Die Liste der Straßen in Essen-Borbeck-Mitte beschreibt das Straßensystem im Essener Stadtteil Borbeck-Mitte mit den entsprechenden historischen Bezügen.Sofern nicht anders angegeben, wird als Quelle benutzt:

Einleitung und Überblick In Borbeck-Mitte leben Einwohner () auf einer Fläche von 3,19 km². Der Stadtteil zählt zum Stadtbezirk IV Borbeck. Der Großteil von Borbeck-Mitte bildet zusammen mit dem Großteil von Bochold den Postleitzahlenbezirk 45355. Der Norden (Grasstraße, Levinstraße, Weidkamp ab Levinstraße) zählt mit dem Rest von Bochold, Bergeborbeck und Vogelheim zum Bezirk 45356. Die Teile des Dornebergwegs und der Pausmühlenstraße, die zum Stadtteil Borbeck-Mitte gehören, bilden mit Gerschede und Dellwig den Bezirk 45357.

Einige der Borbecker Straßennamen stammen noch aus der Zeit des Bürgermeisters Rudolf Heinrich (1845–1917), der zwischen 1881 und 1907 das Amt innehatte und sich in den 1890er-Jahren für die Benennung der Straßen einsetzte. Damals war es noch nicht üblich, den Straßennamen an Beginn und Ende einer Straße zu setzen, da die Bebauung nicht sehr dicht war, deswegen befanden sich die Straßennamen auch auf den Hausnummernschildern. Damit dies möglichst machbar war, gab Heinrich den Straßen äußerst kurze Namen. Solche Straßennamen in Borbeck-Mitte sind die Armstraße, Dachstraße, Flurstraße, Glühstraße, Grasstraße, Kraftstraße, Neustraße, Schloßstraße, Wachtstraße, Wallstraße, Zielstraße und Zweigstraße.

In der Kruppschen Siedlung rund um die Flurstraße wurden die Straßen nach Unternehmern und Beschäftigten bei Krupp benannt. Hierzu zählen Diechmannplatz, Drogandstraße, Goosestraße, Lindnerplatz und Ruhlandplatz. Eine weitere Themengruppe bilden die Dichter nordwestlich der Borbecker Innenstadt: Klopstockstraße, Stolbergstraße und Wielandstraße.

Der Stadtteil wird – im Norden beginnend – im Uhrzeigersinn folgendermaßen begrenzt: Kleingartenanlage Weidkamp, Hesselbruch, Kuhlmannsfeld, Prinzenstraße zu Bergeborbeck, Otto-Brenner-Straße, Borbecker Straße, Rudolf-Heinrich-Straße, Wüstenhöferstraße, Wallstraße, Matthäusfriedhof, Kettelerstraße und Bocholder Straße zu Bochold, Frintroper Straße zu Schönebeck, Rabenhorst, Laarmannstraße, Pausmühlenbach und Möllhoven zu Bedingrade, weiterer Verlauf des Pausmühlenbachs, Pausmühlenhegge, Pausmühlenkamp, Dornebergweg und Levinstraße zu Gerschede.

In Borbeck-Mitte gibt es 82 benannte Verkehrsflächen, darunter 8 Plätze. Davon befinden sich 24 Straßen nur teilweise im Stadtteil. Dies sind neben den oben erwähnten Straßen, die ganz oder teilweise die Grenze zu Nachbarstadtteilen bilden, folgende: Leimgardtsfeld, Schacht Neu-Cöln, Stolbergstraße und der Weidkamp werden in Bergeborbeck fortgesetzt, Bocholder Straße, Borbecker Straße, Otto-Brenner-Straße und Wüstenhöferstraße in Bochold. Laarmannstraße, Möllhoven und Schloßstraße befinden sich teilweise auch in Bedingrade, Donnerstraße, Düppenberg, Hülsmannstraße, Levinstraße und Pausmühlenstraße auch in Gerschede.

Durch Borbeck-Mitte verlaufen folgende Straßen mit dem Status einer Bundes-, Landes- oder Kreisstraße: Bundesstraße 231: (aus Bedingrade kommend) – Frintroper Straße – (weiter in Bochold) Landesstraße 229: (aus Gerschede kommend) – Donnerstraße – Leimgardtsfeld – (weiter in Bergeborbeck) Kreisstraße 13: (aus Bergeborbeck kommend) – Weidkamp – L 229 – Stolbergstraße – Otto-Brenner-Straße – (weiter in Bochold)

Liste der Straßen und Plätze Die nachfolgende Tabelle gibt eine Übersicht über die vorhandenen Straßen, Wege und Plätze im Stadtteil sowie einige dazugehörige Informationen.

Name: aktuelle Bezeichnung der Straße oder des Platzes. Länge/Maße in Metern:Die in der Übersicht enthaltenen Längenangaben sind gerundete Übersichtswerte, die in Google Earth mit dem dortigen Maßstab ermittelt wurden. Sie dienen Vergleichszwecken und werden, sofern amtliche Werte bekannt sind, ausgetauscht und gesondert gekennzeichnet.Bei Plätzen sind die Maße in der Form a × b angegeben.Der Zusatz (im Stadtteil) gibt an, dass die Länge die des Straßenabschnitts innerhalb von Borbeck-Mitte ist, sofern die Straße in benachbarte Stadtteile weitergeführt wird.Der Zusatz (ohne Stichstraßen) gibt bei verzweigten Straßen die Länge der „Hauptstraße“ an.Der Zusatz (alle Straßenabschnitte zusammen) gibt an, dass die Straße so verwinkelt ist, dass keine „Hauptstraße“ besteht. Stattdessen wird die Länge aller Straßenabschnitte zusammengezählt. Herleitung: Ursprung oder Bezug des Namens Datum der Benennung: amtliche Erstbenennung Anmerkungen: zusätzliche Informationen Bild: Foto der Straße oder eines anliegenden Objekts

Name Länge/Maße (in Metern) Herleitung Datum der Benennung Bemerkungen Bild Am Brachland 140 brachliegendes Gelände Die Straße führte teilweise über die Trasse der Anschlussbahn der Zeche Neuwesel zum Bahnhof Bergeborbeck. Das angrenzende Gelände lag 1920, zum Zeitpunkt der Benennung, brach. Davon leitet sich der Name der Stichstraße zum Möllhoven ab. Am Ellenbogen 280 Bezug zur Armstraße Die Straße Am Ellenbogen trägt ihren Namen nicht – wie man vermuten könnte – nach einem bogenförmigen Straßenverlauf, denn sie verbindet geradlinig Flurstraße und Weidkamp. Vielmehr ist sie in Bezug zur benachbarten Armstraße benannt worden, die aber ihrerseits auch nicht nach dem Körperteil, sondern nach dem alten Borbecker Armenhaus benannt ist. Bis 1915 war die Straße Teil der Kreuzstraße. An den Quellen 250 ehem. kleine Quellen An dieser Straße, die eine Stichstraße zum Heißener Weg darstellt, gab es früher mehrere kleine Quellen. An der Düsterbeck 130 „Düsterbeck“, Flurname „An der Düsterbeck“ ist eine alte Bezeichnung für ein Flurstück, die schon 1668 verwendet wurde. Ebenfalls ein Schlagbaum namens „Düsterbecker Baum“ wird erwähnt. Die Straße An der Düsterbeck ist eine Stichstraße zu Auf'm Rolland. Dieser Straße war sie bis 1976 auch zugeordnet. An St. Immakulata 50 ehem. katholische Kirche St. Maria Immaculata 1939 wurde das Pfarrrektorat St. Maria Immaculata gegründet, das bis 1948 die 1920 errichtete Kapelle der Oblaten nutzte und dann eine eigene Kloster- und Rektoratskirche errichtete. Am 15. Oktober 1957 wurde St. Maria Immaculata zur eigenen Pfarrei erhoben. Im Zuge der Umstrukturierungen im Bistum Essen 2007 wurde die Kirche profaniert und 2014 schließlich niedergelegt. Das ehemalige Pfarrgebiet gehört seitdem zur Pfarrei St. Dionysius.

Die Straße An St. Immakulata bildet eine Stichstraße zur Borbecker Straße, dort, wo sich früher die Kirche St. Maria Immaculata befand. 140px|St. Maria Immaculata in Borbeck Armstraße 400 ehem. Armenhaus Beim Namen der Armstraße handelt es sich um eine Kurzform, wie sie typisch für die Straßennamen aus der Zeit des Borbecker Bürgermeisters Heinrich sind. Die Silbe „Arm-“ bezieht sich auf das Borbecker Armenhaus, das hier 1883 errichtet wurde und einen guten Ruf innehatte. Auf dem Grundstück des Armenhauses steht heute das Friedrich-Ebert-Heim der Arbeiterwohlfahrt. Auf'm Rolland 230 „Auf'm Rolland“, Flurname Auf'm Rolland ist eine Stichstraße zum Rabenhorst im Westen des Stadtteils. Bocholder Straße 240im Stadtteil Bochold, Stadtteil von Essen Die Bocholder Straße führt von der Kreuzung „Fliegenbusch“ an der Frintroper- und Altendorfer Straße nordwärts in den Stadtteil Bochold und ist daher nach diesem benannt. Sie bildet zwischen Frintroper Straße und Kettelerstraße die Grenze zwischen Borbeck-Mitte und Bochold. Bis 1915 hieß sie Hochstraße, zuvor bis 1891 Bocholder Landstraße. Borbecker Platz 45 × 45 × 30 Platz im Zentrum von Borbeck Bei der Eingemeindung Borbecks 1915 benannte man den alten Marktplatz nach dem Stadtteil selbst: Borbecker Platz. Er liegt im Zentrum von Borbeck-Mitte zwischen Marktstraße und Dionysiuskirchplatz, eine Treppe führt vom Weidkamp hinauf. 140px|Borbecker Platz Borbecker Straße 1400im Stadtteil nach Borbeck selbst benannt Die Borbecker Straße durchquert den Stadtteil einmal, sie beginnt an der Frintroper Straße und führt dann in einem Bogen nordwärts bis nach Bochold. Daher ist sie nach Borbeck selbst benannt. Dachstraße 350 dachartige Ansteigung Das Gelände zwischen Wallstraße und Kettelerstraße, wo die Dachstraße liegt, steigt in Richtung Schloss dachartig an und war daher ausschlaggebend für die Bezeichnung. Deinghaushöhe 200 Hof Deinghaus, altes Bauerngut Der Deinghaushof ist einer der ältesten Höfe in Essen, er wird schon im Kettenbuch von 1332 genannt. Ursprünglich gehörte er zum Oberhof Borbeck, ging aber später in den Besitz der Fürstäbtissin von Essen über. Ursprünglich wurde er „beym Hoff“ genannt, ab 1640 nannten sich die Aufsitzer „Deinghaus“, vermutlich nach Alexander Deinghaus, der vom Hof Deinghaus in Dümpten stammte. Der Name des Deinghaushofs wurde mit dem Flurnamen „Auf der Höhe“ zum Straßennamen „Deinghaushöhe“ kombiniert. Die Straße verbindet Halfmannwiese und Freiherrnweg. Diechmannplatz 50 × 50 Gustav Diechmann, 1829–1898, Unternehmer bei Krupp Gustav Diechmann war zunächst Vorsteher der Technischen Büros und später Ressortchef der Technischen Betriebe der Firma Friedrich Krupp bis 1883. Der Diechmannplatz liegt in einer Kruppschen Siedlung, in der alle Straßen nach Kruppschen Unternehmern benannt sind. Er liegt an der Drogandstraße. Dionysiuskirchplatz 40 × 20 Katholische Dionysiuskirche Borbeck gehörte schon früh zum Besitz des Stifts Essen. Bereits 1313 gab es hier eine Kapelle als Filialkirche von St. Johann Baptist in Essen und um diese Zeit herum fand auch die Pfarrerhebung statt. Seit Anfang des 14. Jahrhunderts bis 1802 besetzte die Äbtissin von Essen die Pfarrstelle. Die erste Dionysiuskirche wurde vielleicht bereits im 12. Jahrhundert erbaut, um 1350 maßgeblich erweitert und 1860 schließlich niedergelegt. Die zweite Kirche wurde 1867 konsekriert und erlitt heftige Schäden im Zweiten Weltkrieg, steht aber bis heute. Seit 1888 sind zehn Pfarreien unmittelbar von St. Dionysius abgepfarrt worden, zusätzlich weitere zehn von Tochterpfarreien. 13 der 20 Tochtergemeinden liegen in Essen, sechs in Oberhausen und eine in Bottrop. Im Zuge der Umstrukturierungen im Bistum Essen 2007 wurde die Pfarrei St. Dionysius mit den Pfarreien St. Maria Immaculata (Borbeck), St. Johannes Bosco (Borbeck), St. Maria Rosenkranz (Bochold), St. Fronleichnam (Bochold), St. Michael (Dellwig) und St. Thomas Morus (Vogelheim) zusammengefasst und ist seitdem Pfarrkirche der neuen Großpfarrei.