miniatur|220px|Pumiliotoxin A miniatur|220px|Pumiliotoxin B miniatur|220px|Pumiliotoxin C Pumiliotoxine (PTX, ‚Zwerg‘) gehören zu den toxisch wirkenden fettlöslichen Alkaloiden. Namensgebend war die Isolierung aus besonders kleinen Fröschen.
Vorkommen Pumiliotoxine wurden in verschiedenen Fröschen, Schuppenameisen und Hornmilben nachgewiesen.Staudt, Konrad et al.: Foraging behaviour and territoriality of the strawberry poison frog (Oophaga pumilio) in dependence of the presence of ants. Amphibia-Reptilia, Band 31, Nr. 2, 2010, S. 217–227, .
Hornmilben Einige Arten der Hornmilben enthalten Pumiliotoxine und andere Alkaloide.Ariel Rodríguez, Dennis Poth, Stefan Schulz, Miguel Vences: Discovery of skin alkaloids in a miniaturized eleutherodactylid frog from Cuba. Biology Letters, Royal Society Publishing, Onlinepublikation am 3. November 2010, . Da Pumiliotoxine und anderer Alkaloide trotz gleicher Nahrung nur in adulten Milben, nicht aber in früheren Entwicklungsstadien gefunden wurden, wird angenommen, dass sie diese selbst produzieren und nicht aus der Nahrung sequestrieren.
Schuppenameisen Schuppenameisen der Gattungen Brachymyrmex und Paratrechina können Pumiliotoxine enthalten. Möglicherweise beziehen sie diese aus ihrer Nahrung.
Frösche Frösche sind nicht imstande, Pomiliotoxine zu synthetisieren. Sie müssen sie aus anderen Organismen sequestrieren.
Baumsteigerfrösche mini|Erdbeerfröschchen (Dendrobates pumilio) Erdbeerfröschchen (Oophaga pumilio) der Familie Baumsteigerfrösche, in den Wäldern Panamas beheimatet, ernähren sich bevorzugt von Schuppenameisen der Gattungen Brachymyrmex und Paratrechina sowie Hornmilben. Deren Gifte akkumulieren sie in ihrer Haut. 232 giftige Alkaloide wurden in der Haut von Erdbeerfröschchen identifiziert,Ralph A. Saporito et al.: Spatial and temporal patterns of alkaloid variation in the poison frog Oophaga pumilio in Costa Rica and Panama over 30 years. Toxicon, Band 50, Nr. 6, 2007, S. 757–778. darunter vor allem Pumiliotoxine und Allopumiliotoxine (aPTX).mini|Monte-Iberia-Fröschchen (Eleutherodactylus iberia) zum Größenvergleich auf menschlicher Hand
Eleutherodactylidae Pumiliotoxine wurden auch in der Haut des Monte-Iberia-Fröschchens (Eleutherodactylus iberia) nachgewiesen. Ebenso wie andere Frösche nehmen sie die Alkaloide über die Nahrung auf, höchstwahrscheinlich aus bestimmten Arten von Hornmilben.
Literatur G. Habermehl: Gift-Tiere und ihre Waffen. 2. Auflage, Springer Verlag, Heidelberg 1983, 150 S. Gerhard Habermehl, Peter E. Hammann, H. C. Krebs, Waldemar Ternes: Naturstoffchemie. 3. Auflage, Springer Verlag, Heidelberg 2008, ISBN 978-3-540-73732-2.
Einzelbelege
Pumiliotoxine Kategorie:Chemikaliengruppe Kategorie:Tierisches Gift Kategorie:Alkylpiperidin Kategorie:Alkylverbindung