mini|hochkant=2.5| Der Speerwurf der Männer bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro wurde am 17. und 20. August 2016 im Estádio Olímpico João Havelange ausgetragen. 37 Athleten nahmen teil.

Olympiasieger wurde der Deutsche Thomas Röhler, der vor dem Kenianer Julius Yego gewann. Bronze ging an Keshorn Walcott aus Trinidad und Tobago.

Neben dem Sieger starteten Johannes Vetter und Julian Weber für Deutschland. Beide qualifizierten sich für das Finale. Vetter wurde Vierter, Weber Neunter. Athleten aus Österreich, der Schweiz und Liechtenstein nahmen nicht teil.

Aktuelle Titelträger Olympiasieger Keshorn Walcott ()84,58 m London 2012Weltmeister Julius Yego ()92,72 m Peking 2015Europameister Zigismunds Sirmais ()86,66 m Amsterdam 2016Nord-/Zentralamerika-/Karibik-Meister Riley Dolezal ()79,30 m San José 2015Südamerika-Meister Júlio César de Oliveira ()81,22 m Lima 2015 Asienmeister Huang Shih-feng () 79,74 m Wuhan 2015 Afrikameister Phil-Mar van Rensburg () 76,04 m Durban 2016Ozeanienmeister John Crandell ()64,35 m Cairns 2015

Bestehende Rekorde Weltrekord Jan Železný ()98,48 m Jena, Deutschland25. Mai 1996Athletics - Progression of outdoor world records, Javelin throw – Men, sport-record.de (englisch), abgerufen am 5. Mai 2022Olympischer Rekord Andreas Thorkildsen ()90,57 m Finale OS Peking, Volksrepublik China23. August 2008 Der bestehende olympische Rekord wurde bei diesen Spielen nicht erreicht. Der weiteste Wurf gelang dem deutschen Olympiasieger Thomas Röhler mit seinem fünften Versuch auf 90,30 m im Finale am 20. August. Damit blieb er 27 Zentimeter unter dem Olympia- und 8,18 m unter dem Weltrekord.

Legende Kurze Übersicht zur Bedeutung der Symbolik – so üblicherweise auch in sonstigen Veröffentlichungen verwendet: – verzichtet x ungültig r Wettkampf nicht fortgesetzt (retired) Anmerkungen: Alle Zeitangaben sind auf die Ortszeit Rio (UTC-3) bezogen. Alle Weiten sind in Metern (m) angegeben.

Qualifikation Die Qualifikation wurde in zwei Gruppen durchgeführt. Neun Athleten erreichten die Qualifikationsweite für den direkten Finaleinzug von 83,00 m. Damit war die Mindestanzahl von zwölf Finalteilnehmern nicht erreicht. So wurde das Finalfeld mit drei weiteren Wettbewerbern (hellgrün unterlegt) aus beiden Gruppen nach den nächstbesten Weiten aufgefüllt. Für die Teilnahme waren schließlich 81,96 m zu erbringen.

Gruppe A

17. August 2016, 20:30 Uhr Platz Name Nation 1. Versuch 2. Versuch 3. Versuch Weite (m) 1 Julian Weber 84,46 – – 84,46 2 Jakub Vadlejch 78,23 80,90 83,27 83,27 3 Dmytro Kossynskyj 80,08 76,79 83,23 83,23 4 Thomas Röhler 79,47 81,61 83,01 83,01 5 Braian Toledo 78,99 81,96 80,36 81,96 6 Joshua Robinson 78,87 80,84 76,78 80,84 7 Marcin Krukowski x 78,06 80,62 80,62 8 Kim Amb 77,91 78,75 80,49 80,49 9 Cyrus Hostetler 76,48 78,69 79,76 79,76 10 Tero Pitkämäki 77,91 78,58 79,56 79,56 11 Risto Mätas 76,23 79,26 79,40 79,40 12 Magnus Kirt x 77,60 79,33 79,33 13 Rocco van Rooyen x 71,05 78,48 78,48 14 Rolands Štrobinders 76,76 x 77,73 77,73 15 Stuart Farquhar 74,24 77,32 74,38 77,32 16 Ahmed Bader Magour x 77,19 x 77,19 17 Leslie Copeland 76,04 75,68 x 76,04 18 Sumeda Ranasinghe 69,62 71,93 x 71,93 Bobur Shokirjonov x x x ogV Weitere in Qualifikationsgruppe A ausgeschiedene Speerwerfer:

Gruppe B mini|hochkant=1.6| 17. August 2016, 21:55 Uhr Platz Name Nation 1. Versuch 2. Versuch 3. Versuch Weite (m) 1 Keshorn Walcott 88,68 – – 88,68 2 Johannes Vetter 85,96 – – 85,96 3 Ryōhei Arai 84,16 – – 84,16 4 Petr Frydrych 78,57 80,17 83,60 83,60 5 Julius Yego 78,88 x 83,55 83,55 6 Vítězslav Veselý 81,32 81,32 82,85 82,85 7 Antti Ruuskanen 82,20 x x 82,20 8 Zigismunds Sirmais 76,87 80,65 75,95 80,65 9 Júlio César de Oliveira 79,33 80,49 80,29 80,49 10 Tanel Laanmäe 80,45 78,78 79,24 80,45 11 John Ampomah 79,09 80,39 78,90 80,39 12 Hamish Peacock 77,91 76,22 76,40 77,91 13 Ivan Zaysev 73,49 72,92 77,83 77,83 14 Ari Mannio 77,14 76,77 77,73 77,73 15 Łukasz Grzeszczuk 76,31 76,52 76,14 76,52 16 Huang Shih-feng 74,33 x x 74,33 17 Sam Crouser 73,78 73,66 x 73,78 18 Sean Furey 69,40 72,61 71,35 72,61 Weitere in Qualifikationsgruppe  ausgeschiedene Speerwerfer:

Finale mini|hochkant=2.3| 20. August 2016, 20:55 Uhr Platz Name Nation 1. Versuch 2. Versuch 3. Versuch 4. Versuch 5. Versuch 6. Versuch Weite (m) 1 Thomas Röhler 87,40 85,61 87,07 84,84 90,30 x 90,30 2 Julius Yego 88,24 x – x r 88,24 3 Keshorn Walcott 83,45 85,38 83,38 80,33 x x 85,38 4 Johannes Vetter 85,32 x 82,54 x 83,61 81,74 85,32 5 Dmytro Kossynskyj 82,51 83,95 83,64 81,61 81,21 x 83,95 6 Antti Ruuskanen x 77,81 83,05 x x 80,00 83,05 7 Vítězslav Veselý 78,20 82,51 x x x 78,63 82,51 8 Jakub Vadlejch 80,02 82,42 81,59 80,32 x x 82,42 9 Julian Weber 80,29 80,13 81,36 nicht im Finale derbesten acht Werfer 81,36 10 Braian Toledo 77,89 79,51 79,81 79,81 11 Ryōhei Arai 77,89 79,47 72,49 79,47 12 Petr Frydrych 76,15 76,79 79,12 79,12 Für das Finale hatten sich zwölf Athleten qualifiziert, neun von ihnen direkt über die Qualifikationsweite, weitere drei über ihre Platzierungen. Alle drei Deutschen waren im Finale dabei, ebenso alle drei Tschechen. Komplettiert wurde das Feld durch je einen Athleten aus Argentinien, Finnland, Japan, Kenia, Trinidad und Tobago und der Ukraine.

Jeder Teilnehmer hatte zunächst drei Versuche, die Weiten der Qualifikationsrunde wurden nicht gewertet. Den besten Acht standen im Anschluss weitere drei Versuche zur Verfügung.

Es wurde ein Dreikampf zwischen dem Olympiasieger von 2012 Keshorn Walcott aus Trinidad und Tobago, dem kenianischen Weltmeister Julius Yego und dem Weltjahresbesten Thomas Röhler aus Deutschland erwartet.

Yego startete im ersten Versuch mit 88,24 m. Hinter ihm platzierten sich Röhler mit 87,40 m und Johannes Vetter aus Deutschland mit 85,32 m. Walcott konnte im zweiten Durchgang mit einem Vorsprung von sechs Zentimetern an Vetter auf den Bronzerang vorbeiziehen. Beim vierten Versuch erlitt Yego eine Knöchelverletzung, durch die er seine letzten beiden Würfe nicht mehr ausführen konnte. In der fünften Runde gelang Röhler der einzige Wurf dieses Wettbewerbs, der mit 90,30 m jenseits der 90-Meter-Marke landete. Damit übernahm er die Führung und wurde Olympiasieger, denn im sechsten Durchgang änderte sich nichts mehr im Klassement.

Julius Yego gewann die erste kenianische Medaille im Speerwurf, zugleich Kenias einzige Olympiamedaille außerhalb der Laufdisziplinen und des Boxens.

Video Javelin throw Olympics final Rio 2016, youtube.com, abgerufen am 5. Mai 2022

Weblinks Results Book, Rio 2016, Athletics, Men's Javelin Throw, library.olympics.com, (englisch), S. 187–187 (PDF; 3512 KB), abgerufen am 5. Mai 2022 OLYMPIC GAMES, RIO DE JANEIRO (ESTÁDIO OLÍMPICO), Timetable/Results, Men's Javelin Throw, Weltleichtathletikverband World Athletics (englisch), worldathletics.org, abgerufen am 5. Mai 2022 Athletics at the 2016 Summer Olympics, Javelin Throw, Men, olympedia.org (englisch), abgerufen am 5. Mai 2022 Ergebnisse Olympische Spiele, Rio de Janeiro (Brasilien), 12.08 - 21.08.2016, leichtathletik.de, abgerufen am 5. Mai 2022 Rio 2016, Athletics, javelin throw men Results, olympics.com, abgerufen am 5. Mai 2022 Athletics at the 2016 London Summer Games: Men's javelin throw, archiviert bei wayback (Internet Archive), sports-reference.com (englisch), abgerufen am 5. Mai 2022

Einzelnachweise

Kategorie:Leichtathletikwettbewerb bei den Olympischen Sommerspielen 2016