Lasek Mały () war ein Ort im Gebiet der heutigen Stadt- und Landgemeinde Olecko (Marggrabowa, umgangssprachlich auch Oletzko, 1928 bis 1945 Treuburg) im Powiat Olecki (Kreis Oletzko, 1933 bis 1945 Kreis Treuburg) in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren.

Geographische Lage Die Ortsstelle von Lasek Mały liegt im Osten der Woiwodschaft Ermland-Masuren am Nordufer des Groß Oletzkoer Sees (1928 bis 1945: Treuburger See, ), zwei Kilometer nordöstlich der Kreisstadt Olecko.

Geschichte Das schon im 19. Jahrhundert existierende Plusquianka (Klein Lassek) bestand lediglich aus einem kleinen Gehöft, einer Försterei, benannt nach dem benachbarten Fluss. Es war ein Wohnplatz innerhalb der Landgemeinde Moosznen (1936 bis 1938: Mooschnen, 1938 bis 1945: Moschnen, ) im Kreis Oletzko (1933 bis 1945: Kreis Treuburg) im Regierungsbezirk Gumbinnen der preußischen Provinz Ostpreußen. Am 3. Juni (amtlich bestätigt am 16. Juli) des Jahres 1938 wurde Klein Lassek in „Legenquell“ umbenannt.

Mit dem gesamten südlichen Ostpreußen kam der Ort 1945 in Kriegsfolge zu Polen und erhielt die polnische Namensform „Lasek Mały“. Er gehörte anfangs zu Możne, doch hat sich seine Spur dann verloren. Heute ist nur noch die Ortsstelle zu erahnen. Allerdings hat sich nördlich davon bereits im Stadtgebiet von Olecko gelegen das sogenannte „Dworek Mazurski“ gebildet. Es handelt sich um ein Erholungszentrum (), direkt am Ufer des Jezioro Oleckie Wielkie gelegen.Erholungszentrum Dworek Mazurski (polnisch, deutsch u. a.) An gleicher Stelle stand einst das Gästeheim „Masurenhof“ in Liebchensruh. Liebchensruh war benannt nach einem der Gründer, Daniel Gottlieb Konietzko, genannt „Liebchen“. Dieser nordwestliche Nachbarort von Klein Lassek war schon vor 1900 ein beliebtes Ausflugsziel am See.

Kirche Klein Lassek gehörte bis 1945 zur evangelischen als auch katholischen Pfarrkirche in Marggrabowa (Treuburg). Nach 1945 war Lasek Mały katholischerseits weiterhin nach Olecko eingepfarrt. Die evangelischen Kirchenglieder orientierten sich nach Ełk bzw. Gołdap.

Verkehr Die Ortsstelle von Lasek Mały ist über eine Nebenstraße von der Woiwodschaftsstraße DW 653 (von 1939 bis 1944 Teilstück der deutschen Reichsstraße 127) unweit von Sedranki (Seedranken) aus in südlicher Richtung nach Możne (Moosznen, 1936 bis 1938 Mooschnen, 1938 bis 1945 Moschnen) zu erreichen. Bis 1945 war Klein Lassek bezw. Liebchensruh Bahnstation an der Bahnstrecke Marggrabowa-Garbassen der Oletzkoer (Treuburger) Kleinbahnen, deren Betrieb 1945 kriegsbedingt eingestellt wurde. Der Bahnhof befand sich 800 Meter nordwestlich des Ortes.

Einzelnachweise Dietrich Lange, Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005): Klein Lassek (Wörterbuch der geographischen Namen des westlichen und nördlichen Polens. II:Deutsch-Polnisch)

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