Friedrich Emil Alfred „Fritz“ von Vollard-Bockelberg, seit 1907 Friedrich von Bockelberg-Vollard (* 17. Mai 1851 in Schönow, Kreis Sternberg; † 28. Juli 1919 ebenda)Walter von Hueck: Genealogisches Handbuch des Adels, Adelige Häuser B, Band IX, Band 46 der Gesamtreihe GHdA, C. A. Starke Verlag, Limburg (Lahn) 1970, S. 43. ISBN 3-7980-0746-2. war ein preußischer Verwaltungsbeamter und Landrat.
Leben Die Vorfahren stammen aus Niedersachsen und wurden als von Bockelberg mit von Vollard-Bockelberg sowie von Bockelberg nobilitiert, unterscheiden sich in zwei große Familienlinien, sind genealogisch eine Familie und bedienen sich teils unterschiedlicher Schreibweisen.Christoph Franke, Klaus Freiherr von Andrian-Werburg: Genealogisches Handbuch des Adels, Adelslexikon, Band XV, Band 134 der Gesamtreihe GHdA, Hrsg. Deutsches Adelsarchiv, C. A. Starke Verlag, Limburg (Lahn) 2004, S. 310. ISBN 3-7980-0834-5. Den preußischen Adelsstand erhielt der Rittmeister Johann Heinrich Friedrich von Bockelberg am 1. Dezember 1736, verheiratet mit Maria Elisabeth von Flörcke-Mischen.
Seine Eltern waren Alfred von Vollard-Bockelberg (1824–1864), preußischer Rittmeister, und Emilie Finck von Finkenstein (1825–1894). 1849 erfolgte die Namens- und Wappenvereinigung für Preußen als von Vollard-Bockelberg. Fritz von Bockelberg-Vollard war Erbe und Besitzer des 797 ha großen Rittergutes Schönow und Kreisdeputierter. Das Gut war über viele Jahrzehnte mit einem Kredit beim Kur- und Neumärkisches Ritterschaftliches Kreditinstitut belastet.Hermann von Klützow-Dedelow: Bekanntmachung der Kur-und Neumärkischen Haupt-Ritterschaftsdirektion vom 24. Juli 1883, in: Bureau der Königlichen Regierung zu Frankfurt a. O.: Amts-Blatt der Königl. Preuß. Regierung zu Frankfurt a./O, Stück 31, Druck Trowitzsch u. Sohn, Frankfurt a. O., Ausgegeben 1. August 1883, S. 224. Seit 1890 amtierte er als Landrat im Kreis Oststernberg der Provinz Brandenburg bis 1899 und erneut von 1907 bis zu seinem Tod 1919. Bockelberg-Vollard galt als sehr vermögend und fand Erwähnung im Deutschen Millionär Adressbuch.Deutsches Millionär Adressbuch 1890, Schuster & Priess, Berlin 1890, S. 23.
Friedrich von Bockelberg-Vollard war schon vor 1906 AbgeordneterAmts-Blatt der Königlichen Regierung zu Potsdam und der Stadt Berlin, Stück 4, Druck A. W. Hayn’sche Erben, Potsdam, Ausgegeben am 26. Januar 1906, S. 62. für den Kreis Ost-Sternberg im Wahlkreis 5 Frankfurt/Oder im Preußischen Abgeordnetenhaus. Er wohnte zu dieser Zeit im Hotel Kaiserhof.Gesellschaft von Berlin. Hand-und Adreßbuch für die Gesellschaft für Berlin und Umgebung Charlottenburg, 3. Jahrgang, I. Band des Alamanach der Guten Gesellschaft Deutschlands, Hrsg. Crafft Botho Freiherr von Eberstein, W. Gronau, Berlin 1893/4, S. 39. Zudem war er nichtständiges Mitglied der Landwirtschaftlichen Unfallversicherung.Das Reichs-Versicherungsamt und die Deutsche Arbeiterversicherung. Festschrift zum Jubiläum der Unfall- und der Invalidenversicherung. 1910, Springer-Verlag, Berlin/Heidelberg 1910, S. 26., Reprintausgabe 2014. ISBN 978-3-662-26485-0. (E-Book). Die preußische Genehmigung zu seiner Namensführung stammt vom Sommer 1907. Zum Gut Schönow mit Wilhelmsfelde gehörte 1914 eine Ziegelei und eine Braunkohlengrube.Ernst Seyfert: Güter-Adreßbuch für die Provinz Brandenburg. Verzeichnis sämtlicher Rittergüter, Güter und größeren Bauenhöfe. Handbuch der Königlichen Behörden. Nach amtlichen Quellen und auf Grund direkter Angaben bearbeitet, in: Niekammer’s Landwirtschaftliche Güter-Adressbücher, Band VII, 2. Auflage, Reichenbach’sche Verlagsbuchhandlung, Leipzig 1914, S. 322–323.
Er war verheiratet mit Cäcilie von Bojanowski (1859–1941), das Ehepaar hatte keine Nachfahren. Der preußische Generalmajor Egon von Vollard-Bockelberg (1849–1937) und Wilhelm von Vollard-Bockelberg (1854–1925), preußischer Generalleutnant, waren seine Brüder. Alfred von Vollard-Bockelberg war sein Neffe.
Literatur Hartwin Spenkuch: Die Protokolle des Preußischen Staatsministeriums 1817–1934/38. Band. 8/II. in: Acta Borussica. Neue Folge. Hrsg. Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Olms-Weidmann, Hildesheim 2003, S. 496. ISBN 3-487-11827-0. (PDF) Walter von Hueck, Friedrich Wilhelm Euler: Genealogisches Handbuch der Adeligen Häuser B (Briefadel), Band IX, Band 46 der Gesamtreihe GHdA, Hrsg. Deutsches Adelsarchiv, C. A. Starke Verlag, Limburg (Lahn) 1970, S. 43. ISBN 3-7980-0746-2. Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. Zugleich Adelsmatrikel der Deutschen Adelsgenossenschaft. Teil B (Briefadel), 1940, 32. Jahrgang, Justus Perthes, Gotha 1939, S. 46–50. Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. Alter Adel und Briefadel, 1922, 16. Jahrgang, Justus Perthes, Gotha 1921, S. 62–66., ff. Ausgabe 1925, S. 49–52. Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. Alter Adel und Briefadel, 1920, 14. Jahrgang, Justus Perthes, Gotha 1919, S. 78–82. Die Familie von Bockelberg. Urkundliches, zusammengetragen von Emil von Vollard Bockelberg, Frankfurt/Oder 1911.
Weblinks Siegel der Familie von Vollard-Bockelberg, in: Siegelsammlung Paul Arnold Grun; Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen
Einzelnachweise
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