften das gemeinsam ererbte Gut Leipnitz am 26. März 1740 an den Generalmajor der Kavallerie, Adam Friedrich Brand von Lindau.

Literatur Manfred Wilde: Die Ritter- und Freigüter in Nordsachsen. Ihre verfassungsrechtliche Stellung, ihre Siedlungsgeschichte und ihre Inhaber (= Aus dem Deutschen Adelsarchiv. Bd. 12). C. A. Starke, Limburg/Lahn 1997, ISBN 3-7980-0687-3 (Zugleich: Chemnitz, Technische Universität, Dissertation, 1996), S. 525 Genealogisches Taschenbuch des Uradels, Band 2, Brünn 1893, ub.uni-duesseldorf.de S. 26–27

Einzelnachweise

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